Der Südspessart will als Teil des Landkreises wahrgenommen werden: Landrat vor Ort in Faulbach

Auf Tuchfühlung mit den Bürgern: Jens Marco Scherf in den vom SPD-Kreisverband organisierten Veranstaltungen »Landra vor Ort«
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  • Foto: Anna Hornstein
  • hochgeladen von Ruth Weitz

Das Interesse an dem vom SPD-Kreisverband angebotenen Format »Landrat vor Ort« hat auch in der Spessartkommune Faulbach am Donnerstag, 21. Juni 2018, mehr als zwei Dutzend Besucher anzogen, um mit Landrat Jens Marco Scherf zu diskutieren und sich anzuhören, was seit 2014 im Landkreis Miltenberg umgesetzt wurde. Darunter auch Bürgermeister Wolfgang Hörnig (SPD).
Heiße Themen wie in nahezu allen Veranstaltungen waren der Ärztemangel, die Krankenhausversorgung und die Verkehrssituation. Der Landrat unterstrich, dass er immer wieder den direkten Kontakt mit den Kommunen und den Menschen suche, um zu erfahren, was den Menschen unter den Nägeln brennt. Faulbach sei sozusagen seine zweite Heimat, habe er hier doch über Jahre als Schulleiter im Südspessart gewirkt. Er umriss die Chancen des Landkreises Miltenberg als Teil der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main mit einem starken Mittelstand im produzierenden Gewerbe und vielen technischen Innovationen. Als besonders wichtig bezeichnete er den neuen Hochschulstandort in Miltenberg, um ein Studium vor Ort anzubieten und Fachkräfte im Landkreis zu halten.
Weiterhin nannte er die Jugendberufsagentur und die neue aufsuchende Jugendsozialarbeit, um jungen Menschen auf dem Weg in das Erwachsenen- und Berufsleben zu helfen. Zu einer guten Lebensqualität gehöre auch eine gute ärztliche und pflegerische Versorgung, weshalb man mit der Gesundheitsregion plus hier mit dem Weiterbildungsverbund und einer Werbekampagne Perspektiven für junge Mediziner schaffe. Im Bereich der Pflege gebe es durch das Pflegenetz MIL neue Chancen zur Zusammenarbeit und Verbesserung von Ausbildung und der Belastungen der Pflegekräfte.In der von der SPD-Kreisvorsitzenden Helga Raab-Wasse geleiteten Diskussion kristallisierte sich heraus, dass sich die Menschen im Südspessart zu wenig wahrgenommen fühlen. So hätten die beiden ersten Angebote des Pflegenetzes MIL in Kleinwallstadt und Elsenfeld stattgefunden. Landrat Scherf versprach spontan, dass der nächste Pflegetalk im südlichen Landkreis stattfinden soll. Auch in Sachen Mobilität seien Verbesserungen notwendig. Landrat Scherf verwies hier aber auf die neue Frühverbindung der Linie 799 über Collenberg und Faulbach direkt nach Würzburg sowie über die neue Südspessartlinie 83 von Großheubach/Eschau über Altenbuch/Stadtprozelten und Faulbach nach Wertheim und Würzburg anzubinden. Trotz einer gravierenden Einnahmeverschiebung im VAB-Verbund werde man im Kreistag den neuen Nahverkehrsplan verabschieden und versuchen, das Angebot schrittweise zu verbessern. Jetzt hoffe man, so der Landrat, dass in München endlich das „Ja“ zu mehr Zügen auf der Maintalbahn gesprochen werde.

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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