Polizeibericht
Gemünden/Sackenbach | Sattelzugfahrer nach Unfallflucht gestoppt - Polizei prüft weitere Unfallzusammenhänge, Polizei stoppt flüchtenden 14-Jährigen auf E-Scooter
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Pressebericht des PP Unterfranken vom 03.09.2026 aus dem Bereich Main-Spessart
Sattelzugfahrer nach Unfallflucht gestoppt - Polizei prüft weitere Unfallzusammenhänge
GEMÜNDEN A. MAIN / LOHR A. MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Ein erheblich alkoholisierter Sattelzugfahrer soll in der Nacht zum Donnerstag auf der B26 mehrere Verkehrseinrichtungen beschädigt und sich anschließend von der Unfallstelle entfernt haben. Die Polizei konnte den 60-Jährigen wenig später stoppen. Die Ermittler prüfen nun, ob weitere festgestellte Unfallschäden ebenfalls auf die Fahrt des Mannes zurückzuführen sind.
Gegen 00:45 Uhr stellten Einsatzkräfte auf der B26 bei Gemünden fest, dass ein Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war. Hierbei wurden ein Verkehrszeichen, zwei Leitpfosten sowie der Zaun einer Trinkwasserversorgungsanlage beschädigt. Der Fahrer setzte seine Fahrt anschließend fort.
Kurze Zeit später entdeckten Polizeibeamte den erheblich beschädigten Sattelzug auf der B26. Teile des Fahrzeugs schleiften bereits über die Fahrbahn. Erst nach mehreren Anhalteversuchen konnte der mit rund 25 Tonnen Quarzsand beladene Lkw gestoppt werden.
Bei dem 60-jährigen tschechischen Staatsangehörigen stellten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert, der umgerechnet etwa 2,3 Promille entspricht. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und die Weiterfahrt
unterbunden.
Der Sattelzug wies erhebliche Beschädigungen auf. Unter anderem war der Kraftstofftank beschädigt und Diesel ausgetreten. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahrenstelle. Der Gesamtschaden im Bereich Gemünden wird auf rund 60.000 Euro geschätzt.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde zudem im Bereich einer Staatsstraße eine beschädigte Leitplanke festgestellt. Auch hier wird ein Zusammenhang mit der Fahrt des Sattelzuges geprüft.
Weiterer möglicher Unfall in Sackenbach
In der Sackenbacher Straße in Lohr am Main war zudem ein geparkter Pkw an der linken Fahrzeugseite erheblich beschädigt worden. Das Fahrzeug war am Mittwoch gegen 20:00 Uhr noch unbeschädigt abgestellt worden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt.
Am Pkw konnten Fremdspuren gesichert werden. Die Polizei prüft derzeit, ob auch dieser Schaden durch den später gestoppten Sattelzug verursacht worden sein könnte.
Zeugen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Beobachtungen zu dem Sattelzug gemacht haben, denen dessen Fahrweise aufgefallen ist oder die Hinweise zu weiteren möglichen Unfallstellen geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 09351 / 9741-0 bei der Polizeistation Gemünden zu melden.
Polizei stoppt flüchtenden 14-Jährigen auf E-Scooter - Ermittlungen eingeleitet
LOHR A. MAIN, OT SACKENBACH, LKR. MAIN-SPESSART. Ein 14-Jähriger ist am Mittwochnachmittag mit einem E-Scooter mehrfach vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Nach mehreren Anhalteversuchen konnten die Beamten den Jugendlichen schließlich stoppen und das Fahrzeug überprüfen.
Gegen 16:20 Uhr fiel der deutsche Staatsangehörige einer Streife mit einem E-Scooter ohne Versicherungskennzeichen auf. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, flüchtete der Jugendliche zunächst über verschiedene Fuß- und Radwege im Bereich Sackenbach.
Nach mehreren weiteren Sichtungen und Fluchtversuchen konnte der 14-Jährige schließlich in der Pfingstgrundstraße zum Anhalten bewegt werden.
Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass der E-Scooter eine Geschwindigkeit von bis zu rund 50 km/h erreicht. Nach Angaben des Jugendlichen hatte seine Mutter das Fahrzeug im Internet für ihn gekauft.
Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen zu den verkehrsrechtlichen Verstößen aufgenommen. Auch die Mutter des 14-Jährigen muss sich als Halterin des E-Scooters verantworten.
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