PG "Am Engelberg"
Rosenkranzandacht in Großheubach
- hochgeladen von Peter Hefner
Ein Abend des Innehaltens und des Trostes
Der Oktober steht im liturgischen Jahr der katholischen Kirche seit jeher ganz im Zeichen des Rosenkranzes. Es ist ein Monat, der den Gläubigen Raum schenkt, innezuhalten, das eigene Leben im Licht des Evangeliums zu betrachten und die Gottesmutter Maria als Fürsprecherin und Begleiterin besonders zu würdigen. In dieser tief verwurzelten Tradition versammelte sich die Pfarrgemeinde am gestrigen Abend in der festlich erleuchteten Pfarrkirche St. Petri Stuhlfeier zu Antiochien zu einer feierlichen Rosenkranzandacht, die den Anwesenden Momente spiritueller Einkehr schenkte.
Das meditative Gebet des Rosenkranzes gilt als ein spiritueller Wegweiser, bei dem die Gläubigen an der Hand Mariens durch die Geheimnisse des Glaubens geführt werden. Im Mittelpunkt der gestrigen Andacht stand in besonderer Weise das Leid Jesu Christi. In den betrachteten schmerzhaften Geheimnissen des Rosenkranzes wurde das Leiden und Sterben des Erlösers spürbar ins Bewusstsein der Betenden gerückt. Es war ein eindringlicher Aufruf, das menschliche Kreuz und die Nöte der Gegenwart im Leiden Christi geborgen zu wissen und daraus Trost sowie neue Hoffnung zu schöpfen.
Pfarrer Christian Stadtmüller verstand es, der Andacht einen sehr würdevollen Rahmen sowie einen kontemplativen Charakter zu verleihen. Den feierlichen Höhepunkt und zugleich den liturgischen Abschluss der Andacht bildete der eucharistische Segen, den Pfarrer Stadtmüller spendete. Vor der geschmückten Marienstatue stimmten alle Anwesenden das traditionelle Marienlied „Rosenkranzkönigin“ an. Die vertrauten Klänge setzten einen berührenden Schlusspunkt unter einen Abend, der die marianische Tradition auf eindrucksvolle Weise lebendig hielt.
Redaktion: Isabell Kneissl
Autor:Peter Hefner aus Großheubach |
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