Gelebte Kreispartnerschaft: Landrat empfing ungarische Delegation zu dreitägigem Aufenthalt im Landkreis – Antrittsbesuch des neuen Präsidenten der Generalversammlung des Komitat Vas

Eine Delegation aus dem ungarischen Komitat Vas mit dem Präsidenten Lászlo Majthényi (3. v. l.) empfing Landrat Dr. Achim Brötel in den Tagen nach Ostern. Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch im Römermuseum Osterburken mit der Sonderausstellung des Landkreises „St. Martin … war ein guter Mann“.
  • Eine Delegation aus dem ungarischen Komitat Vas mit dem Präsidenten Lászlo Majthényi (3. v. l.) empfing Landrat Dr. Achim Brötel in den Tagen nach Ostern. Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch im Römermuseum Osterburken mit der Sonderausstellung des Landkreises „St. Martin … war ein guter Mann“.
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Neckar-Odenwald-Kreis. Gäste aus dem ungarischen Komitat Vas empfing Landrat Dr. Achim Brötel in den Tagen nach Ostern. Dabei stattete der im Herbst 2014 neu gewählte Präsident der Generalversammlung Lászlo Majthényi dem Landrat seinen Antrittsbesuch ab. Mit dem Komitat Vas pflegt der Neckar-Odenwald-Kreis seit 1997 eine sehr lebendige Kreispartnerschaft.

Majthényi reiste in Begleitung seines Vizepräsidenten Dr. Bálint Kondora, dem Leiter des Amtes der Selbstverwaltung Dr. Péter Balászy, der Referentin für internationale Angelegenheiten, Judit Bánovits sowie Gábor Nagy, Abgeordneter der Generalversammlung, in den Neckar-Odenwald-Kreis. Um den Gästen einen guten Eindruck des Kreises zu geben, hatte Landrat Dr. Brötel für die Gruppe ein attraktives, umfassendes Programm zusammengestellt. Unter anderem besichtigten sie im Beisein von Bürgermeister Jürgen Galm das Römermuseum Osterburken mit der Sonderausstellung des Landkreises „St. Martin … war ein guter Mann“. Präsident Majthényi zeigte sich sehr erfreut, da St. Martin vor 1.700 Jahren in der heutigen Komitatshauptstadt Szomathely geboren worden war. Die Idee für das Ausstellungsprojekt war auch im Rahmen eines Partnerschaftstreffens entstanden. Durch die Ausstellung führt die Gäste der für die Schau inhaltlich zuständige Museumsleiter Dr. Jörg Scheuerbrandt.

Über unterschiedliche Krankenhausstrukturen diskutierte die Delegation dann mit dem Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken Norbert Mischer, dem Ärztlichen Leiter PD Dr. Harald Genzwürker sowie Pflegedienstleiter Kurt Böhrer im Rahmen der Besichtigung des Klinikstandortes in Mosbach. Zwar habe das Komitat Vas, das drei Mal so groß ist wie der Neckar-Odenwald-Kreis, vier Kliniken. Es gebe allerdings nur eine einzige Klinik, die eine Akutversorgung biete. Die Wege dorthin seien im Komitat entsprechend weit, so die ungarischen Vertreter. Landrat Dr. Brötel betonte die große Bedeutung der Neckar-Odenwald-Kliniken für die gesundheitliche Versorgung im Landkreis. Da die Krankenhäuser im Ländlichen Raum aber auch weiterhin nicht auskömmlich finanziert seien, müsse der Landkreis in die Presche springen.

Ebenso auf dem Programm stand ein Stadtrundgang in Mosbach, bei dem es sich Oberbürgermeister Michael Jann nicht nehmen ließ, die Gäste persönlich im historischen Rathaussaal willkommen zu heißen. Höhepunkt des Besuchs war sicherlich der Begegnungsabend mit der Landmannschaft der Donauschwaben im Haus der Donauschwaben in Mosbach, zu dem auch die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages sowie die Mitglieder des Ausschusses für Schul-, Kultur- und Partnerschaft geladen waren. Landrat Dr. Brötel bedankte sich beim Vorsitzenden der Landsmannschaft Anton Kindtner für die große Gastfreundschaft. An alle Anwesenden gerichtet lobte Dr. Brötel die Kreispartnerschaft: „Wenn wir von einem europäischen Haus sprechen, so kann dies nur bestehen, wenn es darin ganz viel Leben gibt.“ In den fast 20 Jahren sei es immer gelungen, dass sich Gruppen beider Länder mindestens einmal im Jahr getroffen haben.

Präsident Majthényi unterstrich Dr. Brötels Worte. Er fühle sich im Neckar-Odenwald-Kreis wie zu Hause und freue sich bereits auf den Spätsommer, wenn eine deutsche Delegation nach Ungarn kommen werde. Inhaltlich wird es dann darum gehen, das Komitat bei der Antragstellung für die Ausweisung eines Geo-Naturparkes zu unterstützen. Dazu werden auch Mitarbeiter des Geo-Naturparkes Bergstraße-Odenwald in das Komitat reisen.

Auch touristisch möchte man weitere Schritte unternehmen. Deshalb war zum Begegnungsabend Roland Grimm von der Firma Grimm-Reisen GmbH und Hartmut Gerlach von der Firma PA-Touristik GmbH aus Mudau eingeladen. Diese bieten zahlreiche Gesundheits- und Wellnessreisen entlang der westungarischen Bäderstraße an. Die Begegnung nutzten die Gäste, um eine Vertiefung der künftigen Zusammenarbeit zu besprechen.

Im Rahmen des weiteren Ablaufs stattete die Reisegruppe zusammen mit Bürgermeister Hans-Peter von Thenen dem Golfclub Kaiserhöhe in Ravenstein-Merchingen einen Besuch ab, wo Geschäftsführer Martin Arzberger die Delegation willkommen hieß. Besonderen Eindruck auf die ungarischen Gäste machte dabei die Kutschfahrt zum Golfplatz und zurück mit Ortsvorsteher Sven Seemann (Hüngheim). Weitere Programmpunkte waren eine Führung durch den Wildpark und die alla hopp!-Anlage in Schwarzach mit Bürgermeister Mathias Haas sowie zusammen mit Bürgermeister Markus Haas und Hans Zollmann ein Besuch der Stutenmilchfarm in Waldbrunn-Mülben. Mit einer Vielzahl positiver Eindrücke und neu geknüpften Kontakten verabschiedete der Landrat die Delegation schließlich am Ende des dreitägigen Besuches.

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