Ringsport
Ringerbund begeistert von der Untermainhalle Elsenfeld

Tolle Stimmung herrschte in der Elsenfelder Untermainhalle bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Ringen.  | Foto: Winfried Zang
  • Tolle Stimmung herrschte in der Elsenfelder Untermainhalle bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Ringen.
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Die Untermainhalle des Landkreises Miltenberg in Elsenfeld und der Deutsche Ringerbund (DRB) – das scheint zu passen: Bei der zweiten Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in der Halle waren die Verantwortlichen des Ringerbundes sehr zufrieden. Die Zuschauerzahlen stimmten, die Wettkämpfe fanden auf hohem Niveau statt und der Ablauf an den drei Wettkampftagen lief wie am Schnürchen. In 30 Gewichtsklassen wurde in den Stilarten Freistil und Griechisch-römisch gekämpft, ehe die Meisterschaften am Sonntag zu Ende gingen.

Die Helferinnen und Helfer hatten bereits am Mittwoch, 18. Juni, mit den Aufbauarbeiten begonnen. Gummibodenrollen wurden aufgebracht, die Matten wurden sowohl in der Wettkampfhalle wie auch in der Aufwärmhalle verlegt, die LED-Banden angeschlossen und verkabelt. Auch am Feiertag Christi Himmelfahrt wurde gearbeitet: Restarbeiten wurden erledigt, die Arena wurde ausgeschildert, Licht und Sound wurden getestet, auch die Nebenräume für die Presse, die Verpflegung, das Wettkampfbüro und das Foyer wurden für den Start am Freitagabend vorbereitet. Vor allem am Samstag war die Stimmung in der Halle bei den Finalkämpfen im Freistil grandios: Freundinnen und Freunde des Ringersports füllten die Untermainhalle und so konnte ein Großteil der 1450 Sitz- und 400 Stehplätze gut gefüllt werden. Laute Anfeuerungsrufe für die Athletinnen und Athleten auf den vier Matten zeigten, dass die Teams jede Menge Fans mitgebracht hatten – auch zu sehen an den Autokennzeichen rund um die Untermainhalle.

DRB-Generalsekretär Jens Gündling zeigte sich schon im vergangenen Jahr sehr angetan von der Untermainhalle als Austragungsort und auch in diesem Jahr: „Die Halle ist mittlerweile nicht nur eine Handballarena, sondern auch eine Ringerarena“. Nach den Mannschaftsmeisterschaften in der Bundesliga habe man schon einen Eindruck davon bekommen, wie Ringen in dieser Halle funktioniert, sagte er. Die Halle sei kompakt, sie sei perfekt für die angestrebte Zuschauerzahl, vier Matten passten perfekt hinein – also sei sie „der perfekte Standort“. Im Vergleich zum letzten Jahr habe man einiges nachjustiert, so Gündling. Er verwies auf das spiegelverkehrte Legen der Matten, das Herausziehen der Zusatztribüne, die Optimierung der Laufwege – all das habe zu einem ruhigeren Bild im Innenraum geführt. Wichtig für den Ringerbund sei zudem, dass die Halle bezahlbar ist – und das passe hier in Elsenfeld. Große Arenen wie etwa in Mannheim oder Heidelberg wären eine Nummer zu groß, sagte der Generalsekretär, Elsenfeld dagegen passe mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut in die Vorstellungen des DRB. Wenn es nach ihm gehe, so Gündling, würde man auch im nächsten Jahr wieder sehr gerne nach Elsenfeld kommen.

Dass der Ringerbund auf die Untermainhalle als Austragungsort gekommen war, begründete DRB-Präsident Jens Nettekoven mit dem Mannschaftsfinale im Ringen zwischen dem SC Kleinostheim und dem SV Wacker Burghausen, als er von der Elsenfelder Halle und der Atmosphäre begeistert war. Für den Präsidenten ist der Austragungsort eine Win-Win-Situation für beide Seiten, denn „es bleibt ja auch vieles hier“ angesichts von 330 Starterinnen und Startern, über 100 Trainerinnen und Trainern sowie Betreuerinnen und Betreuern und dem Publikum. Mit dem Zuschauerzuspruch zeigte sich Nettekoven sehr zufrieden, war man anfangs doch etwas skeptisch angesichts möglicher Zuschauereinbußen durch die bayerischen Pfingstferien. Nun aber, freute er sich, seien viele Fans gekommen und die Meisterschaften „ein richtiges Familienfest“ geworden. Dass die Bedingungen in der Halle so gut sind, sei zum großen Teil dem tollen Hausmeisterteam des Landkreises zu verdanken, das äußerst hilfsbereit sei, vieles ermögliche und die Halle zu einem tollen Ort für Sport mache. „Hier kommen wir gerne hin, hier fühlen wir uns zuhause“, so Nettekoven.

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