Beste Stimmung bei der Seniorensitzung des NCV
Kinderprinzenpaar Linus II. und Greta I. inthronisiert
- Kinderprinzenpaar Linus II. und Greta I. (Linus Seitz und Greta Niebauer)
- Foto: Steffen Sollorz
- hochgeladen von Carnevalverein Niedernberg, Melanie Graner
Ein voll besetztes und närrisch geschmücktes Pfarrheim bot den passenden Rahmen für die Seniorensitzung des Niedernberger Carnevalvereins (NCV). Veranstaltet vom Frauenbund und vom NCV gestaltet, erlebten die Seniorinnen und Senioren über drei Stunden hinweg einen kurzweiligen Nachmittag. Sitzungspräsident Patrick Zerkler führte souverän durch das Programm, Heribert am Keyboard sorgte für die passende Stimmungsmusik.
Gleich zu Beginn stand ein besonderer Moment auf dem Programm: Das Kinderprinzenpaar Linus II. und Greta I. (Linus Seitz und Greta Niebauer) wurde feierlich inthronisiert. In einer selbst verfassten Rede stellten sich die jungen Tollitäten dem Publikum vor und wurden dabei vom Prinzenpaar Jürgen III. und Doris I. (Ehepaar Reinhard) begleitet. Nach der Begrüßung stimmte Heribert die Gäste mit ersten Schunkelrunden ein.
Anschließend zeigten die Garden des NCV, was sie in vielen Monaten intensiven Trainings einstudiert hatten. Die Jüngsten aus der Minigarde begeisterte mit ihrem Tanz zu „Bibi und Tina“ und durfte sogar mit dem „Gute-Laune-Song“ eine Zugabe geben. Die Kindergarde nahm das Publikum mit auf die Skipiste, während das Tanzmariechen-Duo Lia und Linda mit einer sehr akrobatischen Darbietung großen Applaus erntete. Später präsentierte die Jugendgarde ihren Tanz mit dem Motto „Vom Feuer zur Blüte“ und die Prinzengarde setzte mit ihrem Gardetanz einen weiteren Höhepunkt des Nachmittags.
Zwischen den Tanzauftritten sorgten Büttenreden für Lacher und gute Stimmung: Die Nachwuchstalente Mathea und Jule (Mathea Rosnizeck und Jule Killermann) begeisterten das Publikum mit pointenreichen Alltagsbeobachtungen und jugendlicher Sprache. Sie berichteten von kleinen und größeren Problemen aus Schule, Familie und Pubertät, sprachen von „Gefühlen wie in ner Achterbahn und Haut wie eine Mondlandschaft“ und stellten augenzwinkernd fest, Eltern seien wie WLAN – immer da, aber nie dort, wo man sie gerade brauche.
Einen festen Platz auf der Narrenbühne haben seit vielen Jahren Helene und Ilona (Helene Kempf und Tochter Ilona Gerdsmeier). Auch in diesem Jahr überzeugten sie als Straßensängerinnen, wobei Helene mit ihren 91 Jahren einmal mehr bewies, dass Humor kein Alter kennt. In ihrer gesungenen Büttenrede, vorgetragen im Honischer Dialekt, nahmen sie das Älterwerden, den Alltagswahnsinn und das Leben selbst mit viel Selbstironie aufs Korn. Helene plauderte unter anderem über Arztbesuche, die man am besten montags früh erledige, weil dort bei proppevollem Wartezimmer die beste Unterhaltung geboten sei. Sie erinnerte sich an ihre Kindheit, in der sie ein sehr ruhiges Kind gewesen sei und immer brav sitzen blieb – in der Schule sogar dreimal. Immer wieder stimmten die beiden gemeinsam mit den Senioren den Refrain an: „Was kann schöner sein als Fasenacht bei uns hier am Main.“ Ihrer Tochter gab Helene dabei noch einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg: Wer eine Diät plane, solle besser gleich zwei machen, denn von einer werde man nicht satt. Am Ende blieb die klare Botschaft: Das Leben mit Humor nehmen, egal ob man jung oder alt ist.
Ein besonderer Hingucker war das Männerballett, das in seiner Darbietung „Honisch Air fliegt durch Europa kreuz und quer“ als Stewardessen verkleidet auf länderspezifische Musikstücke tanzte, dabei tolle Hebefiguren einbaute und für ihren Auftritt eine Beifallsrakete erntete.
Büttenredner-Ass Heribert setzte als Redner den Schlusspunkt. In gewohnt augenzwinkernder Weise nahm er das Dorfleben unter die Lupe und erzählte von spaßigen Begebenheiten aus dem Familienalltag. So berichtete er von einem Schrittzähler, den er zu Weihnachten geschenkt bekam und der bereits morgens um sieben Uhr 3.000 Schritte anzeigte – ein deutliches Zeichen dafür, wie oft er nachts zur Toilette müsse. Aufs Heiraten verzichte er lieber, erklärte er, und wünsche sich stattdessen lieber ein Bayernlos, denn damit habe man wenigstens eine zweite Chance!
Beim großen Finale versammelten sich alle Aktiven und Prinzenpaare noch einmal auf der Bühne und ließen eine rundum gelungene Seniorensitzung mit Fasenachtsliedern und Schunklern stimmungsvoll ausklingen.
Autor:Carnevalverein Niedernberg, Melanie Graner aus Niedernberg |
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