Kirchenführung des Frauenbundes
Über den Kirchenmaler Lukas Gastl und sein Trennfurter Altarbild
- hochgeladen von Hiltrud Pflegshörl
Auf Initiative des Frauenbundes Trennfurt-Erlenbach fanden sich viele Interessierte zu einer Kirchenführung in Trennfurt ein. Guido Sauer führte die Teilnehmer durch die Pfarrkirche und stellte dabei insbesondere das Altarbild des Würzburger Künstlers Gastl in den Mittelpunkt.
Lukas Gastl, Kunstmaler, Bildhauer und Glaskünstler aus Würzburg, schuf seit den 1950er Jahren eine beeindruckende Vielzahl an Kunstwerken, hauptsächlich für Kirchen.
Das Altarbild in der Pfarrkirche Trennfurt entstand 1976 nach dem verheerenden Kirchenbrand und zeigt die Auferstehung Christi mit Maria Magdalena als erste Zeugin der Auferstehung. Während der Führung erläuterte Guido Sauer die theologischen Aussagen des Bildes sowie dessen künstlerische Gestaltung und Entstehungsgeschichte.
Dabei berichteten einige Besucher von einer Besonderheit: Auf Wunsch der Pfarrgemeinde überarbeitete Lukas Gastl nach der Fertigstellung das Erscheinungsbild der Maria Magdalena und gestaltete den Hintergrund zu den Seitenaltären neu.
Bei der Führung wurde ergänzend anhand von Fotografien Vergleiche mit weiteren Altarbildern Lukas Gastls gezogen, insbesondere mit seinen Werken in den Kirchen von Elsenfeld und Mechenhard. Dabei wurde deutlich, wie sich Stil, Bildsprache und Motive des Künstlers im Laufe seiner Schaffensjahre entwickelten.
Bedauerlicherweise existiert bis heute kein vollständig fundiertes Werkverzeichnis des vielseitigen Künstlers. Umso wichtiger sind solche regionalen Initiativen, die das Werk Lukas Gastls dokumentieren und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen, befanden einige Zuhörer.
Die Kirchenführung bot den Teilnehmern deshalb nicht nur kunsthistorische Einblicke, sondern leistete zugleich einen Beitrag zur Erinnerung an einen bedeutenden fränkischen Künstler des 20. Jahrhunderts.
Zum Ausklang trafen sich die Besucher noch in der Eisdiele.
Autor:Hiltrud Pflegshörl aus Trennfurt |
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