Wirtschaft vor Ort - Gespräche mit Betrieben
Wirtschaft vor Ort - Gespräche mit Betrieben im Gemeindegebiet Kirchzell - mit Bürgermeisterkandidat Josef Schäfer
- Foto: Kristina Wagner Fotografie
- hochgeladen von Josef Schäfer
Wirtschaft vor Ort – Gespräche mit Betrieben im Gemeindegebiet Kirchzell
Im Rahmen der Gesprächsreihe „Wirtschaft vor Ort - Gespräche mit Betrieben im Gemeindegebiet Kirchzell“ habe ich in den vergangenen Wochen verschiedene Besuche und Gespräche mit Betrieben aus unterschiedlichen Bereichen der Marktgemeinde Kirchzell und seinen Ortsteilen geführt. Ziel der Gespräche war es, Einblicke in die Situation der örtlichen Wirtschaft zu erhalten, gemeinsame Herausforderungen herauszuarbeiten und besser zu verstehen, welche Rahmenbedingungen für die Betriebe vor Ort wichtig sind.
Gesprochen wurde unter anderem mit der Firma Weimer Maschinenbau im Ortsteil Buch, dem Veranstaltungsbetrieb event3, dem Handwerksbetrieb Dirk Wörner – Haus- und Gartenservice aus Kirchzell sowie mit landwirtschaftlichen Betrieben, darunter der Waldbachhof Schork aus dem Ortsteil Watterbach, dem landwirtschaftlichen Betrieb Mehl im Ortsteil Preunschen und dem Erlebnisbauernhof Schäfer aus Kirchzell..
Dabei zeigte sich die große Bandbreite der wirtschaftlichen Strukturen in der Marktgemeinde – von Industrie und Dienstleistungen über Handwerk und Veranstaltungswesen bis hin zur Landwirtschaft. Viele Betriebe schätzen den Standort Kirchzell insbesondere wegen der kurzen Wege, der persönlichen Kontakte und der guten Erreichbarkeit innerhalb der Marktgemeinde.
Gleichzeitig wurden in allen Gesprächen ähnliche Herausforderungen benannt. Dazu zählen steigende Energie- und Materialkosten, ein wachsender bürokratischer Aufwand sowie der Wunsch nach mehr Planungssicherheit und verlässlichen Perspektiven für zukünftige Investitionen und Entwicklungen der Betriebe. In diesem Zusammenhang wurde auch angesprochen, dass es den Betrieben wichtig ist, dass die Gemeinde bei kommunalen Aufträgen – wo immer möglich – die örtlichen Betriebe im Blick behält und bei den Aufträgen bestmöglich berücksichtigt.
Aus landwirtschaftlicher Sicht wurde deutlich, dass Betriebe heute zunehmend unter komplexen äußeren Einflüssen stehen. Neben Marktdruck, Klimawandel und Tierkrankheiten wurden insbesondere Naturschutzauflagen wie der Umgang mit dem streng geschützten Biber, die Biotopkartierung sowie hohe Kosten im Zusammenhang mit der Wasserabnahme angesprochen. Dabei wurde nochmals ausdrücklich hervorgehoben, dass es den Betrieben nicht darum geht, Naturschutzmaßnahmen grundsätzlich abzulehnen oder infrage zu stellen. Vielmehr besteht der Wunsch nach klaren, nachvollziehbaren Verfahren, transparenter Information und einer frühzeitigen Einbindung der Betroffenen.
Als gemeinsamer Nenner aller Gespräche lässt sich festhalten, dass Betriebe vor allem Wert auf Verlässlichkeit, klare Ansprechpartner und einen offenen, sachlichen Austausch auf Augenhöhe legen.
Manche der angesprochenen Themen liegen außerhalb des unmittelbaren Einflusses der Marktgemeinde. Umso wichtiger wird ihre Rolle als erste Anlaufstelle vor Ort: als Vermittlerin zwischen Betrieben und übergeordneten Behörden, als Informationsdrehscheibe und als verlässlicher Gesprächspartner.
Die Gespräche haben gezeigt, dass frühzeitige Kommunikation, Transparenz in Abläufen und gegenseitiges Verständnis entscheidend dazu beitragen können, Vertrauen zu stärken und Entwicklungen gemeinsam konstruktiv zu begleiten.
Abschließend gilt mein Dank den beteiligten Betrieben für die offenen Einblicke und den ehrlichen Austausch auf Augenhöhe.
Josef Schäfer, Bürgermeisterkandidat der FWG Kirchzell
Autor:Josef Schäfer aus Kirchzell |
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