Kommunale Wärmeplanung in Gemeinden
Elztal macht sich zusammen mit der EAN auf den Weg
- Zum Start der Kommunalen Wärmeplanung traf man sich vor Ort im Rathaus Elztal: (von links) Evelyn Hilbert (EAN), Melanie Meyer (UEA), Energiemanagerin Susanne Keim, Bürgermeister Marco Eckl, Bauamtsleiter Christoph Tanecker, Uwe Ristl (EAN), Karsten Thiel (UEA).
Foto: Gemeinde Elztal - hochgeladen von Martin Hahn, AWN Buchen
mh. Elztal. Städte und Gemeinden sollen, so die aktuelle Gesetzeslage, bis 2045 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Kommunen eine Kommunale Wärmeplanung (KWP) erstellen. Mit Hilfe dieses Fahrplans sollen die Gemeinden nach einer umfassenden Bestands- und Potenzialanalyse Maßnahmen festlegen, wie der zukünftige Wärmebedarf mit erneuerbaren Energien klimaneutral erreicht werden kann. Dieses „große Gemeinschaftswerk“ betrifft natürlich nicht nur die Gemeindeverwaltung, sondern auch die Gebäudeeigentümer.
Jede Gemeinde will hier die richtigen und zukunftssicheren Entscheidungen treffen – ohne Expertise „von außen“ dürfte dies vermutlich nur schwer umsetzbar sein. Die kreiseigene Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (EAN) unter Leitung von Dipl.-Ing. Uwe Ristl hat schon einige Gemeinden im Landkreis, unter anderem Neunkirchen und Limbach, bei ähnlichen Vorhaben betreut. Bewährter Projektpartner bei diesen Planungen war die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA), die bisher über 30 solcher Quartiersanalysen und Wärmeplanungen fachlich begleitet hat.
Die Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (EAN) unterstützt
Im Neckar-Odenwald-Kreis hat sich bisher rund die Hälfte der 27 Gemeinden auf den Weg gemacht; Gemeinden unter 100.000 Einwohnern müssen ihr Konzept der KWP bis zum 30.06.2028 beim zuständigen Regierungspräsidium abliefern. Die Gemeinde Elztal will diesen Weg zusammen mit der EAN gehen – der entsprechende Gemeinderatsbeschluss wurde Ende Februar gefasst, kürzlich fand im Rathaus die Auftaktveranstaltung statt. Bürgermeister Marco Eckl, unterstützt von seiner Energiemanagerin Susanne Keim und Bauamtsleiter Christoph Tanecker, freute sich über den Besuch der EAN mit Uwe Ristl und Evelyn Hilbert sowie den Vertretern der UEA Melanie Mayer und Karsten Thiel.
Analysen und Maßnahmenkatalog
Melanie Mayer und Evelyn Hilbert erläuterten die Eckdaten und das grundsätzliche Vorgehen innerhalb der Wärmplanung, dessen Inhalte im Wärmeplanungsgesetz des Bundes vorgegeben sind. Die vier Projektphasen beginnen mit einer Bestands- und Potenzialanalyse und enden mit einem Maßnahmenkatalog und einer möglichen Umsetzungsstrategie. Es wurde zudem das Arbeitsteam festgelegt, ein Zeitplan aufgestellt und die nächsten Schritte eingeleitet. Ziel ist es, Umsetzungsmöglichkeiten zu finden, die einen realen Mehrwert für die Gemeinde haben.
Bürgermeister Eckl betonte, dass man nun froh sei, sich auf den Weg gemacht zu haben, um Möglichkeiten für die Gemeinde zu erarbeiten, an die noch nicht gedacht worden seien. Ristl bedankt sich für das Vertrauen und bekräftigt, dass es richtig sei, jetzt mit der KWP zu beginnen, trotz des Eckpunktepapiers der Bundesregierung zum Gebäudemodernisierungsgesetzes, welches in den Kommunen für Verunsicherung gesorgt habe.
Die KWP wird nicht durch ein Förderprogramm, sondern über Konnexitätszahlungen finanziert, die jede Gemeinde für diesen Zweck erhält. Resultat der KWP soll eine Karte sein, in der mögliche Eignungsgebiete für eine Nahwärmeversorgung ersichtlich werden und aus der man eventuelle weitere Maßnahmen entwickeln kann. Diese Folgeuntersuchungen wären ihrerseits durch Förderprogramme anteilig finanzierbar.
Alle Beteiligten freuen sich auf die Zusammenarbeit.
Autor:Martin Hahn, AWN Buchen aus Buchen |
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