Bildhauer Andreas Blank beim Skulpturenradweg
Kunst & Bewegung

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Osterburken: International ausgezeichneter Bildhauer Andreas Blank begeistert Besucher beim Skulpturenradweg 20 Jahre Skulpturenradweg: Künstlerbegegnungen, Radtouren und Mitmachangebote machen Kunst beim Kiliani-Sommer in Osterburken lebendig
Osterburken. Einen Künstler von internationalem Format hautnah erleben – diese besondere Gelegenheit bot sich den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern beim Jubiläum „20 Jahre Skulpturenradweg“ im Rahmen des Kiliani-Sommers in Osterburken. Im Mittelpunkt des Nachmittags stand der Berliner Bildhauer Andreas Blank, der direkt an seiner Skulptur „ohne Titel - Bank“ in der Region bekannt als „Bank mit Koffer“ im Wiesental arbeitete und sich viel Zeit für Gespräche mit den Gästen nahm.
Blank zählt zu den renommiertesten zeitgenössischen Bildhauern Deutschlands. Erst 2025 wurde er mit dem ersten Preis des Ansbacher Kunstpreises ausgezeichnet, nachdem er bereits 2024 den Wilhelm-Loth-Skulpturenpreis der art KARLSRUHE erhalten hatte. Seine Werke werden weltweit ausgestellt – unter anderem in Berlin, London, Paris, New York, Mailand und Seoul – und sind Bestandteil bedeutender öffentlicher Sammlungen. Umso außergewöhnlicher war es, den Künstler unmittelbar an seinem Werk in Osterburken erleben zu können.
Gemeinsam mit dem Leiter des städtischen Bauhofs Osterburken, Kevin Beikirch, arbeitete Andreas Blank an seiner Skulptur. Die Besucherinnen und Besucher konnten den beiden über die Schulter schauen und aus erster Hand erfahren, wie handwerkliche Präzision und künstlerische Idee zusammenfinden. Die persönliche Begegnung mit dem Künstler machte den Skulpturenradweg an diesem Tag zu einem Ort des Austauschs und der Inspiration.
Entsprechend groß war die Freude bei den Verantwortlichen des Skulpturenradwegs. Der Vorsitzende des Zweckverbands Regionaler Industriepark Osterburken (RIO), Jürgen Galm, unterstrich die Bedeutung des Projekts: „Eine Entscheidung von vor über 20 Jahren trägt heute weit über die Region hinaus Früchte. Der Skulpturenradweg verbindet Kunst, Natur und Menschen und ist zu einem Aushängeschild für unsere Region geworden.“
Auch Projektinitiator Ekkehard Brand zeigte sich beeindruckt: „Wir sind froh und stolz, dass heute ein so erfolgreicher Künstler mit zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt und bedeutenden Auszeichnungen bei uns hier vor Ort in Osterburken ist. Das zeigt, welche Strahlkraft der Skulpturenradweg inzwischen entwickelt hat.“
Bereits am frühen Nachmittag startete die rund 30 Kilometer lange Jubiläums-Radtour entlang ausgewählter Stationen des Skulpturenradwegs. Mit Fachkenntnis und viel Engagement führte Alexander Marek die Gruppe durch das Bauland und vermittelte spannende Einblicke in die Geschichte der Kunstwerke.
Auch Besucherinnen und Besucher, die nicht selbst mit dem Fahrrad unterwegs sein konnten, kamen auf ihre Kosten. Wolfgang und Birgit Glasl boten Rikschafahrten zur Skulptur „Bank mit Koffer“ an und ermöglichten so den Gästen die persönliche Begegnung mit Andreas Blank.
Am Informationsstand des Skulpturenradwegs konnten sich Interessierte bei Marlies Ebel-Walz mit großer Sachkenntnis interessante Hintergründe zur Entstehung der Kunstwerke, zur Geschichte des Skulpturenradwegs und zur Kulturlandschaft der Region, über die mittlerweile 20-jährige Erfolgsgeschichte des Projekts informieren. Das Kunstquiz sowie Gespräche über die Zukunft des Skulpturenradwegs sorgten für viele interessante Begegnungen und einen regen Austausch.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Programms war die Beteiligung der Deutschen Verkehrswacht Neckar-Odenwald, die mit praktischen Tipps zum sicheren Radfahren sowie zum Umgang mit E-Bikes und Pedelecs wertvolle Hinweise für alle Radfahrerinnen und Radfahrer gab.
Das Jubiläum machte eindrucksvoll deutlich, was den Skulpturenradweg seit zwei Jahrzehnten auszeichnet: Er verbindet Kunst, Natur, Bewegung und Begegnung auf einzigartige Weise. Mit dem Besuch von Andreas Blank erhielt dieses Jubiläum einen besonderen Glanz und zeigte, dass der Skulpturenradweg längst weit über die Region hinaus Beachtung findet.

Autor:

M. Ebel-Walz aus Ravenstein

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