Großer Neujahrsempfang im Wörther Schifffahrtsmuseum
Kreishandwerksmeister Erich Stappel konnte auch in diesem Jahr bei der „ersten offiziellen Feierstunde des Handwerks“ wieder eine Vielzahl an Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Handwerk begrüßen. In seiner Rede ging Erich Stappel auf die schwierige Situation in der Welt und besonders auf die Lage Deutschlands als Einwanderungsland ein. Bei allem Verständnis für die Lage der Flüchtlinge mahnte er, auch an die armen Bürger bei uns zu denken. „Deutschland leistet in der europäischen Union mehr Hilfe als jeder andere Staat in Europa. Nicht umsonst wollen die meisten Asylsuchenden zu uns nach Deutschland. Dennoch wird vielerorts Kritik an Deutschland geäußert“, so der Kreishandwerksmeister. Ein Überblick über die Lage des Handwerks, das unter der Bürokratie und der neuen Kennzeichnungspflicht zu leiden habe, und der Trend zu Quantität anstelle von Qualität – auch durch die modernen Backshops – durfte in seiner Begrüßungsrede auch nicht fehlen.
Die Neujahrsansprache hielt in diesem Jahr Landrat Jens-Marco Scherf. „Das vergangene Jahr war kein leichtes, sondern ein tosendes und Angst machendes Jahr. Eskalationen und Übergriffe sind auch weiter zu befürchten. Frieden, Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich, sondern ein hohes Gut“, so der Landrat. In seiner Ansprache ging er auch auf die verschiedenen „Baustellen“, wie Bildung, Infrastruktur/Verkehr und Energie im Landkreis ein. Jens-Marco Scherf: „Ich bin froh, dass die ca. 450 Asylsuchenden im Landkreis so freundlich aufgenommen werden und über das große ehrenamtliche Engagement. Die Politik ist gefordert, auch hauptamtliche Strukturen zu schaffen, damit die Integration gelingt.“
Der 1. Bürgermeister von Wörth Andreas Fath und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel überbrachten ebenfalls Grußworte an die Anwesenden.
Musikalisch wurde die Feier vom Mönchberger Bläserquartett unter Leitung von Roland Milten
berger umrahmt.
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