Politischer Aschermittwoch der UBV: Volles Haus, klare Botschaften und viel Humor
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Ein bis auf den letzten Platz gefüllter kleiner Saal im Bürgerzentrum, rund 150 Gäste und beste Stimmung: Der Politische Aschermittwoch der UBV Elsenfeld war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg.
Für den musikalischen Auftakt sorgte das MV-Septett mit zünftiger Blasmusik und schuf damit den passenden Rahmen für einen ebenso politischen wie unterhaltsamen Abend. Kulinarisch verwöhnte das UBV-Küchenteam die Gäste mit Heringssalat und Pellkartoffeln, Kochkäse und Obazda – ganz traditionell zum Aschermittwoch.
Unter den Ehrengästen begrüßte die UBV unter anderem Ehrenbürger Richard Hornung, den 2. Bürgermeister Berthold Oberle sowie später den Landtagsabgeordneten Thomas Zöller, den stellvertretenden Landrat Bernd Schötterl, mehrere Bürgermeister aus Nachbargemeinden sowie zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Umland. Charmant und mit viel Wortwitz führten Isabell Henn und Altbürgermeister Matthias Luxem durch das abwechslungsreiche Programm.
Becker: „Nicht das Parteibuch zählt, sondern die Zusammenarbeit“
Zu Beginn des Programms stand die Rede des Bürgermeisterkandidaten Thomas Becker. Er zeigte sich erfreut über das große politische Engagement in der Marktgemeinde: 80 Kandidatinnen und Kandidaten für den Marktgemeinderat sowie vier Bürgermeisterkandidaten seien ein starkes Zeichen für eine lebendige Demokratie in Elsenfeld.
Für die kommende Wahlperiode könne man mit bewährten Kräften arbeiten. Entscheidend sei jedoch nicht das Parteibuch, sondern die Zusammenarbeit. Die UBV stehe dabei für Unabhängigkeit und Sachorientierung.
Lebensqualität zeige sich oft in kleinen Dingen, betonte Becker – in einer Bank am richtigen Platz oder in einem beseitigten Schlagloch. „Bürgerinnen und Bürger brauchen das Gefühl: Hier kümmert sich jemand.“ Er verwies auf das ausliegende Wahlprogramm, das auch unter www.ubv-elsenfeld.de abrufbar ist. Seine Schwerpunkte seien Kommunikation und Transparenz sowie ein starkes Miteinander. Ein Bürgermeister sei wie ein Dirigent, der verschiedene Akteure zusammenbringe. Er verstehe sich als Teamplayer mit Ideen, Energie und Umsetzungswillen. Sein Anspruch sei es, zu gestalten statt nur zu verwalten.
Zum Abschluss unterstrich Becker seine Erfahrung und formulierte augenzwinkernd, er wolle nicht nur Bürgermeister sein, sondern „Boischämostä“. Mit einem klaren Bekenntnis beendete er seine Rede: „Ich bin davon überzeugt und brenne dafür: Middenonnä können wir alles schaffen!“
Musik, Satire und viel Applaus
Für besondere Unterhaltung sorgte ein musikalischer Beitrag von Isabell Henn, Sybille Vorbeck am Klavier und Thomas Zimmermann. Auf die Melodie „Ein Loch ist im Eimer“ sinnierten „Elfriede“ und „Karl-Otto“ humorvoll über die Wirkung von Farben – am Ende entstand ein Bild in den UBV-Farben. Die augenzwinkernde Botschaft: „Die Buchstaben UBV stehen doch für die beste Wahl, Karl-Otto!“
Politische Satire brachte Europaabgeordneter Dr. Müller-Lügenscheidt alias Winnie Müller aus Miltenberg auf die Bühne. Er bezeichnete sich selbstironisch als jemanden, der schneller rede als denke und frei vom Ballast jeder Kompetenz sei. In seinem Beitrag forderte er mehr Macher und Pragmatiker in der Politik. Über Thomas Becker sagte er, dieser sehe sich nicht nur als Verwalter, sondern als Gestalter und Veranstalter. Mit Wortspielen rund um den Namen Becker sorgte er für Lacher im Saal und fragte augenzwinkernd, ob der amtierende Bürgermeister „aus dem Amt gebäckert“ werde. Auch die Frage, ob ein neuer Landrat es schaffe, jeden Tag auf der Michaelismesse im Festzelt zu sitzen, blieb nicht unerwähnt.
Unterstützung aus dem Landkreis
Mit Blick auf die Kreispolitik trat das „Landkreis-Dreigestirn“ auf: FW-Landratskandidat Michael Schüßler, Landtagsabgeordneter Thomas Zöller und stellvertretender Landrat Bernd Schötterl. Schüßler, derzeit Bürgermeister von Leidersbach, verfüge über Verwaltungserfahrung und Führungsstärke, bereite sich intensiv auf Termine vor und sei ein echter Macher. Die Zusammenarbeit mit Thomas Becker in der Kreistagsfraktion sei hervorragend, er zeige großes Engagement und springe auch spontan ein, wenn es nötig sei. An das Publikum gewandt sagte Thomas Zöller: „Ihr könnt keinen besseren Bürgermeister als den Thomas bekommen!“
Stimmungsvoller Abschluss
Musikalisch ging es weiter mit Enrico Schwind, der mit seinem Lied „Ich komm aus ’m vorderen Spessart“ (nach der Melodie von „Down Under“) sowie der Zugabe „Was’n gude Woi“ das Publikum begeisterte und bereits vom „Rudi-Singsang“ bekannte Stimmung in den Saal brachte.
Zum Finale präsentierten sich die Kandidatinnen und Kandidaten der UBV als Chor. Auf die Melodie von „Die oidn Rittersleut“ stellten sie sich als Team vor: „Ja genau, ja genau, das ist das Team der UBV“ – begleitet von viel Applaus.
Zum Abschluss bedankte sich der UBV-Vorsitzende Thomas Becker bei der Blasmusik, dem Hausmeister, dem Küchenteam und allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten.
Der Politische Aschermittwoch der UBV zeigte einmal mehr: Kommunalpolitik in Elsenfeld ist lebendig, engagiert und darf auch mit Humor gewürzt sein.
Autor:UBV Elsenfeld aus Elsenfeld |
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