Gleichberechtigung und Demokratisierung in der katholischen Kirche fordert Professor Dr. Martin Ebner bei seinem Vortrag
Leiten oder schweigen – die Stellung der Frau in der Kirche

Die Initiatoren des Vortrags: Prof. Dr. Martin Ebner, Hiltrud Pflegshörl KDFB Regionalvertreterin, Edeltraud Hann KDFB Diözesanvorsitzende, Regina Krebs KDFB Schatzmeisterin, Gabriele Spahn-Sauer Gemeindereferentin, Pfarrer Reinhold Ball
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  • hochgeladen von Hiltrud Pflegshörl KDFB Region Obernburg-Miltenberg

In der Sache deutlich und im Ton freundlich bringen an der Kirche interessierte Frauen seit Monaten mit der „Aktion Maria 2.0“ ihre Anliegen zur Sprache. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Initiative ist die Frage der Rolle der Frau in der Kirche.

Der Theologieprofessor Dr. Martin Ebner sprach in Trennfurt auf Einladung des Frauenbundes der Region über die Stellung der Frau in den Anfängen des Christentums. Rund 70 Frauen und zehn Männer waren in die Kirche St. Maria Magdalena gekommen. Der hochinteressante Vortrag des renommierten Experten für Bibelauslegung brachte für viele Zuhörer Überraschendes – letztlich aber auch Ernüchterndes.

Prof. Ebner ging in seinem Vortrag der Frage nach, welche Rolle die Frau in der Kirche des Anfangs gespielt hat. „Die Frau schweige in der Kirche!“ – dieser Satz wird zwar häufig zitiert, wenn es um die Frauenfrage geht. Aber im Neuen Testament finden sich auch ganz andere Stellungnahmen. Und sie bekommen völlig neues Gewicht, wenn sie in den historischen und sozialgeschichtlichen Kontext eingeordnet werden und wenn gefragt wird, welche Stellung die Frauen in den ersten christlichen Gemeinden im römischen Reich hatten.

„Die Kleriker-Kirche sei momentan dabei, sich selbst komplett an die Wand zu fahren. Das Christentum droht in die Bedeutungslosigkeit zu rutschen“, stellte Professor Ebner fest.

Was wir heute brauchen, das ist eine neue Art der Gemeindeleitung, eine Abschaffung der „Zwei-Stände-Gesellschaft“, sagte der Professor. Eine Rückbesinnung auf das, was mit dem Christentum des Jesus von Nazareth ursprünglich gedacht war. Einen nüchternen Blick auf die Geschichte, um die Beweggründe freizulegen, wie und warum die Frauen in ihre zweitklassige Rolle hineingedrängt wurden. Was es braucht, ist eine Treue zum Ursprung.

Am Ende des spannenden Vortrags gab es Langanhaltenden Beifall. Die geistliche Beirätin des örtlichen Frauenbundes Gabriele Spahn-Sauer, leitete die abschließende Diskussionsrunde. Dabei wurde mehrfach die Frage gestellt, warum sich trotz vieler Bemühungen und Proteste nichts ändere bei der katholischen Kirche.

(KDFB Hiltrud Pflegshörl)

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