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Ein Hochgenuss der Chormusik in St. Venantius.
- Der renommierte Chor Amici Canendi e.V. aus Mainz gastierte unter der Leitung von Dirigentin Elisabeth Stoll in der Wertheimer St. Venantius-Kirche und bescherte den zahlreich erschienenen Zuhörern ein unvergessliches Konzerterlebnis.
Foto Roland Schönmüller - hochgeladen von Roland Schönmüller
Gelungenes Gastkonzert von Amici Canendi e.V. aus Mainz in Wertheim
Wertheim. Am vergangenen Sonntagnachmittag, dem 14. September 2025, verwandelte sich die katholische Pfarrkirche St. Venantius in Wertheim in einen Ort klangvoller Begegnung.
Der renommierte Chor Amici Canendi e.V. aus Mainz gastierte unter der Leitung von Dirigentin Elisabeth Stoll und bescherte den zahlreich erschienenen Zuhörern ein unvergessliches Konzerterlebnis.
Ein bekanntes Gesicht unter den Akteurinnen war Annika Christensen, eine junge Wertheimerin, derzeit beruflich im IT-Bereich in Rheinland-Pfalz tätig, die Amici Canendi nach einem Chorprobe-Wochenende auf Burg Rothenfels zu einem musikalischen Zwischenstopp in ihre Heimatstadt eingeladen hatte.
Über den einstündigen Auftritt freute sich nicht nur der dankende Pfarrer Jürgen Banschbach. Begeistert waren auch rund einhundert Gäste in der katholischen Stadtpfarrkirche.
Ein vielseitiges Programm großer Meister.
Das Programm des Nachmittags war ein Streifzug durch die europäische Chorliteratur der Romantik. Den Auftakt machte Stücke aus der feierlichen Messe in D-Dur von Antonín Dvořák, deren klangliche Vielfalt und emotionale Tiefe der Chor mit beeindruckender Präzision und großem Ausdrucksvermögen darbot.
Die harmonischen Wechsel wurden fein nuanciert herausgearbeitet, und die Akustik der Kirche ließ die sanften wie machtvollen Passagen voll zur Geltung kommen.
Auch die Werke von Josef Gabriel Rheinberger und Johannes Brahms fügten sich nahtlos in das stimmungsvolle Gesamtbild ein. Besonders Rheinbergers geistliche Chormusik brillierte durch zarte Melodieführung und dichte Klangfarben, während die Brahms’schen Gesänge – voller Sehnsucht und Tiefe – das Publikum tief bewegten.
Hervorragende Ensembleleistung.
Der Chor als Ganzes überzeugte durch Homogenität, präzise Intonation und eine spürbare Freude am Musizieren. Dirigentin Elisabath Stoll führte das Ensemble souverän und mit feinem Gespür durch die unterschiedlichen musikalischen Stimmungen und sorgte für eine gelungene Balance zwischen Chor und Solisten.
Begeistertes Publikum und nachhaltiger Eindruck
Die Zuhörer dankten den 17 Künstlerinnen und Künstlern mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Viele Besucher äußerten nach dem Konzert ihre Begeisterung und betonten, wie wohltuend und inspirierend das musikalische Erlebnis in der besonderen Atmosphäre von St. Venantius gewesen sei.
Fazit:
Das Gastkonzert von Amici Canendi e.V. war ein musikalischer Höhepunkt im Wertheimer Kulturkalender und zeigte eindrucksvoll, wie Musik über Grenzen hinweg Menschen verbindet. Die hervorragende Auswahl der Werke, die stimmige Interpretation und das große Engagement aller Mitwirkenden machten den Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Amici Canendi sind ein gemischter Kammerchor aus Mainz, den die Leidenschaft für klassische Musik vorantreibt. 2016 gegründet, streben die Amici Canendi nach einem hohen klanglichen und musikalischen Niveau. Der Kammerchor probt unter der musikalischen Leitung von Elisabeth Stoll.
Der Chor Amici Canendi hat sich auf die europäische Chorliteratur der Romantik spezialisiert und bevorzugt Werke von Komponisten wie Antonín Dvořák, Josef Gabriel Rheinberger und Johannes Brahms.
Hintergrund: Antonín Dvořák war ein tschechischer Komponist des 19. Jahrhunderts, der für seine symphonischen Werke, Kammermusik und Opern bekannt ist. Er ist besonders berühmt für seine "Symphonie Nr. 9 in e-Moll", auch bekannt als die "Neue Welt" Symphonie, die er während seines Aufenthalts in den USA komponierte.
Dvořáks Musik ist geprägt von der Einbindung böhmischer und mährischer Volksmusik, was seinen Werken eine einzigartige und charakteristische Note verleiht.
Der Chor Amici Canendi hate unter anderem Stücke aus der feierliche Messe in D-Dur von Antonín Dvořák in ihrem Repertoire, die durch ihre klangliche Vielfalt und emotionale Tiefe beeindruckt.
Diese Messe gilt als ein hervorragendes Beispiel für Dvořáks Fähigkeit, religiöse Musik mit volkstümlichen Elementen zu verbinden. Die feierliche Messe in D-Dur von Antonín Dvořák ist ein beeindruckendes Werk, das durch seine klangliche Vielfalt und emotionale Tiefe besticht.
Der Chor Amici Canendi hat prägnante Stücke in ihrem Wertheimer Konzert ausgewählt und aufgeführt, dabei die harmonischen Wechsel fein nuanciert herausgearbeitet. Die Akustik der St. Venantius-Kirche, in der das Konzert stattfand, ließ sowohl die sanften als auch die machtvollen Passagen voll zur Geltung kommen.
Dvořák komponierte die Messe in D-Dur im Jahr 1887. Sie ist für Soli, Chor und Orgel geschrieben und wurde später auch für Orchester arrangiert. Die Messe zeichnet sich durch ihre melodische Schönheit und die Einbindung volkstümlicher Elemente aus, was typisch für Dvořáks Stil ist. Die einzelnen Sätze der Messe – Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei – bieten eine reiche Palette an musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, die sowohl die Sänger als auch die Zuhörer tief berühren.
Antonín Dvořák wurde am 8. September 1841 in Nelahozeves, Böhmen (heute Tschechien), geboren und verstarb am 1. Mai 1904 in Prag. Er war ein bedeutender tschechischer Komponist des 19. Jahrhunderts, der für seine symphonischen Werke, Kammermusik und Opern bekannt ist.
Antonín Dvořáks musikalische Entwicklung war geprägt von einer tiefen Verwurzelung in der böhmischen Volksmusik und einer starken Affinität zur Romantik. Geboren am 8. September 1841 in Nelahozeves, Böhmen, begann Dvořák seine musikalische Ausbildung bereits in jungen Jahren. Er studierte an der Prager Orgelschule und spielte in verschiedenen Orchestern, bevor er sich als Komponist etablierte.
Dvořáks frühe Werke zeigen den Einfluss seiner böhmischen Heimat, insbesondere durch die Verwendung volkstümlicher Melodien und Rhythmen. Seine ersten bedeutenden Kompositionen, darunter die "Slawischen Tänze" und die "Slawischen Rhapsodien", brachten ihm internationale Anerkennung und festigten seinen Ruf als führender Vertreter der tschechischen Musik.
Ein Wendepunkt in Dvořáks Karriere war seine Begegnung mit Johannes Brahms, der ihn förderte und seine Werke bei Verlegern empfahl. Dies führte zu einer breiteren Verbreitung seiner Musik und zu Aufträgen aus dem Ausland. Während seines Aufenthalts in den USA komponierte Dvořák einige seiner bekanntesten Werke, darunter die "Symphonie Nr. 9 in e-Moll" (die "Neue Welt" Symphonie), die stark von der amerikanischen Musik und Kultur beeinflusst ist.
Dvořáks Musik zeichnet sich durch ihre melodische Schönheit, harmonische Raffinesse und emotionale Tiefe aus. Seine Fähigkeit, volkstümliche Elemente mit klassischer Form und Struktur zu verbinden, verleiht seinen Werken eine einzigartige und charakteristische Note. Er verstarb am 1. Mai 1904 in Prag, hinterließ jedoch ein reiches musikalisches Erbe, das bis heute geschätzt wird.
Roland Schönmüller
BU: Der renommierte Chor Amici Canendi e.V. aus Mainz gastierte unter der Leitung von Dirigentin Elisabeth Stoll in der Wertheimer St. Venantius-Kirche und bescherte den zahlreich erschienenen Zuhörern ein unvergessliches Konzerterlebnis.
Foto Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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