WSG Kleinheubach gut aufgestellt in neue Wahlperiode

Vorsitzende Juanita Schwaab ehrte Rainer Rexroth (links) für 60-jährige Mitgliedschaft und Thomas Gebauer für 25-jährige Mitgliedschaft.  Marga Eisenbrand (50 Jahre) und Tanja Grimm (25 Jahre) konnten die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen.
  • Vorsitzende Juanita Schwaab ehrte Rainer Rexroth (links) für 60-jährige Mitgliedschaft und Thomas Gebauer für 25-jährige Mitgliedschaft. Marga Eisenbrand (50 Jahre) und Tanja Grimm (25 Jahre) konnten die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen.
  • hochgeladen von Uschi Zimmermann
Wo: WSG, In den Engern, 63924 Kleinheubach auf Karte anzeigen

Kleinheubach. Wie immer ausgezeichnet vorbereitet war die Jahreshauptversammlung der Wasser-Sport-Gemeinschaft Kleinheubach (WSG). Bei den Neuwahlen hatten sich bereits im Vorfeld Kandidaten gefunden, die alle (fast) einstimmig gewählt wurden. Der Kassenstand ist trotz der hohen Renovierungskosten ausgeglichen, und so wurde der Vorstand auch von allen der gut 40 anwesenden Mitglieder entlastet. Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung.

„Die Satzung der WSG stellt mit ihrem Wahl-Paragraphen sicher, dass immer ein Vorstandsmitglied mit Erfahrung die Geschicke des Vereins lenken kann“, erklärte die Vorsitzende Juanita Schwaab. Deshalb wird der/die 1. Vorsitzende stets in einem anderen Jahr gewählt, als der restliche Vorstand. Nachdem der 2. Vorsitzende, die Wanderwarte, teilweise Beisitzer, der Junior-Beisitzer und die Jugendleiter nicht mehr für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung standen, hat sich der Vorstand insgesamt auch verjüngt.
Er setzt sich jetzt zusammen wie folgt: 2. Vorsitzender Marvin Tetz, Kassier Hanni Effenberger, Protokollführer Helmut Heeger, Pressewart Uschi Zimmermann, Haus- und Gerätewart Volker Schwaab, 2. Haus- und Gerätewart Günther Schwaab, Rennsportwart Kai Wirl, 2. Rennsportwart Katja Wirl, Wanderwart Frank Wirl, 2. Wanderwart Michael Pfeifer, Beisitzer Ingo Törl, Manfred Franke, Michael Fertig, Junior-Beisitzer Oliver Franke, Kassenprüfer Andreas Sehn und Herbert Leonhäuser. Alle wurden so gut wie einstimmig gewählt. So gut wie: Einige der neuen Amtsinhaber enthielten sich vornehm ihrer Stimme. Und das erste protestierende Nein eines indirekt von der Neuwahl betroffenen Ehepartners machte bei wiederum sehr engen Familienmitgliedern anderer Vorschläge Schule: „Wir haben Demokratie!“ So werden nun einige Funktionsträger trotz einer (nicht ganz ernst gemeinten) Gegenstimme nur „fast“ einstimmig ihre Vorstandsaufgaben wahrnehmen.
Die beiden neuen Jugendleiter Jessica Schwaab und Robin Gockert waren bereits im Dezember bei der Jugendversammlung gewählt worden und wurden nun in ihren Ämtern bestätigt.

Zu Kampfrichtern ausgebildet

Die WSG ist ein äußerst aktiver Verein, wie der Jahresbericht der 1. Vorsitzenden Juanita Schwaab zeigte. Vereinsmitglieder beteiligten sich u. a. am Neujahrsempfang der Marktgemeinde Kleinheubach (dabei wurden wie alljährlich auch erfolgreiche Sportler/innen der WSG geehrt), an der Sitzung des Vereinsrings, am Bayerischen Kanutag in Regensburg, am Seniorennachmittag der Gemeinde, am Volkstrauertag, an der Sportwartetagung des Bayerischen Kanu-Verbandes und am Tag des Sports mit Sportlerehrung (auch von Athleten der WSG) in Elsenfeld.
Die Regatta vor dem Bootshaus brachte ein zufriedenstellendes Ergebnis, obwohl trotz höherer Teilnehmerzahlen weniger Geld in der Kasse blieb. Die Einnahmen wurden in diesem Jahr durch Ausgaben, wie Medaillen, Funkerzeugnis und Bootsführerschein, gedrückt. Juanita Schwaab bedankte sich ausdrücklich bei den zahlreichen Helfern an der Regatta für ihren mehrtägigen Einsatz.
Von der WSG ausgerichtet und organisiert wurden 2015 eine Delegiertenversammlung der Deutschen Kanujugend sowie der Bezirkskanutag, bei dem Juanita Schwaab und Manfred Wolf Ehrungen des Bayerischen Kanu-Verbandes erhalten. Das Jahr schloss mit einer Nikolausfeier am Lagerfeuer ab.
Am Kampfrichter-Lehrgang in Gemünden nahmen sieben Mitglieder der WSG teil. Dank bestandener Prüfung wirken sie künftig dem allgemeinen Kampfrichtermangel bei Regatten entgegen.
Das ganze Jahr über fanden diverse Arbeitseinsätze (im Frühjahr, Bootssteg rein- und rausnehmen, Regattaauf- und -abbau und für Renovierungsmaßnahmen) statt. Viel unterwegs war die Vorsitzende zu Gratulationen bei elf runden bzw. halbrunden Geburtstagen.
Auch 2016 kommen wieder etliche Aufgaben auf den Verein zu: Neben den sich jährlich wiederholenden Terminen findet am 8./9. April im Bootshaus ein Workshop zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ des Bayerischen, Hessischen und Baden-Württembergischen Kanu-Verbandes statt und am 25./26. Juni richtet die WSG ihre 61. Regatta (im 63. Jahr ihres Bestehens!) aus. Auch an den Ferienspielen will sich der Verein wieder mit einer Aktion beteiligen.

Aktive Abteilungen

14 Regatten wurden im vergangenen Jahr von Sportlern der WSG Kleinheubach besucht – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Mit den Medaillen (1 x Gold, 4 x Silber) bei den Deutschen Meisterschaften wurde es das erfolgreichste Jahr in der Kleinheubacher Vereinsgeschichte. Hinzu kamen drei Titel, fünf Vizemeisterschaften sowie ein dritter Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften und 14 erste, 21 zweite sowie elf dritte Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften. „Es ist ein tolles Gefühl, auf Regatten mit allen zusammenzusitzen“, Rennsportwart Kai Wirl freute sich nicht nur über die Erfolge, sondern auch über die gesellschaftliche Seite. Das gemeinsame Erleben schweißt zusammen. Gemeinsam ist man stark!
Ursula und Katja Wirl, die Ende letzten Jahres das Steuer an die neue Jugendleitung übergaben, berichteten über die Unternehmungen abseits von Training und Regattabesuchen: Schwimmbadbesuche im Miramar und in Obertshausen, Teilnahme am Engelberglauf mit einigen Siegen und vielen Platzierungen im vorderen Bereich, Bouldern in Frankfurt. Mit „Spiel und Spaß um und auf dem Wasser“ hatte die WSG im Rahmen der Ferienspiele einen Spielenachmittag am Bootshaus organisiert. Eine ganze Reihe Stationen waren zu bewältigen, die Gruppe „Bademeister“ trug den Sieg davon.

Renovierung schlug zu Buche

„Es wurde viel gewandert, gecampt, geschlemmt … und ein bisschen gepaddelt“, so begann der Bericht der Wanderwarte Ingo Törl und Thomas Hennig. Neben dem Wochenende „Wein & Wandern“, dem inzwischen schon traditionellen Camperwochenende am Bootshaus, einem Kegelabend, einer Advents- und einer Weihnachtswanderung mit 42 Teilnehmern bildete die Silvesterfeier im Bootshaus (61 Teilnehmer) den gelungenen Jahresabschluss.
„Eine solide Situation“, so beschrieb Kassenprüfer Herbert Leonhäuser die Finanzen der WSG. Die Kassenprüfer zollten Kassiererin Hanni Effenberger Respekt und ein ganz großes Lob für die übersichtliche Buchführung: „Wie jedes Jahr: Alles richtig!“
Zu den Einnahmen zählten wiederum Spenden, u. a. zum Bootskauf, Zuschüsse für Jugend- und Schulsport sowie Übernachtungen auf dem vereinseigenen Zeltplatz. Auf der Ausgabenseite schlugen u. a. Startgebühren bei Regatten, Bootskauf, Unterhaltskosten für den Vereinsbus (viele Regatten = viele gefahrene Kilometer), Beiträge für die Dachverbände und insbesondere Instandhaltung und Renovierung des Vereinsheims zu Buche.
Rund 65.000 Euro und 700 ehrenamtliche Arbeitsstunden steckte die WSG in die Renovierung von Küche und Versammlungsraum. Vom Boden bis zur Decke ist nun alles runderneuert. Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen und die Räume mit einer neuen Inneneinrichtung und modernen Beleuchtung bestückt. Die alten Tische und Stühle waren vor Jahrzehnten nach dessen Auflösung aus dem Kleinheubacher Kino übernommen und hatten stets gute Dienste geleistet. Doch inzwischen waren sie ebenso wie Theke und Schränke in die Jahre gekommen und wurden im Zuge der Maßnahmen ausgetauscht.

Engagierte Mitglieder geehrt

Als letzter Punkt stand die Ehrung langjähriger Mitglieder auf der Tagesordnung. Die WSG wurde 1953, also vor 62 Jahren gegründet. Rainer Rexroth feierte 2015 seinen 70. Geburtstag und das 65. Jubiläum seiner Mitgliedschaft, wofür Juanita Schwaab das bis heute engagierte Mitglied jetzt auszeichnete. Wie für fast alle WSGler stand bei Rexroth in jungen Jahren der Rennsport im Mittelpunkt: 1959 belegte er bei der Bayerischen Jugendbesten-Ermittlung gemeinsam mit Bernd Puls den 1. Platz im K2 über 500 m und den 2. Platz im Einerkajak der Schüler. 1960 fuhr er erfolgreich (5. Platz) bei den Deutschen Meisterschaften im Vereinsvierer. In späteren Jahren gehörte seine Liebe dann dem Wildwasser- und Wandersport. Von 1970 bis 72 fungierte er als Schriftführer und von 1975 bis 76 als Kassier der WSG. Auch als Beisitzer half er viele Jahre in der Ausschussarbeit mit. Außerdem war und ist er bis heute bei jeder Regatta für die Lautsprecheranlage zuständig.
Aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend war Marga Eisenbrand, die stets hinter ihrem Ehemann bei dessen Tätigkeiten für die WSG stand. Juanita Schwaab ehrte die Wanderfahrerin für 50-jährige Vereinstreue, ebenso Tanja Grimm für 25-jährige Mitgliedschaft.
Seit 25 Jahren ist auch Thomas Reith Mitglied bei der WSG Kleinheubach. Ehrgeizig, zielstrebig und außerordentlich erfolgreich brachte er im Kanurennsport Bronzemedaillen und zahlreiche vordere Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften mit nach Hause. Seine Fähigkeit zur Ausdauer zahlte sich aber insbesondere im Kanumarathon aus, in dem er für die deutsche Nationalmannschaft Erfolge beim Marathon-Weltcup in Ungarn und bei der Weltmeisterschaft in Schweden einfuhr.

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