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Greeter - "... ich zeig dir die Stadt auf meine Art"

Ganz private Führung mit einem Greeter.
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  • Ganz private Führung mit einem Greeter.
  • hochgeladen von Sylvia Kester

Greeter. Schon mal jemand was davon gehört? Ich bis vor kurzem auch noch nicht. Dann hat eine Freundin erzählt, dass sie in Chicago Urlaub machten und sich da einen Greeter engagiert haben. Sie waren total begeistert!

Ok. Jetzt mal zur Erklärung nach Wikipedia:

Greeter sind ehrenamtlich tätige und keine professionellen Stadt- oder Fremdenführer, die kostenlose Spaziergänge in Städten und Regionen anbieten. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Begegnung mit Reisenden und die individuelle Präsentation der eigenen Stadt oder Region.

Aha!
Im Gegensatz zur herkömmlichen Stadtführung konzentriert man sich nicht so auf die großen Sehenswürdigkeiten, sondern es wird vor allem das Besondere gezeigt. Im Kleinen. Das, was das eigentliche Leben einer Stadt ausmacht. Dazu kommen ganz persönliche Geschichten, Anekdoten und Tipps. Ob Museumsbesuch oder die angesagtesten Bar's. Ein "Greet" dauert ungefähr zwei bis drei Stunden. Es wird etwas mit Alleinreisenden oder kleinen Gruppen unternommen. Generell ist der Spaziergang kostenlos. Über eine kleine Spende freut man sich natürlich und vor allem über die Unterstützung dieser großartigen Idee.

Ich war vor kurzem bei einer Medienveranstaltung in Frankfurt, organisiert von der Französischen Zentrale für Tourismus. Es trafen sich Blogger und Journalisten in einer schönen Location am Mainufer. Hier haben sich dann verschiedene fanzösische Regionen vorgestellt. Dabei hat mich besonders Nantes faszieniert. Das Thema Kunst wird hier nämlich ganz GROß geschrieben. An vielen Orten in Nantes gehen Kunst und Erholung eine spannende Symbiose ein, z.B. im neuesten Stadtviertel, errichtet auf einem ehemaligen Industriegelände auf einer Insel mitten in der Loire. Lassen Sie sichvon dem 12 m großen Elefant, der hier rummarschiert, nicht einschüchtern. Er ist die Personifizierung von Les Machines de I'lle, einem Team aus Handwerkern und Künstlern, die in ehemaligen Schiffswerften fantasievolle, bewegliche Kunstwerke erschaffen.Vor Kurzem wurde auch mit dem Bau eines 35 m hohen und 50 m breiten Riesenbaumes begonnen, in dem sich zwei gigantische Reiher niederlassen werden: l’Arbre aux Hérons (Fertigstellung vermutlich in 2021). Alle diese fantastischen und sich bewegenden Kunstwerke in ehemaligen Schiffswerften sind das Projekt eines Teams aus Künstlern und Handwerkern. Das nur so nebenbei.

Nebenbei auch noch erwähnt.... Ich will jetzt unbedingt mal nach Frankreich!
Und unter anderem präsentierte sich bei diesem Event auch die Stadt Cannes und nahm Bezug auf ihre Greeter. Da war er wieder - der Greeter. Habe mich dann mal kundig gemacht. Ja, auch für Nantes und Cannes gibt es eine eigene Seite auf der man sie findet - die persönlichen Stadtführer. Wobei eine Führung in Deutsch dann doch eher eine Ausnahme ist.

Eine, die neben französisch, englich und spanisch auch in deutsch durch die Gassen von Cannes führt ist Simone Revol. Unter anderem spaziert sie mit ihren Gästen durch das Villenviertel La Californie, wo sie über die Geschichte der alten Villen und ihrer ehemaligen Besitzer erzählt.

Also genau mein Ding!

Was bewegt einem dazu als Greeter tätig zu werden? Das hat mich echt interessiert - und da hab` ich bei Simone aus Cannes doch mal nachgefragt und weil es soo sympathisch klingt auch gleich im O-Ton gelassen:

"Seit eine Jahre bin ich Greeter in Cannes. Wenn ich gesehen habe, dass das Fremdenverkehrsamt anstellte freiwillige Greeters, habe ich mich sofort ohne zögern geworben.

Ich mag spazieren, ich bin neugierig und habe Lust die Touristen (und auch Leute aus Cannes) besichtigen lassen. Ich habe viel über die Geschichte von Cannes gelesen, und erzähle gern das Leben der Ausländer, die wohnten hier.
Ich genieße es mit freundlichen Touristen über Cannes reden, und habe viel Spaß mit dieser Beschäftigung.

Als ich in Hamburg im Januar reiste, habe ich einen interessanten Spaziergang mit einem Greeter gemacht. Ich glaube unser Zusammenhang ist, dass wir lieben unsere eigene Stadt! "

EinTipp als Reiselektüre für die Cote d' Azur: Der neue Reiseführer von Hilke Maunder. Dieser Reiseführer ist anders. Er behandelt nämlich nur die kleine Region der Côte d’Azur, die nicht mal groß ist. Außerdem ist das Buch handlich, nicht zu schwer, aber prallvoll mit brandaktuellen Informationen!

Greeter gibt es nicht nur weltweit, auch in Deutschland sind sie bereits in 12 Städten vertreten: Berlin, Hamburg, Bremen, Wuppertal, Kassel, Bonn, Fulda, Mainz, Darmstadt, Mannheim, München und Freiburg. Und ich denke es werden noch viel mehr Städte dazukommen - ob klein oder groß... Weil die Idee einfach gut ist! Wenn man mit seiner Heimat eng verbunden ist, sich auskennt und dazu noch Zeit hat - warum nicht?

Wer selbst Interesse hat Teil dieser Idee und ein Greeter zu werden oder sich schon mal für den nächsten Urlaub informieren will, der findet hier weitere Infos: Deutschland Greeter oder aber Greeters worldwide im Global greeter network

Auf jeden Fall eine tolle Idee, die es lohnt unterstützt zu werden! Übrigens, auf meinem Kunst- und ReiseBlog KUNSTECHT & TRAVEL finden Sie weitere Urlaubstipps

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Infos:

Deutschland Greeter
Greeters Worldwide
Cannes Greeter
Cote d'Azur Reiseführer von Hilke Maunders

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