Neujahrsempfang des Marktes Kleinheubach
Gemeinsamer Blick nach vorne
- Foto: Katharina Ziegler
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Den Neujahrsempfang des Markts Kleinheubach nahm Bürgermeister Thomas Münig zum Anlass innezuhalten, Dank auszusprechen und vor allem gemeinsam mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Gästen und Freunden des Marktes Kleinheubach nach vorne zu blicken.
Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ hat er bewusst einen Leitspruch gewählt, der Verantwortung einfordert und Mut macht.
Für Kleinheubach bedeute dieser, Veränderung passiert hier nicht abstrakt, sie entsteht durch Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und sich einbringen – in Politik, Vereinen, Betrieben, Familien und im Ehrenamt.
In seinem Rückblick auf 2025 beschrieb er das Jahr als ein Jahr der entscheidenden Grundlagen in dem vorausschauend gehandelt wurde. Zu diesen Schwerpunkten und Handlungsschritten gehören u. a. das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, die Gestaltung von Orten der Begegnung mit dem neu geschaffenen Kommunikationsort am Felsenkeller, dem umgestalteten Spielplatz oder der Öffnung der Hofgartenstube für Vereine sowie die Sicherung und Verbesserung der Infrastruktur insbesondere Trinkwasser und Energie. Mit der Erschließung zusätzlicher Ressourcen und starken regionalen Partnerschaften, ganz konkret mit der Energieversorgung Miltenberg Bürgstadt, wird dafür gesorgt, dass Kleinheubach auch langfristig mit Trinkwasser sicher versorgt ist. Mit den Photovoltaikanlagen auf den eigenen Gebäuden wie z. B. dem Bauhof und dem Hofgarten erzeugt der Markt Kleinheubach zukünftig einen erheblichen Teil seines Stroms selbst. Dieser Eigenstrom wird u. a. für den Betrieb des Wasserwerks genutzt und bedeute mehr Unabhängigkeit, mehr Kostensicherheit und aktiven Klimaschutz. Darüber hinaus fördere der Markt Kleinheubach private Photovoltaikanlagen und Balkonkraftwerke und arbeite an der Umsetzung der Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung, um auch beim Heizen zukunftsfähige Lösungen zu schaffen. Dies alles zeige „Zukunft entsteht dort, wo Verantwortung übernommen wird und ist ein großes Stück Arbeit für alle. Zukunft funktioniert, wenn alle zusammenarbeiten“, so Münig.
Zukunftsfähigkeit zeige sich auch dort, wo Menschen arbeiten, lernen und ihre Berufung finden. In diesem Zusammenhang verwies Thomas Münig auf die sich inzwischen etablierte Messe „Die Alleskönner – für das Handwerk“, die 2025 mit der Messe „Karriere mit Herz – für soziale Berufe“ eine Schwester bekommen hat. Eine weitere Berufsmesse in Kleinheubach, die bewusst Berufe in den Mittelpunkt stellt, die die Gesellschaft zusammenhalten.
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Von Kleinheubach zum Mond
[/b] Als Gastredner begrüßte Bürgermeister Thomas Münig den Kleinheubacher René Puls, der aktuell in der Schweiz lebt. Der Titel seines Vortrags stehe für Neugier, Mut und große Visionen. Er zeige, dass große Wege oft an kleinen Orten beginnen – und dass Herkunft kein Limit, sondern ein Fundament sein kann.
Raumfahrt stehe für Forschergeist, Innovation und den Mut, Grenzen zu überwinden. „Genau diese Haltung brauchen wir auch in unseren Kommunen“ so Münig.
Mit seinem Vortrag machte René Puls den Gästen die Bedeutung der Raumfahrt bewusster. Er informierte mit einer Zeitreise durch die Raumfahrt über deren technologische Fortschritte der letzten Jahrzehnte, deren Nutzung durch jeden einzelnen Menschen und über die Forschung zum Zellwachstum mit der aktuellen Mission „Orbit for Life“. Nur etwa 600 Menschen haben je die Erde verlassen, aber Milliarden profitieren jeden Tag von Satelittentechnologie: Navigation, Wettervorhersage, Kommuikation und Katastrophenschutz. Über 14.000 aktive Satelitten umkreisen heute die Erde, Tendenz stark steigend.
Die Raumfahrt verläuft in Epochen. Sie durchlief drei Phasen, von der Apollo-Mission über die Space Shuttel Ära zu Raumstationen, wie die ISS. Heute erleben wir den Übergang von Prestige-Projekten zur echten Weltraumwirtschaft, so Puls. 2025 startete durchschnittlich alle 28 Stunden eine Rakete. Dies ermöglicht neue Geschäftsmodelle und wissenschaftliche Programme, die früher undenkbar waren. Mit der ISS, der teuersten je gebauten Forschungsplattform, werden seit über 20 Jahren tausende Experimente in Schwerelosigkeit ermöglicht, von Materialwissenschaft über Biologie bis hin zur Medizin.
Seit 2015 wurde die Raumfahrt ökonomisch skalierbar. Die Entwicklung war zu Beginn mit dem Programm Apollo und dem späteren Programm Spaceshuttle sehr teuer. Das Spaceshuttle war das technologisch erfolgreichste Projekt, jedoch wirtschaftlich eine Enttäuschung. Die stärkste entwickelte Technologie sei „Starship“, eine Revolution die für viele unsichtbar blieb. Sie würde die Raumfahrt um Größenordnungen günstiger machen und mit sinkenden Transportkosten völlig neue Möglichkeiten öffnen. Der neue Maßstab für die Raumfahrt sei die transportierte Masse, nicht Raketenstarts .Während die gesamte Welt in der Shuttel-Ära gemeinsam weniger als 500 Tonnen jährlich beförderte, verschiebt heute ein einzelner kommerzieller Akteur das Vierfache. Diese Massenkapazität ermöglicht Satelittenkonstellationen, große Raumstationen, Treibstoffdepots – Infrastruktur im Orbit.
Die Schwerelosigkeit dient als Erkenntnis-Beschleuniger und revolutioniert Medikamententest, Krankheitsmodellierung und Regenerationsfoschung. Zellen wachsen dreidimensional statt flach. Somit laufen Alterungs- und Krankheitsprozesse messbar beschleunigt ab und ermöglichen Studien in Monaten statt Jahren. Mit der Mission „Orbit for life“ und der Box „LUNAR DELIGHT“ - eine künstlerisch gestaltete Box, die regionale Kultur und Identiät zum Mond trägt und Teil der 135. Mondmission sein wird, macht René Puls auf diese Forschung im Weltraum aufmerksam.
Autor:Verwaltungsgemeinschaft Kleinheubach aus Kleinheubach |
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