Preisschafkopf
Kartler-Wahnsinn in Heppdiel : Rekordkulisse sprengt alle Erwartungen
- hochgeladen von Hubert Konrad
HEPPDIEL. Wer eine Woche vor Ostern samstags die Heppdieler Festhalle betrat, blickte in ein Meer aus Karten, konzentrierten Gesichtern und hörte das rhythmische Klopfen auf den Tischen. Der traditionelle Preisschafkopf, immer am Samstag vor Palmsonntag, wird als Jahr der Superlative in die Dorfgeschichte eingehen.
Ein Dorf wird zum Schafkopf-Mekka
Bereits vor offiziellem Beginn zeichnete sich ab, dass die Organisatoren in diesem Jahr viele zusätzliche Tische stellen mussten. Mit einer Rekordkulisse von 176 Teilnehmern war das Turnier so gut besucht wie nie zuvor. Besonders erfreulich: Auch die Frauenquote erreichte einen historischen Höchststand. Insgesamt 21 Kartlerinnen mischten das Feld ordentlich auf und bewiesen, dass Schafkopf längst keine reine Männerdomäne mehr ist.
Spannung bis zum letzten „Eichel-Ober“
In insgesamt drei Runden wurden 60 Partien gespielt. Über Stunden hinweg wurde gereizt, gestochen und gelacht, bis gegen Mitternacht die endgültige Auswertung feststand. Das Niveau war in diesem Jahr außerordentlich hoch, was den Kampf um die vordersten Plätze zu einem echten Krimi machte.
Die Platzierungen im Überblick:
Der glückliche Sieger des Abends heißt Klaus Erhardt. Er nahm den weiten Weg aus Würzburg auf sich, was sich am Ende mit dem Hauptpreis und dem Titel des Turniersiegers mehr als auszahlte. Ein bekanntes Gesicht aus der Nachbarschaft sicherte sich den Silber-Rang. Heinz Wehrmann aus Eichenbühl bewies Nervenstärke und landete auf einem hervorragenden zweiten Platz. Das starke Abschneiden der Frauen wurde durch Bettina Ballweg (ebenfalls Eichenbühl) gekrönt, die sich den dritten Platz auf dem Podium erkämpfte.
Vereinsinterne Krone für Pfohlbach
Neben der Gesamtwertung stand natürlich auch die prestigeträchtige Ermittlung des Vereinsmeisters im Fokus. Hier setzte sich am Ende Peter Witzany aus Pfohlbach gegen seine Vereinskameraden durch. Unter großem Applaus nahm er die Glückwünsche für seinen Titel als Vereinsmeister entgegen.
Die Jugendleitung des FC Heppdiel zeigte sich sichtlich überwältigt vom Ansturm und der großartigen Atmosphäre. „Dass wir heute die 170er-Marke knacken, hätten wir uns nicht träumen lassen“, so das Resümee von Michael Koch. Er bedankte sich bei allen Sponsoren für die vielen Geld- und Sachspenden, die das Turnier weit über die Grenzen hinaus bekannt machen. Ein Abend, der zeigt: Das Kulturgut in den Vereinen lebt in der Region mehr denn je.
Autor:Hubert Konrad aus Pfohlbach |
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