Bienenschutzausschuss tagte
Praxisnahe Lösungen für Landwirtschaft und Imkerei
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Neckar-Odenwald-Kreis/Buchen. Regionale Lösungen für ein gutes Miteinander von Landwirtschaft und Imkerei stehen im Zentrum der Arbeit der Bienenschutzausschüsse. Wie das im Neckar-Odenwald-Kreis gelingen kann, darüber tauschten sich jüngst Vertreterinnen und Vertreter aus Imkerei, Landwirtschaft sowie der Landwirtschafts- und Veterinärverwaltung im Bienenschutzausschuss des Kreises aus.
Um die Zusammenarbeit landesweit zu fördern, wurde in Baden-Württemberg im Jahr 2008 der Runde Tisch Landwirtschaft und Imkerei gegründet. Auf regionaler Ebene tagen in den Landkreisen Bienenschutzausschüsse, in welchen sich Fachleute über Fragen zum Anbau von Kulturpflanzen sowie zur Imkerei austauschen, mit dem Ziel, den Ansprüchen von Landwirtschaft und Imkerei gerecht zu werden – so auch in diesem Jahr im Hugo-Geisert-Saal des Landratsamtes in Buchen.
Dr. Björn-Christian Kleih, Erster Landesbeamter des Neckar-Odenwald-Kreises, begrüßte die zahlreich erschienenen Akteure und hob die Bedeutung sowohl der Wild- als auch der Honigbienen für die Landwirtschaft und Natur hervor und lobte den regelmäßig stattfindenden Austausch auf lokaler Ebene. Im Anschluss gab Dirk Büttner, Fachdienstleiter Landwirtschaft, einen kurzen Überblick über die stattgefundenen Veranstaltungen sowie über die positive Entwicklung der „Blühflächen“ und des Rapsanbaus im Kreis. Raps ist für Imker eine sehr wichtige Pflanze, da er eine ertragreiche Frühjahrstracht für Bienen darstellt. Die Blühflächen tragen dafür Sorge, dass die Bienen auch nach der Rapsblüte noch Futter vorfinden.
Einem aktuellen pflanzenbaulichen Thema widmete sich der Vortrag von Nina Waldorf, Sachgebietsleiterin Pflanzenschutz im Neckar-Odenwald-Kreis. Sie referierte über die Situation im Zuckerrüben- und Kartoffelanbau, der von der Schilf-Glasflügelzikade bedroht ist. Die Schilf-Glasflügelzikade ist ein kleines Insekt, das sowohl im Zuckerrüben- und Kartoffelanbau als auch bei verschiedenen Gemüsearten Probleme verursacht. Die Zikaden übertragen schädliche Bakterien durch ihre Saugtätigkeit an den Pflanzen, was große Schäden an den Knollenfrüchten verursacht. Pflanzenkrankheiten wie SBR (Syndrome Basses Richesses) in Zuckerrüben und die bakterielle Kartoffelknollenwelke sind die Folge, wodurch große Ertrags- und Qualitätsverluste entstehen. Die Pflanzenbauexpertin informierte die Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Imkervereine über die Bekämpfung der Zikade in den jeweiligen Kulturen und leistete damit wichtige Aufklärungsarbeit.
Flankiert wurde ihr Vortrag von Dr. Andreas Maier, Pflanzenbau- und Pflanzenschutzreferent des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Dabei zeigte er sich wieder einmal als hervorragender Kenner der Materie und stand für Diskussion sowie Rückfragen die ganze Zeit zur Verfügung und traf dabei stets den richtigen Ton.
Den fachlichen Abschluss bildete Lina Sauter, Fachberaterin Wespen und Hornissen im Kreis. Sie gab neueste Einblicke über die Ausbreitung der asiatischen Hornisse in Baden-Württemberg und im Kreis und informierte über den Umgang mit dieser invasiven Art in der Zukunft.
Die diesjährige Sitzung des Ausschusses war geprägt von aktuellen Themen, fachlichem Austausch und konstruktiven Diskussionen und zeigte einmal mehr, wie gute Zusammenarbeit in der Region funktionieren kann.
Autor:Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis aus Neckar-Odenwald-Kreis |
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