Der Heilig-Blut-Monat Juli
Die Verehrung des allerheiligsten Altarsakramentes
- hochgeladen von Alexander Kropp
In der Frömmigkeitsgeschichte der Kirche ist der gesamte Monat Juli dem kostbaren Blut Jesu Christi geweiht. In der Tradition wird am ersten Juli, das Hochfest des kostbaren Blutes gefeiert. Es ergänzt Fronleichnam, während dort der Leib im Mittelpunkt steht, richtet sich der Blick und die Verehrung explizit auf das vergossene Blut, als Zeichen der Erlösung und des neuen Bundes.
1. Ursprung: Die Hingabe wurde besonders im 19. Jahrhundert durch den heiligen Casper del Bufalo, und den Missionaren vom kostbaren Blut, die besonders für die Verehrung des kostbaren Blutes sich einsetzten.
2. Päpstliche Bestätigung: Papst Pius IX., führte das Fest 1849 für die Weltkirche ein, nachdem er aus dem Exil nach Rom zurückkehren konnte. Der heilige Papst Johannes XXIII., stärkte die Andacht der Verehrung des kostbaren Blutes unseres Heilands, 1960 durch sein apostolisches Schreiben: Inde a primis und approbierte die Litanei vom kostbaren Blute. Dem heiligen Papst war es ein Herzensanliegen, die Verehrung des allerheiligsten Altarsakramentes, nach allen Kräften zu fördern. Da der Gründonnerstag in enger Verbindung mit dem Karfreitag und dem heiligen Osterfest steht, tut die Kirche gut daran, sich dem allerheiligsten Altarsakrament noch einmal intensiv zuzuwenden, durch die beiden Hochfeste von Fronleichnam, und vom kostbaren Blut, die in der Tradition beide mit einer Oktav gefeiert werden. Das heilige Mysterium des allerheiligsten Altarsakramentes, das wir Menschen nur mit unserem Herzen erahnen können, übersteigt in seiner theologischen Tiefe, so wie in der liebenden Erbarmung Gottes, die Grenze allen menschlichen Verstehens. Das Sprichwort, „da ist jemand mit Herzblut bei der Sache“, kann in hervorragender Form, auf das eucharistische Geheimnis bezogen werden. Die aus der Tiefe des göttlichen Herzens kommende Liebe zu uns armen sündigen Menschen, drängte den Heiland dazu, die Pforten des Paradieses, uns von neuem zu öffnen, die einst durch den Sündenfall verschlossen wurden. Diese göttliche Liebe ist am Kreuz von Golgotha für alle Menschen, und für alle Zeiten sichtbar geworden. Das heilige Kreuz wurde somit symbolisch zum Schlüssel der Himmelspforte. Die Verehrung des allerheiligsten Leibes und des kostbaren Blutes unseres Heilands Jesus Christus ist die Antwort des Menschen, auf die Liebe Gottes und das Geschenk seiner Erlösung. Es gibt nichts, was größer ist als die Liebe Gottes! Wenn wir Menschen in der Verehrung des allerheiligsten Altarsakramentes, in dem der liebe Gott wirklich und wahrhaftig zu gegen ist, ihn anbeten, können wir ein kleines Zeichen unserer Dankbarkeit dem Herrn geben.
3. Praxis: Die Gläubigen beten im Monat Juli verstärkt die Litanei vom kostbaren Blute, und betrachten das Geheimnis unserer Erlösung, in Sühneandachten zur Verehrung des kostbaren Blutes. Besonders das Gebet des Heilig-Blut-Rosenkranzes, so wie der Ölbergstunde am Donnerstagabend, als auch die Heilig-Blut-Andachten an Freitagen, bilden hier den geistlichen Rahmen dieses zweiten eucharistischen Monats, der mit dem Hochfest des kostbaren Blutes am ersten begonnen hat.
4. Die theologische Verbindung der drei eucharistischen Tage. Am Gründonnerstag, wie wir bei den heiligen Evangelisten Markus und Lukas nachlesen können, stiftet der Heiland das allerheiligste Altarsakrament. Hier ist quasi die Geburtsstunde der heiligen Eucharistie. Wir hören die Worte Jesu, „das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird, das ist mein Blut, das für Euch und für viele vergossen wird, zur Vergebung der Sünden.“ Hier sei angemerkt, dass in der deutschen Übersetzung des Einsetzungsberichtes beim letzten Abendmahl ein gewaltiger Fehler entstanden ist. Der große Papst Benedikt XVI., hat mehrfach die deutschen Bischöfe daraufhingewiesen, und darum gebeten, entsprechend die liturgischen Bücher zu korrigieren, was bedauerlicherweise bis heute noch nicht geschehen ist! Dabei geht es sich aber nicht um eine Kleinigkeit oder eine Nebensächlichkeit. Im Originaltext steht, dass Jesus gesagt hat: „Das ist mein Blut, das für Euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ In der falschen Übersetzung steht aber: „Das ist mein Blut, das für Euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Warum ist es von so großer Bedeutung, dass es wichtig ist, diese Korrigierung vorzunehmen? Bei der Formulierung, „für alle“, wäre die Aussage, dass jeder Mensch die Gnaden aus dem Erlösungsopfer Christi am heiligen Kreuze empfängt, auch wenn er ganz bewusst sich in seinem Leben gegen Gott entschieden hat, wenn er bewusst, willentlich und wollend, das Geschenk der göttlichen Liebe und Barmherzigkeit ablehnt. Die Konsequenz daraus würde bedeuten, dass es weder ein Fegefeuer gibt, als auch keine Hölle gibt. Beide Orte, das Fegefeuer für all diejenigen, die die Gewissheit haben, in den Himmel zu kommen, aber vorher noch Sündenschuld abbüßen müssen, als auch die Hölle als Ort der ewigen Verdammnis für all jene, die mit der Ablehnung Gottes sich für das Böse entschieden haben, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen, wären vollkommen überflüssig und damit nicht existent! Genau das Gegenteil ist aber tatsächlich! Gott bietet jedem die Gnade der Erlösung an, die er einem jeden Menschen in seiner übergroßen barmherzigen Liebe schenken will, in der Hoffnung, dass der Mensch auf die Liebe Gottes mit seiner Gegenliebe antwortet, indem er sich für das Gute, und das Heilige, also für Gott selbst entscheidet. Gott erzwingt aber diese Gegenliebe nicht! Er akzeptiert die Entscheidung des Menschen, auch wenn er sich bewusst gegen Gott entscheidet, und dadurch sich für das Böse, also für den Teufel und die Hölle entscheidet. Hier wird nun jedem doch deutlich werden, wie gewaltig der Unterschied zwischen „für alle“, und „für viele“ ist! Diejenigen, die Gottes Liebe annehmen, und mit ihrer Gegenliebe darauf antworten, sind die vielen, die hier gemeint sind! Jetzt mag man sich fragen, was ist denn mit all den Menschen, die noch nie etwas von Gott gehört haben? Die also gar nicht die Möglichkeit hatten zu wählen. Hier dürfen wir sicher sein, dass der liebe Gott sich auch diesen Menschen liebevoll zuwendet, und Lösungen haben wird! Es bleibt nur zu hoffen, dass die deutschen Bischöfe endlich diese wichtige Korrektur in den Übersetzungen durchführen, da wir ja gerade gesehen haben, wie gewaltig der Unterschied ist in den jeweiligen Aussagen! Wir sehen also, dass die Betrachtung des allerheiligsten Altarsakramentes, eine derartige gewaltige Größe hat, dass es nicht ausreichen würde, nur an einem Tag im Kirchenjahr, diesem heiligen Sakrament sich zu widmen. Mit der Festfeier, der beiden anderen Tage, haben wir erst die Möglichkeit, tiefer in das Geheimnis unseres Glaubens zu gelangen.
Am Fronleichnamsfest richten wir in der Festfeier der Oktav, acht Tage lang unsere Betrachtung und Anbetung auf den heiligen Leib des Herrn. In den Texten des heiligen Kirchenvaters Augustinus von Hippo, finden wir eine große Fülle von wunderbaren Betrachtungen über den Leib des Herrn. Auch der heilige Thomas von Aquin, der damals damit beauftragt wurde, die liturgischen Texte zu erstellen für das Fronleichnamsfest, möchte uns in seinen Texten tiefer in das Geheimnis des eucharistischen Sakramentes heranführen. Auch der heilige Pfarrer von Ars, Johannes Maria Vianney, hat eine ergreifende und wundervolle Fülle von Betrachtungen über das allerheiligste Altarsakrament der Kirche geschenkt.
Es ist höchst bedauerlich, dass im Bewusstsein der Gläubigen, sowohl der Heilig-Blut-Monat Juli als ganzes, als auch die einzelnen Formen der Volksfrömmigkeit im Bezug auf das kostbare Blut des Heilands und seiner Verehrung gänzlich verschwunden sind. Das Hochfest des kostbaren Blutes des Erlösers, ist untrennbar mit der heiligen Eucharistie verbunden! Mit den drei eucharistischen Tagen, und ihren Festgeheimnissen, wird uns quasi eine Dreifaltigkeit des allerheiligsten Altarsakramentes geschenkt. Nicht nur der heilige Casper war ein großer Verehrer des kostbaren Blutes, auch der heilige Johannes Chrysostomos ist ein großer Verehrer und hat uns in seinen Schriften kostbare Betrachtungen über das heilige Blut geschenkt. Heutzutage ist der Heilig-Blut-Monat Juli im Bewusstsein der Menschen durch den Pride Month komplett verdrängt worden in der öffentlichen Wahrnehmung. Die gotteslästerliche Queer-Ideologie, die ganz besonders durch Modernisten und Anhänger, sowie Sympathisanten des linksgrünen Lagers laut und aufdringlich den ganzen Juli über unentwegt daher posaunt wird, sollte nicht mehr zukünftig der erste Gedanke in der Wahrnehmung der Menschen sein, wenn man an den Monat Juli denkt! Man darf als gläubiger Christ und Katholik auf keinen Fall zu lassen, dass unsere Feste und Gedenktage, von einer menschenwürde verachtenden Ideologie verdrängt werden!Es hat schon ein gewisses Geschmäckle, wenn man bedenkt, dass durch den Kreuzestod des Heilands, und durch das vergossene heilige Blut, die Sünden der Menschen sozusagen reingewaschen wurden, der Mensch also in seiner Menschenwürde wieder vollkommen hergestellt wurde. Im Gegensatz dazu wird auf den Queer-Veranstaltungen, der Mensch seiner Menschenwürde symbolisch beraubt, wenn man sieht, dass erwachsene Menschen fast komplett unbekleidet sich Hundemasken anziehen und sich wie Tiere benehmen! Die Queer-Ideologie ist mit dem christlichen Menschenbild, und mit der Menschenwürde, die einzig und allein nur durch den christlichen Glauben in der Tradition der ungeteilten Kirche (katholisch, orthodox, orientalisch) hochgeachtet und verteidigt wird! Ausgerechnet im Heilig-Blut-Monat, in dem wir beim betrachtenden Gebet das vergossene Blut des Heilands betrachten und anbeten, wird immer und immer wieder durch eine Vielzahl von Veranstaltungen die göttlich geschenkte Menschenwürde durch die gotteslästerliche Queer-Ideologie in den Dreck getreten. Mit Liebe hat all dieses nichts mehr zu tun, ganz im Gegenteil! Dort, wo der Mensch seiner Menschenwürde beraubt wird, ist der Teufel, ist das Böse der Initiator! Wir dürfen dieser menschenverachtenden Ideologie nicht die Deutungshoheit überlassen, weil dies bedeuten würde, die Menschenwürde abzuschaffen. Um so wichtiger ist es, dass wir den Monat Juli wieder zu einem eucharistischen Monat im Bewusstsein der Menschen machen, zu einem Monat des Gebetes, des Dankes, der Anbetung, und der Sühne! Die Städte Sodom und Gomorrha, die uns aus der heiligen Schrift bekannt sind, sind kein Märchenerzählung, sondern waren real existierende Städte. Ihr Schicksal, wie es in der heiligen Schrift überliefert ist, zeigt, wohin es führt, wenn wir dem Bösen freien Lauf lassen, wenn Gott gelästert und gespottet wird, und die Menschen anfangen, sich wie Tiere zu verhalten! Gerade in der heutigen Zeit ist jeder Christ noch mehr in die Verantwortung gerufen, das Heilige zu schützen und zu verteidigen, und mutig als auch tapfer sich für die Wahrheit des Glaubens, die Ehre Gottes, und die unantastbare Würde des Menschen schützend und verteidigend einzusetzen, auf dass wieder Normalität zum Alltag wird und dem lieben Gott in allem Lob, Preis und Ehre gegeben wird!
Text/Foto (KI-generiert): Alexander Kropp
Autor:Alexander Kropp aus Mömbris |
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