Eine Ära geht zu Ende - Das Backparadies Stappel in Wörth schließt

Eine Ära im Bäckerei- und Konditorenhandwerk geht zu Ende: Ria und Erich Stappel mit Tochter Elisabeth Gora und Urenkel Kilian
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Die Kunden können es immer noch nicht so ganz glauben: Am 31. August 2016 werden zum letzten Mal die Backöfen bei Stappels in Wörth angeheizt. Nahezu 160 Jahre reicht die Familientradition im Bäckerhandwerk zurück. 55 Jahre hat Erich Stappel in der Backstube herzhaftes Brot, knackige Brötchen, feine Backwaren und Torten hergestellt. Seine Frau Ria stand im immer zur Seite und stärkte ihm den Rücken, auch bei seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten als Kreishandwerksmeister, in den verschiedenen Gremien der Bäckerinnung, in Wirtschaftsverbänden und in der Kommunalpolitik.

Die ganze Familie hat mitgeholfen, wenn in Saisonzeiten jede Hand gebraucht wurde. »Ich liebe meinen Beruf«, sagt der 78-jährige Bäckermeister und erzählt, dass er auch spät abends, wenn er von Versammlungen oder Sitzungen zurückkam, noch einen Blick in die Backstube geworfen hat. Aber mittlerweile spürt er das Alter, und es stand schon lange Zeit fest, dass er selbst nicht mehr den Betrieb weiterführen will. Seine Tochter Elisabeth Gora hat das Bäcker-Gen von ihrem Vater geerbt. Die 51-jährige Mutter von drei Kindern und Oma eines Enkelsohnes stand von montags bis freitags mit in der Backstube. Wie ihr Vater meist 16 Stunden am Tag. Sie hat lange mit sich gerungen, den Betrieb zu übernehmen, aber sich letztlich aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden.

Die Bäckerfamilie Kirchgäßner aus dem benachbarten Erlenbach wird zumindest das Ladengeschäft in der Landstraße als Filiale übernehmen. Mitte September ist die Neueröffnung geplant. In den letzten Tagen wurde bei Stappels noch fleißig gebacken. Viele Stammkunden haben vorbestellt, um die Stappelschen Produkte einzufrieren und so noch einige Zeit über die Schließung hinaus Reserven zu haben.

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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