Zahnfleischbluten - Was ist zutun?

2Bilder

Das Zahnfleisch bildet mit dem Kieferknochen und feinen Fasern zusammen den Zahnhalteapparat. Die Folge einer Erkrankung in diesem Bereich, kann der Verlust von Zähnen sein, denn Zahnfleischbluten, in Fachkreisen Gingiva genannt, ist meist nur das erste Symptom einer krankhaften Veränderung des Zahnfleischs. Wann wird Zahnfleischbluten zum Problem wird, und wann der Weg zum Zahnarzt in jedem Fall der richtige ist, wird im Folgenden erklärt.

Zahnfleischbluten

Sollten beim Essen eines Apfels zum Beispiel, Blutspuren an der Frucht zu sehen sein, oder beim Zähneputzen mit der ausgespuckten Zahnpasta ebenfalls Blut zu sehen sein, könnten dies ernstzunehmende Signale sein, die auf eine Entzündung in diesem Bereich hindeutet. Denn der Körper versucht mit einer erhöhten Durchblutung des Zahnfleisches, Bakterien in der entzündeten Stelle wegzuspülen.

Ursachen

Normalerweise weist eine Zahnfleischblutung auf eine Entzündung des Zahnfleisches hin. Dabei gelangen Bakterien in den Zwischenraum zwischen Zahn und -fleisch. Allerdings kann es auch ein Anzeichen für eine Reihe von Erkrankungen sein. Deshalb ist eine ärztliche Versorgen wichtig, um in schweren Fällen auch dem Zahnverlust entgegenzubeugen.

Bestimmte Krankheiten, wie HIV oder Diabetes, fördern das Risiko von Zahnfleischbluten, durch Schwächung des Immunsystems. Dazu kann Mangelernährung und starker Alkoholkonsum, welcher einen Vitamin-C und Eiweiß-Mangel zur Folge hat, den Zahnfleischschwund beschleunigen.

Zahnfleischentzündung häufigste Ursache

Die Zahnfleischentzündung, auch als Gingivitis bekannt, ist die häufigste Ursache von einer Blutung im Zahnfleisch. Jedoch kann schon mit gründlicher Mundhygiene entgegenwirkt werden. Denn die Gingivitis entsteht dort wo die Zahnbürste es schwer hat, zu säubern. Zwischen Zahn und Zahnfleisch gelangen viele Bakterien, wenn dann noch nach dem Zähneputzen die Zahnseide vergessen wird, kann dies eine Erkrankung begünstigen. Nebenbei sei gesagt, dass eine unbehandelte Gingivitis zu einer chronischen Parodontitis führen kann.

Bei einer chronischen Parodontitis ist nicht nur das Zahnfleisch, sondern der ganze Zahnhalteapparat entzündet. Der Knochen baut sich ab und die Zähne lockern sich bis sie schließlich ausfallen. Das Risiko kann durch Rauchen, bzw. Drogenkonsum oder Diabetes erhöht werden. Es ist auf jeden Fall eine besondere Behandlung durch den Zahnarzt notwendig, bei dem der Zahnfleischschwund zwar durch Eindämmen der Bakterien aufgehalten werden kann, er aber nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Das Bluten des Zahnfleisches ist hierbei nur ein Begleitsymptom und besteht über lange Zeit.

Rauchen verfärbt nicht nur die Zähne!

Durch den Konsum von Tabak verfärben sich die Zähne nicht nur gelblich: Der Konsum lässt die Blutgefäße verengen, und behindert die Durchblutung des Zahnfleisches. Zudem schwächt es die Abwehrkräfte des Körpers und ermöglicht den Bakterien in der Mundhöhle eine schnellere Vermehrung.

Was tun gegen Zahnfleischbluten?

Der erste Weg sollte sein, die Mundpflege ernst zu nehmen. Mit der richtigen Putztechnik, der richtigen Zahnpaste und zusätzlicher Zahnseide kann schon viel erreicht werden. Zudem sollte mit dem Rauchen aufgehört werden, damit der Körper sein Abwehrsystem wieder in volle Funktion bringen kann und sich besser gegen Bakterien und Keime wehren kann. Außerdem können bei abstehenden oder schwer zu erreichenden Zähnen, spezielle Zahnreinigungsutensilien beschaffen werden, um auch in kleinen Zwischenräumen den Bakterien Einhalt gebieten zu können. Eine gesunde Ernährung kann auch die Entstehung, bzw. Vermehrung von Bakterien einschränken.

Hausmittel gegen Zahnfleischbluten

Mundspühlungen mit Chlorhexidin helfen gegen Keime und Bakterien im Mund. Eine Zungenbürste kann zudem auf der Zunge sitzende Bakterien entfernen. Salbei- und Kamillentee hilft gegen Entzündungen im Mundraum und sollte täglich mehrmals gegurgelt werden. Ein Gemisch aus zwei Teelöffeln Apfelessig und einem Glas Wasser kann eine halbe Stunde vor dem Zähneputzen eingenommen werden, und wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und speichelfördernd.

Wann sollte der Arzt zugerufen werden?
Tritt Zahnfleischbluten regelmäßig auf, oder ist es verbunden mit Schwellungen, starken Rötungen oder Schmerzen, sollte auf jeden Fall ein Besuch beim Arzt in Betracht gezogen werden. Sollten Symptome wie Fieber oder Mundgeruch dazukommen, sollte möglichst schnell gehandelt werden.

Autor:

Klara Schelling aus Homburg

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen