Ken Pfeiffer und Matti Wetzel sind Jugendsportler des Jahres im Bayerischen Kanu-Verband

Matti Wetzel für Paracanoeing (links) und Ken Pfeiffer in der Disziplin Kanurennsport von der WSG Kleinheubach freuen sich über ihre Auszeichnung als Jugendsportler des Jahres 2015 im Bayerischen Kanu-Verband.
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  • hochgeladen von Uschi Zimmermann
Wo: WSG Kleinheubach, In den Engern, 63924 Kleinheubach auf Karte anzeigen

Die Auszeichnung zum bayerischen Kanu-Jugendsportler des Jahres ist eine begehrte Trophäe, ähnlich dem "Oscar" des Kanusports, wie Oliver Bungers, der Präsident des Bayerischen Kanu-Verbandes (BKV), bei der Ehrung betonte. Seit 1997 wird sie durchgeführt – aus sieben Kanusport-Disziplinen wird jeweils nur ein einziger Sportler gekürt. In diesem Jahr ging die Ehrung zum allerersten Mal auch nach Kleinheubach, sogar gleich an zwei junge Mitglieder der WSG: Matti Wetzel und Ken Pfeiffer. Letzter konnte jedoch nicht zur offiziellen Ehrung nach München fahren, weil er noch zum Winter-Trainingslager in Portugal weilte. Deshalb wurden die Auszeichnungen jetzt am Bootshaus in Kleinheubach nachgeholt.

Der Lohn ist in diesem Fall zwar keine goldene Trophäe wie in Hollywood, aber doch eine individuell gestaltete Urkunde und ein willkommener Einkaufsgutschein. Bei der offiziellen Verleihung hielt jeweils ein prominenter Gast als „Pate“ die Laudatio auf den/die Sportler/-in. Für den 15-jährige Matti Wetzel war es Georg Steibl, Vizepräsident Sport im Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern.

Für alle ein Vorbild

Mit acht Jahren begann Matti mit dem Kanusport. Anfangs konnte er wegen seiner starken Spastik nur im Zweier mitpaddeln. Doch dank seines erfahrenen Trainers und vor allem aufgrund seines enormen Ehrgeizes wurde er schnell sicherer und fuhr bald schon im Einerkajak - auch auf Regatten im normalen Kanurennsport.
Im Paracanoeing (Kanurennsport für Menschen mit Behinderung) wurde er 2013 Süddeutscher Vizemeister. Obwohl Matti im Rollstuhl sitzt, war und ist er voll in das Vereins- und Regattaleben integriert, immer mitten drin und bei allen beliebt. Mit seiner eisernen Willensstärke ist der Gymnasiast für alle ein Vorbild! Aber er profitiert auch gesundheitlich vom Kanusport, wie er auf der großen Bühne erzählte. Seine körperlichen Einschränkungen werden durch dieses besondere Training, das alle Muskeln anspricht, deutlich gebessert.

Training im Sommer wie im Winter führte zum Deutschen Meistertitel

Von nichts kommt nichts, schon gar nicht im olympischen Kanurennsport. Ken Pfeiffer war mit dem Kader auf Trainingslager in Portugal. Das Interview auf der Showbühne wurde an seiner Stelle mit seinem Trainer Egon Wetzel geführt, der von den Erfolgen seines Schützlings und die Arbeit, die davor steht, berichtete.
Der Deutsche Meister Ken Pfeiffer hat – für diese Disziplin – relativ spät mit dem Kanusport begonnen: erst mit neun Jahren. Noch im gleichen Jahr bestritt er seine erste Regatta. Sein Ehrgeiz und Wille zum Erfolg ließen sich schon früh erkennen. Bis heute trainiert er eisern, Sommer wie Winter. Oft zwei bis drei Trainingseinheiten am Tag, sieben Tage in der Woche, bei Wind und Wetter - auch bei Schnee - auf dem Wasser, beim Joggen und in der „Mucki-Bude“. Aber die harte Konkurrenz im Kanurennsport lässt keine andere Wahl, wenn man ganz oben auf dem Treppchen stehen will. Erfolg motiviert natürlich, aber Ken freut sich auch über die vielen Freundschaften, die er mit seinen „Konkurrenten“ quer durch Deutschland geschlossen hat.
Seine ersten großen Erfolge feierte der Kleinheubacher 2013 mit der Süddeutschen Meisterschaft im K4 der Schüler A. 2015 schrieb er dann Vereinsgeschichte: vier 2. Plätze und der Titel bei den Deutschen Meisterschaften (Jugend) – das hat vor ihm noch kein WSGler erreicht! Die überraschendste Medaille war allerdings die Vizemeisterschaft im K4 – das Boot schrammte nur um 28/100 Sekunden an Gold vorbei!

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