Bildergalerie und Reportage
Einfühlsames Konzert mit Organist Michael Endres und mit mehreren Chören aus Großheubach und Klingenberg am 22.12.2019

Weihnachten kann jetzt nicht nur in Großheubach ankommen, denn das Motto "Sind die Lichter angezündet" hat sich in mehrfacher Hinsicht bestätigt: eben auch durch gefühlvolle musikalische und gesangliche Darbietungen.
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  • Weihnachten kann jetzt nicht nur in Großheubach ankommen, denn das Motto "Sind die Lichter angezündet" hat sich in mehrfacher Hinsicht bestätigt: eben auch durch gefühlvolle musikalische und gesangliche Darbietungen.
  • hochgeladen von Roland Schönmüller

Nieselregen bestimmt das spätnachmittägliche Wetter am vierten Adventssonntag 2019 im Maintal. 

Es ist 17 Uhr und mancherorts haben die Weihnachtsmärkte nur noch wenige Stunden geöffnet. Auch vorweihnachtliche Konzerte gibt es in der Region, etwa in einigen Spessart- und Odenwald-Orten,  
im Maintal -  beispielsweise in Großheubach. 

Mit aufgespannten Regenschirmen eilen dort die Konzertbesucher zur Pfarrkirche St. Peter. Drinnen sind fast alle Sitzplätze besetzt.

Eine ältere Dame in der letzten Bankreihe verweist freundlich noch auf einen freien Platz in Kanzel-Nähe. Das kommt mir sehr entgegen. So kann ich nach ein paar Treppenstufen die Chormitglieder in Bildern bestens fotografieren. Das Publikum rundum rekrutiert sich vornehmlich aus Erwachsenen und Senioren.

Rechtzeitig beginnt das Konzert mit dem Choral Nr.1 und dem Titel "Rorate Caeli"  aus "Zwölf Choral Präludien"  von Jeanne  Demessieux (1921 - 1968):  exzellent einfühlsam interpretiert und versiert gespielt von Michael Endres an der Orgel.

Im Wechselspiel zwischen Empore und Chorraum folgen imposante Orgelwerke von Demessieux, Martinson und Guilmaut (allesamt von Organist Endres wunderbar, teils kraftvoll, teils sensibel dargeboten) und den Gesangsstücken mit den unterschiedlichen Chören Acalanto (aus Großheubach) sowie den Klingenberger Chor-Gästen Voca Bella  und Da Capo.

Die typischen adventlichen Motive kommen in den Chorbeiträgen sensibel, behutsam, aber auch dynamisch und  effektvoll zum Ausdruck:  Advent bedeutet also nicht nur ein anfängliches Leuchten und spannendes Erwarten. Die Tage vor Weihnachten sind auch eine besondere Zeit geheimnisvoller Klänge und Lichter - so  künden es die Lieder.

Dirigentin Olga Bohn-Kaliakina
beweist viel Empathie bei der Auswahl und Umsetzung der Chorbeiträge. Neuzeitliche und klassische Melodien schaffen eine rhythmisierende Darbietung. Bekannte und neue Stücke
gefallen den applaudierenden Gästen, die sich am gemeinsam gesungenen Schlusslied  "Tochter Zion, freue dich"  ( Text: Friedrich Heinrich Ranke; Melodie: Georg Friedrich Händel ) einsatzfreudig beteiligen.

Zuvor erzielen Acalanto, Da Capo und Voca Bella mit drei gemeinsam gesungenen Liedern eine faszinierende Synthese: "Dona nobis pacem", "Es kommt ein Schiff geladen" und "Sind die Lichter angezündet" - das sind vielstimmige Beiträge aus der Klang-und Symbolwelt von Advent und Weihnachten. Sie agieren  in mystischer Erwartung und erzählen von der Botschaft der Menschwerdung Gottes.

Die Pfarrkirche St. Peter, wunderbar bereits mit Weihnachtskrippe und illuminierenden Christbäumen ausgestattet, präsentiert sich als wirkungsvoller Klang-Körper adventlicher Melodien und Orgelwerke. Die Überleitung zum eigentlichen Weihnachtsfest dürfte jeden Konzert-Gast  jetzt noch leichter fallen.

Der Besuch dieses sicherlich für alle nachhaltig wirkenden Konzertes war ohne Eintrittskosten, aber viele Besucher gaben gerne eine freiwillige Spende. 

Die Chorvereinigung 1869 Großheubach e.V.  darf stolz sein, dass ihre aktiven Sängerinnen und Sänger unter dem engagierten Vorsitz von Vera Zöller in diesem Jubiläumsjahr keine Zeit und Mühe gescheut haben, sondern mehrere ausgezeichnete Darbietungen für die Bevölkerung auf die Beine stellten. In die Marktgemeinde am Main kommt man gern und das Kloster Engelberg grüßt unweit zwischen Himmel und Erde.

Weihnachten kann jetzt nicht nur in Großheubach ankommen, denn das Motto "Sind die Lichter angezündet" hat sich in mehrfacher Hinsicht bestätigt: eben auch durch gefühlvolle musikalische und gesangliche Darbietungen.

Fazit: Advents- und Weihnachtslieder sind ein besonderer Schatz in persönlicher und auch in kultureller Hinsicht. Ihr besonderer Klang macht Menschen froh, glücklich, vielleicht auch etwas wehmütig und bereichert in altehrwürdiger Tradition ihr Leben.

Weitere Bilder und Informationen folgen!

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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