Bildergalerie und Essay.
Festlicher, fantasievoller und fulminanter Auftakt in neue Jahr.
Das Symphonische Blasorchester Lengfurt unter der Leitung von Michael Geiger begeistert mit majestätischen Klängen beim Neujahrskonzert in der Wertheimer Stiftskirche.
Mitreißende Spielfreude: Die Musiker entführen das Publikum in fantastische Klangwelten und sorgen für einen festlichen Jahresauftakt.- hochgeladen von Roland Schönmüller
Fulminantes Neujahrskonzert in Wertheim: Symphonisches Blasorchester Lengfurt begeistert mit festlichem Programm.
Ein musikalischer Jahresauftakt voller Fantasie, Emotionen und Klangfarbe.
Wertheim. Wenn Musik die Herzen besonders berührt und bereits Vorfreude den Raum erfüllt, dann herrscht Neujahrsstimmung in der Wertheimer Stiftskirche.
Am 11. Januar 2026 setzte der Kulturkreis Wertheim eine festliche Tradition fort und lud zum Neujahrskonzert ein.
Das Symphonische Blasorchester Lengfurt, unter der Leitung von Michael Geiger, präsentierte ein abwechslungsreiches Programm, das die Zuhörer auf eine klangvolle Reise durch verschiedene musikalische Epochen und Stimmungen führte.
Schon zu Beginn mit Richard Wagners „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ wurde die Kirche von majestätischen Klängen und einem Hauch Opernglanz erfüllt. Die präzise und leidenschaftliche Interpretation ließ das Publikum tief eintauchen in die festliche Atmosphäre.
Mit „Excalibur“ von José Alberto Pina öffneten sich die Tore zu einer mystischen Welt voller Dramatik, Spannung und epischer Dynamik. Die Musikerinnen und Musiker zeigten hier ihr ganzes Können in der Gestaltung differenzierter Klangbilder.
Ein besonders feiner Moment war „Melancholy Moment“ von Hubert Hoche, bei dem das Orchester die leisen Töne und die sehnsuchtsvolle Melancholie mit großer Ausdrucksstärke präsentierte. Spürbar wurde eine tiefe Verbundenheit zwischen Musikern und Zuhörern, die den Zauber des Augenblicks genossen.
Mit Johann Strauß’ „Leichtes Blut“ und „An der schönen blauen Donau“ lebte die beschwingte Wiener Tradition auf. Die Melodien tanzten leichtfüßig durch die Reihen, verbreiteten pure Lebensfreude und zauberten ein Lächeln auf die Gesichter. Das Publikum wurde zum Mitschwingen eingeladen und die Wiener Klangfarben erweckten Erinnerungen an rauschende Ballnächte.
Ein Höhepunkt des Abends war der energiegeladene Ausflug in die Welt des Films und der Popmusik: „Rocky IV – War“ von Vince Dicola verwandelte die ehrwürdigen Mauern der Stiftskirche in eine pulsierende Arena voller Rhythmus und Kraft, während „Das Boot“ von Klaus Doldinger eindrucksvoll die Spannung und Tiefe einer U-Boot-Mission musikalisch auslotete. Die Musikerinnen und Musiker bewiesen dabei enorme Vielseitigkeit und ein Gespür für atmosphärische Dichte.
Mit dem Disney-Klassiker „Beauty and the Beast“ schwebten zarte Melodien durch die Luft, die nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene in eine märchenhafte Welt entführten. Die Musik verzauberte und weckte nostalgische Erinnerungen an die Kindheit.
Das Finale konnte kaum mitreißender sein: „Don’t Stop Me Now“ von Queen brachte die Stiftskirche zum Beben. Das Orchester zeigte dabei, wie vielfältig und modern Bläsermusik klingen kann, und setzte einen furiosen Schlusspunkt.
Zum Abschluss hisste das Ensemble mit „Unter der Admiralsflagge“ von Julius Fucik musikalisch die Segel und verabschiedete sich schwungvoll und mit Stolz von einem begeisterten Publikum.
Dirigent Michael Geiger führte seine Musiker mit Souveränität und sichtbarer Freude. Die Leidenschaft und Präzision des Orchesters waren im gesamten Raum spürbar und rissen die Gäste mit.
Der anhaltende Applaus am Ende des Konzerts zeigte deutlich, wie sehr das Publikum von der musikalischen Vielfalt und den emotionalen Höhepunkten berührt war. Das Neujahrskonzert 2026 bleibt als festlicher, fantasievoller und fulminanter Auftakt ins neue Jahr in Erinnerung und setzt einen Glanzpunkt im Wertheimer Kulturleben.
Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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