Traditionelle Tour über den Eselsweg zum Saustall
Tourismusverein organisiert mehrstündige Wanderung zweimal im Jahr
- Foto: Engelhard Albert
- hochgeladen von Ulrike Oettinger
17 Teilnehmer haben sich am Samstag in Großheubach auf den Weg zum Saustall gemacht. Veranstalter war der örtliche Tourismusverein. Unter den Teilnehmern waren nicht nur Großheubacher, sondern auch Gäste aus umliegenden Kommunen. Die „Wanderung in den Frühling“ ist eine von zwei etablierten Märschen dieser Art im Jahreszyklus. Die zweite Wanderung - die Herbstwanderung - findet jeweils um den Tag der deutschen Einheit herum statt.
Die Strecke ging vom Startpunkt am Tennisplatz aus hoch zum Pfaffenbrunnen und führte auf einem alten und nicht mehr befahrbaren Hohlweg hinauf zur alten Schutzhütte am Eselsweg.
Zukunftswald Großheubach
Wanderführer Engelhard Albert stellte den hier neu geschaffenen „Großheubacher Klimapfad“ vor. Im November 2025 starteten hier die Firmen Pro Forest, Plantman und Hess GmbH ein zukunftsweisendes Projekt: Der beliebte Wanderweg Eselsweg wird in einen rund 2 Kilometer langen Klimapfad bzw. Waldlehrpfad verwandelt. Der neue „Großheubacher Klimapfad“ soll nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Lernort werden: für alle, die verstehen möchten, wie sich unsere Wälder unter dem Einfluss des Klimawandels verändern und wie wir sie aktiv anpassen können. Entlang des Pfades sind verschiedene Baumarten gepflanzt: von heimischen Arten wie Roteiche und Waldkiefer bis hin zu klimaresistenten Sorten wie Libanonzeder, Türkische Tanne, Esskastanie oder Mammutbaum. So entsteht ein lebendiges Freiluftlabor, das zeigt, wie unser Wald auf den Klimawandel reagiert und welche Baumarten besonders gut für die Zukunft geeignet sind.
Bei einer 10-minütigen Pause wurden die Teilnehmer mit einem Osterei, Süßigkeiten und einem kleinen Schnäpschen oder Likörchen für ihren Aufstieg belohnt. Auf dem Kulturweg und Eselsweg ging es weiter hoch zum Hunnenstein oder irrtümlicherweise auch „Heunenschüssel“ genannt. Bald darauf gelangte die Wandergruppe zum Gipfelkreuz des Ospis (439 m), der höchsten Erhebung auf Großheubacher Gemarkung. Bis zur neuen Schutzhütte am Eselsweg waren es nur noch wenige Merer. Nun durften die Glieder ausruhen und den Mittagstisch hatten sich alle redlich verdient. Der köstliche und herzhafte Currytopf von Familie Münch haben die schwindenden Kräfte wieder aufgebaut. Daneben wurden Wein, Schnäpschen und Süßigkeiten gereicht. Als Nachtisch oder Wegzehrung erhielt jeder Teilnehmer noch einen saftigen Apfel, gespendet vom Kastanienhof Röllfeld.
Nach der einstündigen Mittagspause wurde noch ein kurzer Zwischenstopp am Saustall eingelegt. Der Saustall, der bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch genutzt wurde, ist ein besonderes Wanderziel auf den Höhen des Eselsweges. Für den Rückweg wählte die Wandergruppe den Muldenweg zum Ausgangspunkt zurück.
Engelhard Albert
Autor:Ulrike Oettinger aus Großheubach |
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