Familien
Familienbesuche
- hochgeladen von Nadja Scholl
Familienbesuche jetzt auch in
Mudau. „Der Alltag mit einem Baby kann wunderschön, aber auch ziemlich anstrengend sein und eine junge Familie vor viele neue Herausforderungen stellen“ – dieser wahre Satz ist im Familieninformationsordner namens „Baby-Kompass“ zu lesen. Diesen Ordner mit viel wissenswertem Inhalt können künftig auch frischgebackene Eltern in Mudau erhalten. Denn als neunte Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis hat sich jetzt auch Mudau der Initiative „Familienbesuche“ angeschlossen.
Seit 2013 besuchen ehrenamtliche Familienbesucherinnen und -besucher bzw. vereinzelt auch die Bürgermeister Familien, in denen ein Baby zur Welt gekommen ist. Der Landkreis bzw. die dortige Beratungsstelle für Kinderschutz hat diese Initiative gestartet, um einen Rahmen zu setzen, in dem Eltern niedrigschwellig über Angebote vor Ort informiert werden können. Kursangebote, Beratung, hilfreiche Adressen, finanzielle Hilfen, Notrufnummern und viele Infos rund um die Entwicklung eines Babys im ersten Jahr – das alles enthält der Ordner, der von ehrenamtlichen Kräften den Eltern nach Haus gebracht wird - wenn die das möchten. Einem Glückwunschschreiben der Gemeinde ist künftig das Besuchsangebot beigefügt. Wenn die Eltern darauf reagieren, vereinbaren Antonia Schölch, Theresa Matz-Ritter, Bettina Müller, Sofia Jakob oder Manuela Mechler-Geier einen entsprechenden Termin.
Die fünf Frauen freuen sich auf ihre künftige Tätigkeit: „Wir möchten die jungen Familien unterstützen. Mit einem Baby ist alles neu und viele wissen nicht, wo sie Hilfe und Beratung oder auch nur Kontakt finden können. Gerade Zugezogene kennen auch die örtlichen Strukturen nicht und freuen sich schon, wenn sie hören, wann und wo sich die Krabbelgruppe trifft.“ Dass es die Familienbesuche nun endlich auch in Mudau gibt, geht auf die hartnäckige Initiative der FUB-Fraktion im Gemeinderat zurück. Gemeinderätin Antonia Schölch hält diese Art der „Frühen Hilfe“ jedenfalls für sehr wichtig: „Heutige Familien haben oft nicht mehr die Unterstützung der Eltern oder einer Großfamilie im Hintergrund. Zu wissen, dass sie nicht allein sind und wo bzw. wie sie sich Hilfe holen können, gibt Sicherheit und kann verhindern, dass kleine Probleme zu großen Problemen werden.“
Autor:Nadja Scholl aus Buchen |
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