Staatliche Realschule Elsenfeld
Dein Smartphone - Deine Entscheidung
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Vom 28. bis 30. Januar war Polizeihauptmeisterin Stefanie Amendt von der Polizeiinspektion Obernburg in den sechs Klassen der 5. Jahrgangsstufe unterwegs, um die Kinder über die sinnvolle und legale Handynutzung zu informieren. Zunächst führte sie mit einem kurzen Video in die Thematik ein, denn die meisten Schülerinnen und Schüler dieser Altersgruppe nutzen bereits eigene Smartphones. Bei den interessanten und interaktiven 90minütigen Vorträgen kam sehr schnell heraus, dass die Kinder soziale Dienste, wie TikTok, Instagram, Whatsapp, Youtube etc. nutzen. Allerdings sind Whatsapp (erst ab 13 Jahren) und andere Apps einer gewissen Altersangabe unterlegen. Zu beachten ist, dass beispielsweise das Weiterschicken von Kettenbriefen untersagt ist. Ebenso wird auf die Vielfältigkeit des Urheberrechts durch verschiedene Beispiele hingewiesen. So werden die Schüler darauf aufmerksam gemacht, dass schon ein einfaches Verwenden von einem Bild (z.B. Screenshot) zu urheberrechtlichen Verstößen führen kann. Dasselbe gilt für Videos und Musik. Auch hier ist Vorsicht geboten, was das weitere Verbreiten betrifft. Hier können strafrechtliche, aber auch zivilrechtliche Forderungen gestellt werden. Gerade bei zivilrechtlichen Forderungen sind Kinder bereits ab einem Alter von acht Jahren belangbar.
Auch das Fotografieren und die legale Nutzung dieser Fotos konnte Frau Amendt den Fünftklässlern darlegen. Denn auch das Recht am eigenen Bild ist äußerst wichtig. Jeder Schüler sollte wissen, dass er Fotos nicht einfach ins Internet stellen darf, sondern dass es hier einer Einverständniserklärung bedarf, oder solche gar nicht erst angefertigt werden dürfen, wenn es den höchstpersönlichen Lebensbereich betrifft. Hier sollen die Schüler dafür sensibilisiert werden, dass nicht alles fotografiert und online gestellt werden darf. Denn auch hier gibt es Regeln.
Jeder Jugendliche sollte sich genau überlegen, welche Mitteilungen er über sein Handy verbreitet. Das gilt nicht nur für Fotos, sondern auch für Geschriebenes. In diesem Zusammenhang wird auch auf das Thema Mobbing eingegangen, welches häufig anzutreffen ist und immer mehr an Bedeutung gewinnt. Ganz gleich ob es Fotos oder Textnachrichten betrifft, die verfasst wurden, Frau Amendt macht immer wieder darauf aufmerksam „Das Internet vergisst nie!“
Auch die Inhalte in einem (Klassen-) Chat sind überlegenswert. Darüber hinaus wurden die Klassen informiert, wem man Bescheid gibt, falls Bilder empfangen wurden, die z.B. extremistische, sexuelle oder gewaltverherrlichende Inhalte zeigen und welche strafrechtlichen Auswirkungen diese haben, falls man sie versendet. Des Weiteren möchte Frau Amendt nicht nur hinsichtlich der Inhalte, bei denen sich die Kinder/Jugendlichen strafbar machen können, sensibilisieren. Der Polizei ist es insbesondere auch ein Anliegen, dass Kinder nicht zu Opfern im Netz werden. Diesbezüglich wird auf das Phänomen „Cybergrooming“ eingegangen. Dies beinhaltet das Ansprechen von Kindern im Netz. Auch hier klärt PHMin Amendt darüber auf, worauf man bei einem Chat mit Fremden achten sollte und ab wann man diesen komplett abbrechen soll.
Bei all diesen Themen weist sie immer wieder daraufhin, dass es besonders wichtig ist, vor allem mit den Eltern im Gespräch zu bleiben und sich im Internet begleiten zu lassen.
Zum Abschluss der zwei Schulstunden wurde über genau diese Themen ein Plakat angefertigt, welches zur Erinnerung in den Klassen verbleibt.
Wir danken Frau Amendt für die interessanten Infos, die für die meisten Schülerinnen und Schüler sicherlich neu waren. Somit dürfte der Umgang mit dem eigenen Handy sowie den Fotos und den versendeten Berichten zukünftig überlegter stattfinden.
Stefanie Amendt und Realschule Elsenfeld
Autor:Staatliche Realschule aus Elsenfeld |
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