Die CSU im Landkreis Miltenberg – eine Erfolgsgeschichte seit 75 Jahren

Der CSU-Kreisverband Miltenberg kann in diesen Tagen auf sein 75-jähriges Bestehen zurückblicken. In dieser langen Zeit prägte die CSU, dank des eindeutigen Votums der Wählerinnen und Wähler, über viele Jahrzehnte hinweg den Landkreis Miltenberg wie keine andere Partei.
Dass dies überhaupt gelingen konnte, hat seine Wurzeln in den Jahren unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Denn damals entstand mit der Christlich Sozialen Union in Bayern eine politische Kraft, die sich zu einer der erfolgreichsten Parteien aller westlichen Demokratien entwickelte. In einer Zeit, in der Deutschland nach den Schrecken der Nazidiktatur und des Zweiten Weltkriegs in Trümmern lag, entschlossen sich christlich orientierte und sozial engagierte Persönlichkeiten zur Bildung einer politischen Partei. Diese Entscheidung war der Startschuss zu einem politischen Neuanfang auf der Basis eines christlich-abendländischen Werteverständnisses. So prägte die CSU in den zurückliegenden 75 Jahren den Weg Bayerns vom Agrarstaat zum modernen Hightech-Land, in dem auch Kultur, Tradition und Brauchtumspflege unterschiedlichster Ausprägungen ihre angestammten und anerkannten Plätze finden.
Grundlage dafür, dass Parteien in der unmittelbaren Nachkriegszeit überhaupt gegründet werden durften, bildete die vom amerikanischen General Dwight D. Eisenhower am 6. August 1945 gewährte Erlaubnis zur Gründung von Parteien in der amerikanischen Besatzungszone. Diese generelle Erlaubnis wurde im Anschluss von den lokalen Militärregierungseinrichtungen durch die Erteilung von Genehmigungen vor Ort umgesetzt. In den Altlandkreisen Obernburg und Miltenberg lagen diese bereits im Dezember 1945 vor. Treibende Kraft bei der Gründung der ersten Ortsverbände in den Städten und Gemeinden der beiden Landkreise waren einzelne herausragende Persönlichkeiten wie Bernhard Boecker und Hugo Karpf in Obernburg bzw. Ludwig Falch und anderen in Miltenberg. Geprägt von den demokratischen Erfahrungen der Weimarer Republik und in der früheren Zentrumspartei sowie den Gräueln der NS-Zeit, trieben sie die Gründung einer auf demokratischem Parlamentarismus basierenden Partei entscheidend und oft mit großem persönlichem Einsatz voran. Anfangs ausschließlich lokal orientiert, schlossen sich die einzelnen CSU-Ortsverbände mit Zustimmung der Militärregierung schon bald zu Kreisverbänden zusammen.
Trotz der anfangs schwierigen Aufbaujahre erreichte die junge CSU schnell überwältigende Siege. Bei den ersten Kreistagswahlen im Altlandkreis Miltenberg im Jahr 1946 erzielten sie über 73% der abgegebenen Stimmen bei 92% Wahlbeteiligung.
Die CSU Miltenberg hat beginnend nach dem Krieg viele politische Weichenstellungen richtig gesetzt und damit die heutige hohe Lebensqualität im Landkreis begründet. Die zielgerichtete Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Krieg, der Bau der Krankenhäuser und weiterführenden Schulen sowie die Verkehrsinfrastruktur mit den Brücken über den Main sind bleibende Verdienste der CSU Miltenberg.
Die stabilen Wahlergebnisse blieben der CSU auch nach dem Zusammenschluss der beiden früheren Altlandkreise Obernburg und Miltenberg zum heutigen Landkreis Miltenberg im Jahr 1972 erhalten. Großen Anteil daran, dass die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises dieses neu geschaffene Gebilde auch akzeptierten, hatten die damaligen CSU-Mandatsträger Landrat Karl Oberle sowie seine Stellvertreter Richard Galmbacher und Hans Reffel, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreisrat und Bezirksrat, Eduard Schmitt, sowie der erste Kreisvorsitzende des neuen Großkreises und Bezirksrat, Dr. Heinrich Engelhardt. Letzterer führte, stets auf Ausgleich bedacht, den vereinigten Kreisverband mit damals etwa 1.300 Mitgliedern. Dazu kam die Junge Union, deren Position durch das Wirken von Dr. Anton Kaiser (Altkreis Obernburg) und Paul Ripperger (Altkreis Miltenberg) zu einer beachtlichen Stärke herangewachsen war.
Heute stellt die CSU mit 20 KreisrätInnen mit Prof. Dr. Armin Bohnhoff an der Spitze nach wie vor die stärkste Fraktion im Kreistag von Miltenberg. Sie stellt außerdem 19 Bürgermeister im Landkreis, die meisten Stadt- und Gemeinderäte und mit Jürgen Reinhard den Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages. Die CSU ist die einzige Partei im Landkreis Miltenberg, die mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel im Bezirkstag, mit Berthold Rüth im Bayerischen Landtag und Alexander Hoffmann im Deutschen Bundestag auf allen überregionalen politischen Ebenen vertreten ist.

Die CSU ist in allen Landkreisgemeinden mit einem eigenen Ortsverband aktiv. Mit fast 1500 Mitgliedern ist die CSU die mitgliederstärkste Partei im Landkreis Miltenberg. Die hervorragende Entwicklung des Landkreises Miltenberg vom ländlich geprägten Landkreis zu einem Industriestandort mit Weltmarktführern wurde unterstützt durch die enge Zusammenarbeit der jeweiligen politischen Mandatsträger in den Kommunen, im Landkreis sowie in Bezirks-, Land- und Bundestag.

Untrennbar verbunden sind die politischen Erfolge der CSU mit zahlreichen Namen und Persönlichkeiten, die sich vor Ort und in den verschiedensten Gremien zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Miltenberg einsetzten.

Im Bayerischen Landtag:
Ludwig Ritter aus Mömlingen gehörte dem Bayerischen Landtag als Abgeordneter von 1980 bis 2003 an und war Vorsitzender des Petitionsausschusses. Sein Nachfolger ist Berthold Rüth. Er ist Mitglied im Fraktionsvorstand der CSU, Vorsitzender des Landessportbeirates, Vorsitzender des Digitalausschusses der Landeszentrale für neue Medien und war Vorsitzender der Enquete-Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“.

Im Deutschen Bundestag:
Von 1990 bis 2013 war Wolfgang Zöller aus Obernburg-Eisenbach Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Er war stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und von 2009 bis 2013 Patientenbeauftragter der Bundesregierung. Sein Vorgänger bis 1990 war Alfred Biehle, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses. Seit 2013 sitzt Alexander Hoffmann für den Wahlkreis im Bundestag. Er ist Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement.

Auf Bezirksebene:
Seit 1990 gehört der frühere Wörther Bürgermeister Erwin Dotzel dem unterfränkischen Bezirkstag als Bezirksrat an. Er war von 1994 bis Ende 2006 Vorsitzender der CSU-Bezirkstagsfraktion und wurde anschließend zum Bezirkstagspräsidenten gewählt. Seit nunmehr 14 Jahren führt er in der vierten Wahlperiode den Bezirk Unterfranken als dessen Präsident. Seine Vorgängerin war Charlotte Steiger. Ende der 90er Jahre gehörte Ellen Eberth aus Miltenberg als Listenkandidatin dem Bezirkstag für acht Jahre an.

Auf Landkreisebene:
Landrat des Landkreises Miltenberg war bis 1986 Karl Oberle. Ihm folgte von 1986 bis 2014 Roland Schwing. Er war auch Vizepräsident des Bayerischen Landkreistages. 2014 verlor die CSU das Landratsmandat in einer Stichwahl an Bündnis90/Grüne.

Nach Henning Kaul von 1971 bis 1991 führte Wolfgang Zöller die Kreis-CSU als Vorsitzender von 1991 bis 1995. Ihm folgte auf diesem Amt von 1995 bis 2019 für 24 Jahre der Eschauer Berthold Rüth. Aktuell hat das Amt Bürgermeister Michael Schwing aus Röllbach inne.

Bedingt durch die Corona-Pandemie ist aktuell ein Festakt zum 75-jährigen Bestehen der CSU leider nicht möglich. Deshalb lädt Kreisvorsitzender Michael Schwing alle CSU-Ortsvorsitzenden, alle CSU-BürgermeisterInnen und alle CSU-MandatsträgerInnen zu einer virtuellen Jubiläumsfeier am 21.12.2020 ein.

Autor:

Kreisverband Miltenberg CSU aus Röllfeld

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