Röllbacher Chöre
Röllbach in vorweihnachtlicher Stimmung
- Der Gemischte Chor beim vorweihnachtlichen Konzert in der stimmungsvoll illuminierten Pfarrkirche.
- Foto: Eberhard Platz
- hochgeladen von Manfred Hofmann
Die Dunkelheit hatte sich an diesem zweiten Adventsonntag bereits eingestellt, als beim Betreten der Kirche eine erwartungsvolle Stimmung entstand. Eine dezente farbliche Ausleuchtung des vollbesetzten Innenraums bereitete die Gäste auch visuell auf ein besonderes Ereignis vor.
Die „Röllbacher Chöre“ hatten zum Konzert „Machet die Tore weit – für den Frieden in der Welt“ eingeladen. Die erfahrene Dirigentin, Juliane Platz, hat dazu ein anregendes Programm zusammengestellt.
Den sängerischen Part mit insgesamt zehn Liedern unterschiedlichster Stilrichtungen begann der Gemischte Chor mit dem choralbetonten „Ubi Caritas“, von Thomas Schmitt am Klavier gefühlvoll begleitet. Aus dem Psalm 24 ist das machtvolle "Machet die Tore weit" hergeleitet, dem Thema des heutigen Konzertes. Mit der Begleitung des Streichquartetts „Sforzato“ bildeten die 42 Sängerinnen und Sänger eine großartige Klangfülle und verwandelten das Kirchenschiff in einen festlichen Konzertsaal. „Trotzdem ist Weihnachten …“ lautete ein weiteres Lied, in dem einige Textpassagen unsere Zeit spiegeln: „Vom Frieden auf Erden noch ganz weit entfernt, aus Selbstschutz das Mitgefühl schon fast verlernt … Wo führt das hin?“ und weiter „… seh‘n die Menschen doch Lichter, und wieder ist Weihnachten und das tut unheimlich gut.“
Weitere Glanzpunkte im Konzert setzte das Streichquartett „Sforzato“ in der Besetzung Sandra Platz, Luisa Klein, Jessica Polataitchouk und Jennifer Wright, die mit ihren wohlklingenden Weisen für eine angenehme Abwechslung sorgten. Schon das erste Stück von Johann Sebastian Bach, „Jesus bleibt meine Freude“ erzeugte Gänsehaut und auch der „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck und „O holy night“ ließen eine hohe Qualität der Instrumentalisten erkennen - ein wahrer Hörgenuss.
Im Vortrag des Männerchores gefiel besonders das legendäre Stück „Weihnachtsglocken“, in dem die Passage „Stille Nacht, Heilige Nacht“ schon die Vorfreude auf das bevorstehende Fest aufkommen lässt.
Nie langweilig wurde es in diesem Konzert. So sorgte das Blechbläserquintett des Musikvereins Röllbach für weitere klangliche Farbigkeit. Unter anderem wurden das Menuett aus dem Liederbüchlein der Anna-Magdalena Bach, das gefühlvolle „Morgenrot“ und das „Is scho still uman See“ dargeboten. Rudhard Buhleier, Edwin und Robert Ackermann, Rudi Schreck und Georg Wolf entlockten ihren Instrumenten warme, harmonische Töne für einen feinen Ohrenschmaus. Auch diese Beiträge lebten von der akzentuierten Beleuchtung durch Sebastian Kramer am Regiepult.
Durch einen sehr schönen Chorklang und mit spürbarer Freude am Singen überzeugte der Frauenchor mit „This little Light of mine“, bei dem sich der Swingcharakter des Liedes auf die wippenden Sängerinnen übertrug.
Mit dem vom gemischten Chor vorgetragenen Stück „Traget Frieden in die Welt“ schloss sich das Thema des Konzertes mit der Empfehlung an jeden Einzelnen, sich um Frieden im Kleinen und Großen zu bemühen.
Der abschließende Dank des Vorsitzenden Gerold Buhleier galt allen Mitwirkenden und besonders Monsignore Franz Leipold für die Überlassung des Gotteshauses. Die etwa 300 Besucher legten großzügige Spenden für die Kinderhospizhilfe Miltenberg und die hiesige Helfer-vor-Ort-Gruppe in die Körbchen an den Ausgängen.
Autor:Manfred Hofmann aus Röllbach |
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