Fest der Apostelfürsten
Petrus, der Felsenmann, das Fundament, auf dem Jesus die Kirche gründete
- hochgeladen von Alexander Kropp
Am 29. Juni feiern wir das Hochfest der Heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus. Beide haben einen interessanten Werdegang, und haben eine große Bedeutung für die gesamte Christenheit. Die katholische Tradition begründet die besondere Stellung des Papstes direkt aus den Evangelien und den Traditionen der Urkirche. Im Matthäusevangelium 16,17-19 können wir wie folgt nachlesen: Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Selig bist Du Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben Dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage Dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich will Dir die Schlüssel des Himmelreiches geben. Was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“
Jesus ändert Petrus Namen zu Kephas (aramäisch für Fels). Der Fels ist das unerschütterliche Fundament gegen das Böse, die Schlüssel symbolisieren die Vollmacht eines Verwalters über die Kirche Gottes, Binden und Lösen bedeuten die Vollmacht, verbindlich Lehren zu verkünden und Sünden zu vergeben oder zu behalten.
Dem Heiligen Apostel Petrus ist auch in besonderer Weise der Stärkungsauftrag im Glauben gegeben. So lesen wir im Lukasevangelium 22,31-32: „Simon, Simon, siehe, der Satan hat verlangt, Euch wie Weizen zu sieben. Ich aber habe für Dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder!“
Trotz der Vorhersage, dass Petrus Jesus verleugnen wird, betet Jesus speziell für den Glauben des Heiligen Petrus. Er erhält den bleibenden Auftrag, das Zentrum der Einheit und die Stütze für die anderen Apostel zu sein.
Im Johannesevangelium 21,15-17 lesen wir über den Hirtenauftrag des Heiligen Petrus: „Hierauf sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt es, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Weide meine Schafe!“
Nach der Auferstehung setzt Jesus Petrus dreimal - als Ausgleich für die dreimalige Verleugnung – als obersten Hirte seiner gesamten Herde (der Kirche) ein.
Aus katholischer und ökumenischer Sicht erfüllt das Papstamt grundlegende positive Funktionen für die Weltkirche:
1. Garant der Einheit (Anker gegen Spaltung): Das Papstamt verhindert, dass die weltweite Kirche in tausende nationale oder theologische Splittergruppen zerfällt, wie es im Protestantismus geschieht. Der Papst verbindet über 1,3 Milliarden Katholiken aller Kulturen und Kontinente in einem gemeinsamen Glauben.
2. Stimme der Stimmlosen in der Weltpolitik: Als weltweites Oberhaupt und völkerrechtliches Subjekt (Heiliger Stuhl) kann der Papst frei von nationalen Eigeninteressen agieren. Er fungiert als globaler Mahner für Frieden, Menschenrechte und sozialer Gerechtigkeit.
3. Bewahrung der Glaubenswahrheit: Das Papstamt schützt die Heiligen Evangelien davor, Zeitgeistentscheidungen oder politischem Druck zum Opfer zu fallen. Es sorgt dafür, dass der Kern des christlichen Glaubens über Jahrhunderte, Jahrtausende hinweg unverfälscht weitergegeben wird. Die Übersetzung der Heiligen Schrift, aus dem Aramäischen, Hebräischen, Altgriechischen, und Lateinischen, ist dabei eine besonders schwierige wie sensible Herausforderung. Bei ca. 200 offiziellen Amtssprachen, in die die Heilige Schrift übersetzt werden muss, z. B.: für den Gottesdienst und den Religionsunterricht, lässt sich die Herausforderung bereits erahnen. Zu dem kommen noch Übersetzungen in Regionalsprachen und teilweise sogar in Dialekte. Es sei an dieser Stelle der Vollständigkeit halber und der Ordnung halber darauf hingewiesen, dass es gerade am Anfang von Übersetzungen, auch kleinere Fehler gegeben hat, die aber relativ schnell wieder korrigiert wurden. Dass bei der Übersetzung Fehler passieren können, lässt sich nicht immer vermeiden. Anders sieht es aber aus, mit der Übersetzung durch Martin Luther, der wie z. B.: unter anderem in den Weimarer Tischgesprächen nachzulesen ist, im vollen Bewusstsein und klarer Absicht die Heilige Schrift falsch an vielen Punkten übersetzt hat. Der Antisemit Luther begründet diese bewusste Manipulation damit, dass er selbst es für legitim und nötig hält, die Sprache und Sinnhaftigkeit den zeitlichen (politischen) Anforderungen entsprechend anzupassen. Es muss also festgehalten werden, dass die Übersetzungen der Heiligen Schrift unter päpstlicher Autorität, authentisch sind, und im Gegensatz die Lutherübersetzung, die auch heute noch in protestantischen Gottesdiensten verwendet wird, weniger Gottes Wort ist, sondern mehr private Interpretation Luthers ist, und daher unauthentisch ist! Von daher kann nur dringlichst davon abgeraten werden, auf Lutherübersetzungen zurückzugreifen. Wer authentisch, also wirklich Gottes Wort betrachten möchte, sollte ausnahmslos auf katholische Bibelausgaben der Tradition zurückgreifen!
Zusammenfassend lässt sich also über den Heiligen Petrus sagen, als armer, unwürdiger, schwacher Mensch, hat der Heiland, der in die Herzen der Menschen ja schauen kann, diesen einfachen Fischer aus Galiläa, zum unüberwindbaren Felsenfundament der Kirche berufen, und jene, die als Bischöfe von Rom ihm bis heute nachfolgen seit 2000 Jahren, zu treuen Hirten und Verwalter seiner Kirche bestellt. Das Papstamt ist also theologisch und historisch der Dienst an der Wahrheit, der echten von Christus selbst gestifteten Kirche. Echte Kirche im 100 prozentigen, vollumfänglichen, ist also ohne Petrus, ohne den Papst vollkommen unmöglich.
Was bedeutet dies nun mit Blick auf die orthodoxen und orientalischen Kirchen, wie z.B.: die Thomaschristen aus Indien? Sind diese also nicht Kirche oder nicht Bestandteil der Kirche? Keineswegs! Die orthodoxen und orientalischen Kirchen sind theologisch und liturgisch und sakramental fester Bestandteil der universalen Kirche Christi! Alle dort gespendeten Heiligen Sakramente sind zu 100 Prozent vollumfänglich gültig! Die theologische Streitfrage, die im Bezug auf das Petrusamt zwischen der römisch-katholischen Kirche, den orthodoxen Kirchen und den orientalischen Kirchen besteht eigentlich nur in sehr feinen unterschiedlichen Nuancen auf die genaue Interpretation des Petrusdienstes. Das wird alljährlich mehrfach deutlich, wenn der Papst gemeinsam mit dem ökumenischen Patriarch von Konstantinopel alljährlich zum Grab des Heiligen Petrus, das sich unter dem Konfessioaltar des Petersdoms befindet, gemeinsam hinabsteigen und dort beten.
Etwas vollkommen anderes ist es jedoch, wenn man sich das vollkommen wilde Sammelsurium betrachtet, was zu den protestantischen Gemeinschaften gehört, z.B.: mit ihrem in das hundertfache hineingehenden evangelikalen Splittergruppen! Der Heilige Stuhl hat im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr 2000 für jeden nachlesbar im Schreiben (Erklärung „Dominus Jesus“ über die Einzigartigkeit und Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche, die am 6. August 2000 von der Kongregation der Glaubenslehre durch ihren damaligen Präfekten Josef Kardinal Ratzinger veröffentlicht wurde)! Im Abschnitt IV (Nummer 17) dieses Dokumentes wird ausgeführt, dass kirchliche Gemeinschaften, die dem gültigen Episkopat (die apostolische Sukzession der Bischöfe, die also durch Gebet und Handauflegung von den Heiligen Aposteln bis in die heutige Gegenwart weitergegebene Autorität und Weihevollmacht) und die ursprüngliche Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben. Diese Tatsache trifft also nicht nur auf die Gemeinschaft der EKD zu, sondern auch auf die anglikanischen Gemeinschaften z.B.: Canterbury (wo seit Jahren nicht nur anglikanische Gläubige, sondern auch Geistliche der drei Weihestufen, Diakon, Priester, Bischof in Scharen zum römisch-katholischen Glauben konvertieren)! Sondern es trifft auch die Pseudokirchen und christlichen Sekten wie z.B.: die Zeugen Jehovas, die Mormonen, Priester ohne Kirche, Neuchristen (Schwertbischof), nordisch-katholische Kirche und viele weitere! Gerade bei den zuletzt genannten ist von Kirche keinerlei Rede, und die meisten sind im strengen Sinne sogar gar keine Christen! Die Sakramente, die in Pseudokirchen und Sekten gespendet werden, sind alle ungültig! Es kann also nur dringlichst dazu geraten werden, wenn man sich um sein Seelenheil Gedanken macht, sich vom Protestantismus, Pseudokirchen, und Sekten fernzuhalten!
Der zweite große Apostelfürst und direkter Nachfolger des Heiligen Petrus als Bischof von Rom, ist der große Völkerapostel, der Heilige Paulus. Paulus gehörte nicht von Anfang an zum Kreis der zwölf Apostel. Als konservativer und treuer Schüler des Rabbi Gamaliel war er mit seinem damaligen Namen Saulus einer der schärfsten Christenverfolger.
Saulus, der nicht nur gläubiger Jude war, sondern auch römisches Bürgerrecht hatte, erlebte eine 180°-Wende, als er bei Damaskus mit Blindheit geschlagen wurde, und Jesus in einer Vision ihm fragend zurief: „Saulus, Saulus, warum verfolgst Du mich?“ Der nun erblindete Saulus erlebte nun die befreiende Macht des Glaubens, der ihm durch die Liebe und Barmherzigkeit der allerheiligsten Dreifaltigkeit offenbart wurde. Erst nachdem er alles begriffen hat, was ihm offenbart wurde, und er sich dadurch bekehrte, wurde er nicht nur von der Blindheit seines Herzens befreit, sondern auch das biologische Augenlicht wurde ihm von neuem geschenkt.
Nachdem er die Heilige Taufe empfangen hat, wurde er vom Saulus zum Paulus! Mit noch größerem Eifer als er vorher die Christen verfolgte, ist er nun zum Verkünder der Botschaft Jesu Christi geworden. Unermüdlich reiste er durch Kleinasien, um besonders den Nicht-Juden die erlösende Heilsbotschaft Jesu Christi zu verkünden. Wortgewaltig und durch seine sehr guten Sprachkenntnisse im Lateinischen und Griechischen gelang es ihm fruchtbringend den Samen des Evangeliums auszustreuen. Diese Tatsache hat ihn zum Völkerapostel gemacht!
Seine letzte Missionsreise führte ihn in das Machtzentrum der griechisch-römischen Antike, Rom. Hier begegnete er nun auch dem Felsenmann, dem Heiligen Petrus. Nachdem Petrus auf dem Vatikanhügel sein Martyrium erlebt, wurde Paulus als sein Nachfolger zum Bischof von Rom, und damit zum zweiten Papst der Weltgeschichte. Die altehrwürdige Basilika St. Paul vor den Mauern, birgt als kostbaren Schatz und zweite große Apostelkirche Roms bis zum heutigen Tag sein Grab.
Auch er ist als Märtyrer hingerichtet worden, in dem man seinen Kopf ihm abschlug. Beide, Petrus und Paulus, sind zu Säulen der wahren Kirche durch ihr Martyrium geworden! Wenn wir also nun über diese zwei großen Apostel hier nachgelesen, und nachgedacht haben, stellt sich die Frage:
Gehören wir zur wahren Kirche Jesu Christi? Verteidigen wir die wahre Kirche Jesu Christi da, wo sie lächerlich gemacht und angegriffen wird? Haben wir den Mut auch innerhalb der wahren Kirche den Irrlehren und schismatischen Bestrebungen durch den synodalen Irrweg und dem Modernismus mutig uns entgegenzustellen? Trauen wir uns aus Liebe zur Kirche auf kirchlichen Amtsträgern, Priestern wie Bischöfen, wenn sie durch billige Taschenspielertricks, wie wir sie ja vor kurzem erleben mussten im Zusammenhang mit den strengen Verboten in der Angelegenheit des Segensverbotes für irregulären partnerschaftlichen Konstellationen, und anderen Alleingängen mutig Einhalt zu gebieten und uns somit zu Beschützern und Verteidigern des echten katholischen Glaubens zu machen? Trauen wir uns also, dem Beispiel von Petrus und Paulus zu folgen, oder sind wir feige, und benehmen uns wie drei Affen, nichts sehen, nichts hören, und nichts sagen? Man kann es eigentlich sogar in der Frage hinein formulieren, wie Jesus Petrus gefragt hat: „Liebst Du mich?“ Foto: Reiner Zingsheim, Kall-Steinfeld, 2026
Autor:Alexander Kropp aus Mömbris |
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