Gesprächsabend „Flucht“

Der Frauenkreis Wörth hatte zu einem Gesprächsabend mit dem Thema „Flucht“ zwei Flüchtlinge aus Somalia eingeladen. Die beiden jungen Männer sind jetzt 18 und 21 Jahre alt und sprachen, obwohl sie erst seit 2014 in Deutschland sind, verhältnismäßig gut Deutsch. Der 18jährige Jibril hat gerade seinen Hauptschulabschluss in Wörth gemacht und sucht nun eine Lehrstelle. Der 21jährige Hussein bereitet sich zur Zeit auf seinen mittleren Schulabschluss vor und sucht dann ebenfalls eine Lehrstelle.
Beide flohen aus einem Land, in dem ihnen Zwangsrekrudierung, Gefängnis, Folter und sogar der Tod gedroht hätten. Ihre einzige Möglichkeit dem zu entkommen, war die Flucht. Ihr Fluchtweg war lang und etappenweise sehr gefährlich. Details über ihre Flucht wollten sie nicht erzählen. Es gibt eben Dinge, an die man sich nicht gern erinnert, die man am liebsten aus dem Gedächtnis streicht.
Ihr Ziel war ein Land, in dem sie in Frieden leben und arbeiten konnten. So kamen sie, der eine über die Mittelmeerroute und der andere über die Türkei, Griechenland und Italien nach Deutschland. Das Leben hier in Deutschland ist ganz anders als in Somalia, aber wie beide sagten: „Auch gut“. Ihr Ziel ist es ganz schnell noch besser Deutsch zu sprechen und einen Ausbildungsplatz zu bekommen, denn ohne Schule und Hausaufgaben ist der Tag sehr lang.
Hussein und Jibril, zwei junge Menschen mit Wünschen und Träumen wie sie alle jungen Frauen und Männer haben. Sie wagten den Schritt aus der Anonymität. Sie nahmen die Einladung des Frauenkreises an, stellten sich vor uns und beantworteten unsere Fragen nach ihrem Land, ihrem Leben dort, ihren Fluchtweg und ihrem Ankommen in Deutschland. Das war eine großartige Leistung. Der Frauenkreis wünscht ihnen Glück und dass sich ihre Wünsche und Träume erfüllen mögen.

Autor:

Renate Ferber aus Wörth a.Main

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