Treuer Franziskaner seit 60 Jahre dem Orden treu
Bruder Antonius feierte diamantenes Ordensjubiläum

Ordensjubilar Bruder Antonius beim Dankgottesdienst, links  Guardian Pater Werner, rechts: Pater Richard
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  • Ordensjubilar Bruder Antonius beim Dankgottesdienst, links Guardian Pater Werner, rechts: Pater Richard
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Großheubach/Engelberg. Das hatten sich die Patres und der Ordensjubilar Bruder Antonius anders vorgestellt. Am vergangenen Sonntag wollte der Engelberger Konvent das diamantene Ordensjubiläum von Bruder Antonius festlich begehen, mit Trompeten- und Orgelspiel, alles war von Pater Werner, den Guardian des Klosters, bestens vorbereitet. Doch Covit 19 machte einen dicken Strich durch die ganze Planung. Anstatt mit vielen Gottesdienstbesuchern, mussten die Franziskaner allein feiern, die Kirchenbänke leer, keine Trompete und keine Orgel, trostlos, ja fast gespenstisch wirkte alles.“ Ich habe in meinem ganzen Priester- und Ordensleben so etwas noch nicht erlebt“, sagt Pater Richard. „Wir haben uns schon alle so darauf gefreut und dann das!“

Doch Bruder Antonius, sein weltlicher Name lautet Adolf Grafe, hat das mit Fassung getragen. Dafür ist er zu sehr Ordensmann, um sich von diesen Äußerlichkeiten wirklich beeinflussen zu lassen. Er wird auch weiterhin in der kleinen Hauskapelle täglich die Bibel lesen und beten und dem Franziskanerorden auch weiterhin die Treue halten. Die Treue, die er als Novize vor 60 Jahren seinem damaligen Oberen versprochen hat. Die Einhaltung der franziskanischen Regeln ist auch weiterhin für ihn selbstverständlich.

Der Lebensweg des heute 87jährigen Ordensmannes ist gekennzeichnet mit dem Erlernen eines kaufmännischen Berufes, mit viel Arbeit und mit dem Sinnsuchen des Lebens. Erst mit 27 Jahren entschloss Adolf Grafe, in den Franziskanerorden einzutreten. 1967 legte er seine feierliche Profess im Kloster Werl ab. Vlodrop in Holland, Dorsten, Osnabrück und Paderborn waren Stationen seines „franziskanischen Lebens“, ehe er 2017 auf den Engelberg geschickt wurde. Heute wirkt er als Messner in der Klosterkirche und versieht noch manche Hausdienste.

Sicher hat Bruder Antonius im Stillen viele Glück- und Segenswünsche von den vielen Freunden des Engelberger Klosters erhalten. Sie alle wünschen dem Jubilar auch weiterhin Gesundheit und Wohlergehen, dass er den Engelberger Franziskanern noch recht lange erhalten bleibt.

Bernhard Setzer

Autor:

Bernhard Setzer aus Breitendiel

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