Heimwerken Corona
Die Unterfranken haben das Heimwerken entdeckt - doch welche Geräte gehören zur Grundausstattung einer Heimwerker-Werkstatt?

Selbst ist der Unterfränkische Mann (die Unterfränkische Frau). Die meisten Haushalte sind im Besitz einer unerlässlichen Basisausstattung an Werkzeugen. Der komplette Werkzeugkoffer ist eine gute Ausgangsbasis für Hobbyhandwerker und Profis. Doch wer sich eine richtige Grundausstattung für die private Werkstatt zulegen möchte sollte sich folgende Geräte zulegen und folgendes für seinen Werkraum beachten.

Für die Frau das Schuhgeschäft – für den Mann der Baumarkt

Was für die meisten Frauen ein Schuhgeschäft ist, ist für eine Vielzahl der Männer ein Baumarkt, was die Statistik zeigt. Hier können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und von all den Dingen träumen, die sie gerne selbst bauen oder zumindest in Eigenregie reparieren würden. Bei vielen hapert es bei der Ausführung dieser Träume weniger am Können, sondern viel mehr daran, dass sie einfach keinen Ort haben, an dem sie ihre handwerklichen Fähigkeiten ausüben können. Dabei wird für eine kleine Werkstatt im eigenen Haus gar nicht mal so viel benötigt und wenn nötig, lässt sie sich sogar schon in einem kleinen Kellerraum oder einer Ecke der Garage unterbringen.
Der richtige Platz für die Heimwerker-Werkstatt

Zunächst muss ein passender Raum in der Wohnung zum zukünftigen Heimwerkerparadies auserkoren werden. Allzu wählerisch darf und muss man dabei allerdings nicht sein – es eignet sich das ehemalige Kinderzimmer genauso wie ein Kellerraum oder der Dachboden.

Nur wenige Kriterien sind wirklich in Stein gemeißelt. Wichtig ist, dass der genutzte Raum zunächst trocken ist, denn Feuchtigkeit könnte Werkzeuge und Maschinen schädigen. Außerdem sollte die Heimwerker-Werkstatt auf jeden Fall über mindestens ein Fenster oder eine Lüftung verfügen. Das wird vor allem dann unabdingbar, wenn der Heimwerker in einem kleinen Raum mit Farben und Lacken hantiert und die giftigen Dämpfe als Folge eine gesundheitsgefährdende Konzentration erreichen.

Wichtig sind auch ein Wasseranschluss und die Stromversorgung. So sollten ausreichend Steckdosen vorhanden und über den Raum verteilt angeordnet werden. Gegenbefalls kann ein Starkstromanschluss sinnvoll sein. Wert sollte auch auf die Beleuchtung gelegt werden. Über der Werkbank wird beispielsweise eine intensive Lichtquelle benötigt. Damit Arbeitsfläche oder einzelne Werkstücke rundum gut beleuchtet werden können, machen bewegliche Leuchten Sinn, die frei im Raum zu positionieren sind.
Einrichtungselemente in der Heimwerker-Werkstatt

Wer arbeitet, braucht vor allem Platz. Das bedeutet, dass nur so wenig wie möglich frei herumliegen sollte. Besser ist es, die Wände mit Regalen auszustatten, in denen genug Platz für die einzelnen Werkzeuge und Ersatzteile ist. Zum Teil eignen sich dafür besonders gut kleinere oder größere Boxen, die in die Regale zu stellen sind - vor allem bei Nägeln ist dies hilfreich, damit sie nicht im Raum herumliegen.

Ebenso sollte jede Heimwerker-Werkstatt über die Ausstattungselemente Werkbank, Regale und Schränke verfügen. Die Werkbank bildet mit ihrer groß dimensionierten und dabei robusten Arbeitsplatte sowie mit ihrem Schraubstock praktisch das Herzstück ein jeder Hobby Werkstatt. Diese sollte einen festen Stand haben und ausreichend groß sein. Neben der Werkbank bietet sich auch eine Arbeitsplatte an, um auf ihr bei Bedarf Gerätschaften und Werkzeuge wie beispielsweise Schraubstock oder auch Bohrmaschine montieren zu können.

In jeder Heimwerker-Werkstatt sammeln sich nützliche Dinge wie Farben, Lacke, Verpackungen oder auch Schrauben an. Um diese jedoch sicher aufzubewahren und sie bei Bedarf sofort zur Hand haben zu können, sollte jede Heimwerker-Werkstatt mit entsprechenden Regalsystemen oder auch mit Schränken ausgerüstet werden. Denn Ordnung ist in der heimischen Werkstatt beziehungsweise im Hobbyraum das A und O.
Wo gewerkelt wird, kann auch mal eine Verletzung passieren. Deshalb sind Verbandskasten, Schutzbrille, Atemschutzmaske, Gehörschutz, Arbeitshandschuhe sowie Feuerlöscher und Feuerdecke ein Muss in jeder Werkstatt.

Die richtige Grundausstattung in der Heimwerker-Werkstatt

Der komplette Werkzeugkoffer ist eine gute Ausgangsbasis für Hobbyhandwerker und Profis. Denn nicht jede Art von handwerklicher Tätigkeit kann durch den Heimwerker in seiner Werkstatt ausgeführt werden. Wird der Hobby Heimwerker beispielsweise einmal durch Verwandte oder durch Nachbarn um Hilfe gebeten, so sollte ein entsprechender Werkzeug-Fundus zum mobilen Einsatz bereitstehen. In dem Werkzeugkoffer finden sich im Normalfall Schraubenzieher und -schlüssel in verschiedenen Größen, sowie Zangen, Zollstock, Wasserwaage und eine Säge. Darüber hinaus Nägel, Schrauben und Dübel.

Vor dem Kauf eines Akkuschraubers sollte man sich im Baumarkt beraten lassen oder im Internet einem Akkuschraubertest, wie auf Werkzeug ABC oder Stiftung Warentest (hier sind die Tests meistens kostenpflichtig) zu raten ziehen. Dies ist auch bei allen anderen größeren Anschaffungen wie Schlagbohrmaschine, Kreissägen etc. ratsam möchte man noch lange Freude an diesen Geräten haben.

Je nach Ambitionen des Heimwerkers ist außerdem von Vorteil, wenn er eine Stich- und eventuell eine Kreissäge zur Verfügung hat. Jeder Handwerker sollte sich vor der Anschaffung eines Geräts aber genau überlegen, ob er dieses wirklich benötigt. In einigen Fällen kann es sich mehr lohnen, die Geräte auszuleihen; viele Baumärkte bieten den Mietservice mittlerweile an. Das gesparte Geld kann in hochwertigere und häufige genutzte Maschinen oder Werkzeuge fließen.
Die Werkzeuge in der Heimwerker-Werkstatt

In einer gut ausgestatteten Werkstatt dürfen folgende Werkzeuge auf keinen Fall fehlen:

  • Ein Hammer - Ohne einen vernünftigen Hammer werden schon die leichtesten Heimwerker-Tätigkeiten, wie etwa ein Bild aufzuhängen, zur großen Herausforderung.
  • Schraubenzieher (Schlitz- und Kreuz-Schraubendreher) - Es gibt kaum einen Ort im Haus, an dem überhaupt keine Schraube zu finden ist. Aus diesem Grund lassen sich viele Handwerklichen Aufgaben im Haus auch nur mit Hilfe eines Schraubenziehers beziehungsweise eines Schraubendrehers bewältigen. Auf jeden Fall sollten ein Schlitz- und ein Kreuzschraubenzieher vorhanden sein.
  • Ein Zollstock - Als Heimwerker ist es immer mal wieder nötig Abstände zu messen. Ein Zollstock (korrekt: Gliedermaßstab) ist hierfür das optimale Werkzeug.
  • Ein Akkuschrauber - Neben den Schraubenziehern ist auch ein Akkuschrauber eine sinnvolle Investition für die eigene Werkstatt. Zwar verrichten Schraubenzieher und Akkuschrauber prinzipiell die gleiche Arbeit, doch lässt es sich mit Schraubenziehern feiner und koordinierter arbeiten, während ein Akkuschrauber hilfreich ist, wenn es darum geht eine Vielzahl von Schrauben zu lösen oder festzudrehen.
  • Zangen (Rohr- und Kneifzangen in verschiedenen Größen) - Zangen werden immer dann benötigt, wenn viel Feingefühl oder Kraft benötigt wird um zum Beispiel kleine Dinge, wie Schrauben, irgendwo heraus zu ziehen oder feine und stabile Materialien, wie dünnes Metall umzubiegen. Je nach dem, was ein Heimwerker in seiner Werkstatt so alles machen möchte, wird er Zangen in verschiedenen Größen benötigen.
  • Schraubenschlüssel und Inbus-Schlüssel - Nicht selten sind Schrauben und Muttern über Jahre hinweg miteinander verbunden, bis sie zum Beispiel für eine Reparatur eines Möbelstücks wieder von einander gelöst werden. Ohne einen Schraubenschlüssel wird es schwierig, sie nach so langer Zeit wieder von einander zu lösen. Natürlich lassen sich die Muttern aber auch genauso gut mit dem Schlüssel festdrehen.
  • Eine Wasserwage - Bilder aufhängen, Regale ausrichten und alles andere wo eine gerade Lage
  • Ein Spachtel - Mit einem Spachtel lassen sich sowohl Streichbare Massen gut verteilen, als auch geklebte Materialien, wie beispielsweise Tapete, wunderbar ablösen.
  • Einen Seitenschneider - Ein Seitenschneider sieht einer Zange sehr ähnlich, erfüllt jedoch einen gänzlich anderen Zweck. Er dient dazu Drähte zu schneiden. Auch wenn diese oft so dünn sind, dass man meinen könnte, eine Schere wird reichen, lassen sie sich dennoch nicht so leicht zu Leibe rücken und machen eher die Schere unbrauchbar, als dass sie nachgeben.
  • Feilen (in verschiedenen Größen)- Mit einer Feile lassen sich verschiedene Materalien bearbeiten, vor allem Holz und Metall. Metall lässt sich mit der Feile entgraten, abflachen oder abrunden.
  • Nägel, Schrauben, Dübel und Schleifpapier

Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Werkzeuge, die auch für einen Heimwerker nützlich sein können. Bei dieser Liste handelt es sich nur um die Basis-Ausstattung, die in jeder Werkstatt zu finden sein sollte. Mit diesen Werkzeugen ist ein Heimwerker zumindest für die herkömmlichen Notfälle ausgestattet. Neben den Werkzeugen werden aber auch noch einige Grundlegende Utensilien benötigt, ohne die im Handwerklichen Bereich auch nicht viel zu machen ist:

  • Schrauben in verschiedenen Längen und Stärken
  • Nägel in verschiedenen Längen und Stärken
  • Dübel in verschiedenen Längen und Stärken, um Schrauben beispielsweise in einer Wand Halt zu geben
  • Muttern in verschiedenen Stärken, um den Halt einer Schraube von der Rückseite zu Unterstützen
  • Bleistifte um Bohrlöcher und andere Markierungen anzuzeichnen
  • Holzleim
  • Sekundenkleber
  • Eine Heißklebepistole mit Klebstoffstäben

Wer gerne schraubt und bohrt, wird feststellen, dass es einige Dinge gibt, die an keiner Werkbank fehlen dürfen, damit spontane Reparaturen möglich sind. Nägel, Schrauben und Dübel in verschiedenen Größen beispielsweise.

Wichtige Geräte und Maschinen für die Heimwerker-Werkstatt

Prinzipiell kann ein Heimwerker natürlich mit der Grundausstattung an kleinen Werkzeugen ganz gut parat kommen, doch gibt es einige größere Geräte und Maschinen, die ebenfalls im Alltag recht nützlich sein können und sich daher für die Anschaffung in einer eigenen Werkstatt empfehlen:

  • Eine Bohrmaschine - Eine gute Bohrmaschine sollte in keiner (Hobby-)Werkstatt fehlen. Eine Bohrmaschine sieht einem Akkuschrauber sehr ähnlich, hat aber eine viel höhere Leistung und kann so zum Beispiel auch Löcher in Wände bohren. Ohne Bohrmaschine wird es schwierig irgendwo eine Schraube zu befestigen, wo vorher noch keine war.
  • Eine Schraubzwinge - Eine Schraubzwinge wird an der Werkbank befestigt und tut immer dann nützliche Dienste, wenn es darum geht, etwas zu bearbeiten, dass sich während der Bearbeitung möglichst wenig bewegen soll. Ein Gegenstand kann mit Hilfe der Schraubkurbel so fest in die Zwinge eingespannt werden, dass er nahezu unbeweglich ist.

Wie bei den Werkzeugen handelt es sich bei dieser Aufzählung natürlich auch nur um eine Basis-Ausstattung, die sich beliebig durch verschiedenste andere Maschinen und Geräte erweitern lässt. Doch sind erst einmal alle grundlegenden Möbelstücke, Werkzeuge und Gerätschaften vorhanden, ist schon mal eine gute Basis geschaffen, auf der ein Heimwerker seinen Tätigkeiten nachgehen kann.

Autor:

Johannes Braun aus Zell

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