Camper packen im Spessart mit an
23 Menschen, 500 Euro Spende und ein gemeinsames Ziel: Natur schützen, statt nur durch sie hindurchzufahren.
- Übergabe einer Spende des Vereins Wohnmobil für Klimaschutz e.V. für den Naturpark Spessart nach dem Ausstechen des Wasser-Kreuzkrauts.
- Foto: Oliver Kaiser
- hochgeladen von Naturpark Spessart e.V.
Mitglieder des Vereins Wohnmobil für Klimaschutz e.V. haben ihren Aufenthalt im Spessart mit einem praktischen Naturschutzeinsatz verbunden. Im Sinngrund halfen sie dem Naturpark Spessart e.V. mit Sitz in Gemünden dabei, das giftige Wasserkreuzkraut auf einer wertvollen Grünlandfläche zurückzudrängen.
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, möchte Natur erleben. Die Mitglieder des Vereins Wohnmobil für Klimaschutz e.V. gehen noch einen Schritt weiter: „Wir wollen dort, wo wir unterwegs sind, auch etwas für die Natur tun“, so Albert Märkl, Vorsitzender des 2019 gegründeten Vereins. Für ihren Einsatz im Sinngrund verbanden 23 Ehrenamtliche aus ganz Deutschland den Arbeitseinsatz mit einer Urlaubstour. Gemeinsam mit dem Naturpark-Team ging es zwischen Schaippach und Burgsinn auf die Wiese.
„Anfangs war unsere Fehlerquote bei den Pflanzen sehr hoch“, so eine Teilnehmerin. Denn was zunächst einfach klingt - die richtige Pflanze sicher zu erkennen -, braucht einen geschulten Blick. Gebietsbetreuerin Sabrina Jochum vmo Naturpark Spessart e.V. zeigte den Freiwilligen, worauf es ankommt. Schon nach kurzer Zeit stellte sich bei den Helferinnen und Helfern der Lernerfolg ein. „Ich habe eine Menge gelernt“, so Angela aus Wuppertal.
Viele Mitglieder des Vereins sind mehrfach im Jahr unterwegs. Andreas aus dem Taunus bringt inzwischen viel Erfahrung mit. Seit sechs Jahren engagiert er sich im Verein und hat in diesem Jahr bereits an allen sechs Aktionen teilgenommen. Insgesamt war er schon 32-mal bei Naturschutzeinsätzen dabei. „Hat sich eingespielt“, sagt er über seinen inzwischen geschulten Blick für die Wasserkreuzkraut-Pflanzen.
Gemeinsam unterwegs, gemeinsam anpacken
Der Ende 2019 gegründete Verein verbindet die Leidenschaft fürs Wohnmobil mit praktischem Engagement für den Klima- und Naturschutz. Mehr als 250 Menschen sind bundesweit aktiv. Etwa sechsmal im Jahr treffen sie sich zu gemeinsamen Aktionen – etwa zum Bäumepflanzen oder zur Landschaftspflege. Die Idee: Die eigene Reise lässt sich mit einem sinnvollen Beitrag vor Ort verbinden. „Liebe zur Natur verbindet Menschen“, sagt Märkl.
Außerdem überreichten die Wohnmobilistinnen und -mobilisten dem Naturparkverein einen Spendenscheck über 500 Euro. Das Geld soll in neue Unkrautstecher investiert werden und damit direkt den nächsten Naturschutzeinsätzen zugutekommen.
Für Naturpark Geschäftsführer Oliver Kaiser ist die Unterstützung eine wertvolle Ergänzung zur täglichen Naturschutzarbeit: „Sehr erfolgreiche Aktion, tolle Truppe.“ Für den Naturpark zeigt der Einsatz, wie aus einer ungewöhnlichen Idee ganz praktische Hilfe für die Natur werden kann.
Nach dem Arbeitseinsatz ging es für die Ehrenamtlichen mit Gebietsbetreuer Christian zur Führung über die Wasserbüffelweide bei Burgsinn.
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