Podiumsdiskussion zur Energiewende am JEG
„Das geht uns alle an!“

Foto: Thum
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„Worauf sind Sie bereit zu verzichten, damit die Energiewende gelingt?“ – mit dieser zugespitzten Frage beschlossen die Moderatorinnen des Leistungsfachs Politik und Gesellschaft (Jahrgangsstufe 13) die Podiumsdiskussion am Julius-Echter-Gymnasium zum Thema „Energiewende“. Prompt kam die Gegenfrage aus dem Publikum: „Worauf ist die Jugend bereit zu verzichten?“ Nicht nur in diesem Moment wurde deutlich, wie kontrovers und emotional die Umsetzung der Energiewende regional und überregional diskutiert wird.
In der Aula des Julius-Echter-Gymnasiums trafen sich am 13. November Vertreter aus Politik, Verwaltung, Medien und Praxis mit Schülerinnen und Schülern, um über Fakten, Fakes und Perspektiven der Energiewende zu sprechen. Auf dem Podium nahmen Thomas Becker, Mitglied des Kreistages Miltenberg und des Marktgemeinderats Elsenfeld, Andreas Hoos, Klimaschutzmanager des Landkreises Aschaffenburg, Karlheinz Paulus, Architekt, Energieberater und Geschäftsführer der Main-Energie, zugleich Vorstand der Energieagentur Unterfranken e.V. und der Energiegenossenschaft Untermain eG, Martin Schwarzkopf, Chefredakteur des Main-Echo und Birte Martin, Schülerin im Leistungsfach Politik und Gesellschaft Platz.
Das Moderatorenteam der Q13 verstand es, die Diskussion mit pointierten Fragen und Denkanstößen zu beleben. Zahlreiche kritische Wortmeldungen aus dem Publikum machten deutlich, dass die Energiewende nicht nur ein technisches Projekt ist, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die jede und jeden betrifft.
Die Podiumsdiskussion war eingebettet in die Präsentation einer Wanderausstellung, die von der digitalen Bildungsplattform fabuly initiiert und gemeinsam mit dem Julius-Echter-Gymnasium umgesetzt wurde. 18 Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Politik und Gesellschaft hatten in intensiver Projektarbeit recherchiert, Quellen geprüft und sich mit Desinformation sowie Deepfakes auseinandergesetzt. Die Ausstellung beleuchtet Chancen und Herausforderungen der Energiewende, räumt mit Mythen auf und zeigt, wie Meinungsbildung, Medien und demokratischer Diskurs ineinandergreifen.
In der Gestaltung der Ausstellung wie auch im Verlauf der Diskussion wurde deutlich: Ohne Energiewende verschärfen sich die Folgen des Klimawandels. Neue Energieversorgungsmöglichkeiten, Einsparungen und veränderte Mobilität sind notwendig – verbunden mit Veränderungen und Verzicht. Die Frage, wie der Spessart und die Lebensperspektiven der Jugendlichen aussehen, wenn die Energiewende nicht gelingt, verlieh der Debatte besondere Dringlichkeit.
Die Veranstaltung endete mit einem klaren Appell: Nur durch offenen Austausch und die Anerkennung wissenschaftlicher Befunde lassen sich Spaltungen überwinden und Zukunft gestalten.

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