Klasse Stimmung und großes "Helau" bei Seniorensitzung des NCV
Niedernberger Carnevalverein feiert mit den Senioren Fasenacht

Das Prinzenpaar Rudi II. und Susanne II. mit seinem Kinderprinzenpaar Finn I. und Anna II.
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  • Das Prinzenpaar Rudi II. und Susanne II. mit seinem Kinderprinzenpaar Finn I. und Anna II.
  • Foto: Steffen Sollorz
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Mit den Worten „Endlich isses soweit, sie ist da, die fünfte Jahreszeit“ eröffnete der Präsident des Niedernberger Carnevalvereins, Wolfgang Fecher, am Sonntag, 17. Februar, die Seniorensitzung im Pfarrheim. Heribert Englert unterhielt musikalisch und die Sitzung wurde mitveranstaltet vom Frauenbund. Gleich zu Beginn bekam das amtierende Prinzenpaar, Rudi II. und Susanne II. jugendliche Unterstützung: Das Kinderprinzenpaar Finn I. und Anna II.  wurde inthronisiert. Im wahren Leben sind die beiden als Finn Schwarz und Anna Hartlaub bekannt. Kinderprinz Finn brachte es auf den Punkt: „Mir schunkele jetzt kräftig, denn schloofe könne mir dahoam“. Seinen allerersten Auftritt hatte an diesem Nachmittag das Nachwuchs-Tanzmariechen und Geburtstagskind Jule Killermann. Gelenkig und mit kessen Posen zeigte die Achtjährige, dass großes tänzerisches Potential in ihr steckt.
Als „Alter Knacker“ stand Ehrenpräsident Beppi Klement auf der Bühne. Viele zustimmend nickende und lächelnde Gesichter sah man im Publikum, als er vor allem die vor 1945 Geborenen ansprach, den Unterschied von Heute zu Früher erläuterte und die Wichtigkeit der Großeltern feststellte. „Damals gab es noch kein Penicillin, keine Kontaktlinsen, das Eis kostete fünf Pfennig und zur Kommunion gab es Sammeltassen“, sinnierte er nach der guten alten Zeit. Er bat um Verständnis, denn „wen wundert es, dass wir Älteren nach dieser Entwicklung manchmal konfus sind“.
Staunende Blicke erntete das Tanzpaar Lisa Seitz und Linus Heimbach. Sie traten mit Tanzmariechen Anna Günther auf. Überschläge, Spagat und Hebefiguren meisterten sie gekonnt.
Als „Straßensängerinnen“ hatten Ilona Gerdsmeier und Helene Kempf das Publikum gleich bei den ersten Tönen von „Es ist Fasenacht ihr Brüder“ fest im Griff. Das lustige Zwiegespräch in Reimen von Mutter und Tochter endete meist mit der Feststellung „Was purzeln soll, das purzelt doch“. Dass zwei Minuten Lachen genau soviel Kalorien verbraucht wie 20 Minuten Joggen, sei wissenschaftlich belegt. Deshalb beschloss Ilona, sich lieber an die Straße zu setzen und vorbei joggende Sportler auszulachen. Weiser Rat erteilte die Mutter: „Wenn du abnehmen willst, dann mach gleich zwei Diäten auf einmal. Denn von einer wirst du nicht satt“.
Die Prinzengarde zeigte den närrischen Besuchern mit einem sehenswerten Gardetanz ihr Können.
Walter Wagner, Ehrenmitglied und Urgestein in der Bütt der Niedernberger Fasenacht, stellte fest: Er findet sich im Fernseh-Dschungel von mehr als 1000 Sendern nicht zurecht und vermisst die gute alte Zeit von „Der große Preis“ und „Dalli Dalli“. Heute seien die Fernseher nur noch flach, groß und ohne Inhalt. Früher waren sie wenigstens tief, sodass noch ein gehäkeltes Spitzendeckchen darauf Platz fand.
15 Mädchen der Kindergarde in bunten Tüllröckchen und leuchtend lilafarbenen Perücken zeigten bei ihren Showtanz „Jahrmarkt“, was sie das ganze letzte Jahr mühsam einstudiert hatten.
Mit einer Minute Applaus der Wertschätzung für Pflegeberufe, ging die Narretei in die Pause.
Bei der „Verrückten Zaubershow“ flitzten 17 Häschen und ein Zauberer über die Bühne. Die Mädels und Jungs der Jugendgarde verzückte mit tollen Kostümen, rosa Puschelschwänzchen und akrobatischem Tanz das Publikum.
Heribert Englert und Ehrenbürgerin Ordensschwester Damaris lästerten in ihrer Büttenrede zu Beginn ordentlich über den Pfarrer. Die Schwester mutmaßte, dass sein Zuspätkommen in der Bütt keineswegs ein dringender Seelsorgetermin sei, sondern dass er wohl wieder verschlafen habe. Heribert empfahl Bürgermeister Reinhard zu Ehren von Schwester Damaris in Niedernberg eine U-Bahn zu bauen und Pfarrer Haas ist sich sicher, dass Bundeskanzlerin Merkel einen Platz in der Hölle finden wird. Eine Lösung für ungebetene tierische Besucher wie Marder und Waschbären hat Pfarrer Haas auch parat: „Taufe sie, spende Kommunion und Firmung – danach sind se alle weg“.
Zum Abschluss des närrischen Nachmittages tanzten 13 nylonbestrumpfte Männer in Gardekostümen und blonden Zöpfen zu Polka. Viel Applaus und herzliche Lacher hatte das Männerballett auf seiner Seite.

Weitere Fotos der Kampagne sind auf der Homepage www.ncv-helau.de zu sehen.

Autor:

Melanie Graner aus Niedernberg

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