Mutmaßliche Unglaubwürdigkeit
Sahra Wagenknecht – eine Agentin des Altparteiensystems?
- hochgeladen von Bayernpartei Untermain
Ist das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) vertrauenswürdig? Will Sahra Wagenknecht und ihre kleine Schar an Parteimitgliedern wirklich für einen grundlegenden Politikwechsel sorgen und die tiefen Gräben innerhalb unserer Gesellschaft überwinden? Oder handelt es sich bei dem Versprechen, die gesellschaftliche Spaltung zu überwinden – wie es beispielsweise Vertreter des Landesverbandes Brandenburg für sich proklamieren – letztlich nur um eine rhetorische Fassade? Wenn man die junge Geschichte dieser Partei, ihre Wahlkampfstrategien und ihr anschließendes Handeln in den Landesparlamenten analysiert, drängt sich der Verdacht auf, dass hier ein tiefgreifender Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft. Das BSW agiert in der deutschen Parteienlandschaft wie ein politisches Chamäleon, dessen Farbe sich nach dem Wahltag radikal verändert.
Der ideologische Spagat: Linkes Programm, rechter Wahlkampf
Um die Funktionsweise des BSW zu verstehen, muss man einen Blick auf die fundamentale Asymmetrie zwischen der Programmatik und der öffentlichen Inszenierung werfen. Das BSW verfügt über ein sozioökonomisch dezidiert linkes Grundsatzprogramm. Es fordert den Ausbau des Sozialstaates, höhere Renten, staatliche Markteingriffe und eine Stärkung der Arbeitnehmerrechte. Mit diesen klassischen linken Positionen tritt die Partei regelmäßig bei Landtagswahlen sowie auf Bundesebene an.
Betrachtet man jedoch die verbale Ausgestaltung der Wahlkämpfe, zeigt sich ein völlig anderes Bild: Das BSW führt streckenweise einen Kulturkampf von rechts. In den Medien und auf Marktplätzen dominiert eine Rhetorik, die stark an konservative oder rechtspopulistische Diskurse anlehnt. Es wird gezielt um Wähler geworben, die mit der aktuellen Migrationspolitik unzufrieden sind oder die Energiewende für gescheitert erklären. Diese strategische Ambivalenz erlaubt es der Partei, Unzufriedene aus nahezu allen Lagern einzusammeln. Doch dieses Geschäftsmodell birgt einen inhärenten moralischen Defekt: Es betreibt Stimmenfang im konservativen und rechten Spektrum, nur um diese Stimmen nach der Wahl in eine völlig andere Richtung umzuleiten.
Das Täuschungsmanöver nach dem Wahltag
Das eigentliche Paradoxon entfaltet sich in der Phase der Regierungsbildung. Sobald die Stimmen der bürgerlichen, konservativen oder protestorientierten Wähler sicher auf dem Konto der Partei verbucht sind, vollzieht die Parteispitze eine bemerkenswerte Kehrtwende. Prompt distanziert man sich von jenen rechten Positionen, die sich durchaus innerhalb des legitimen demokratischen Spektrums bewegen, und sucht den Schulterschluss mit genau den Akteuren, die man zuvor noch dämonisiert hat.
Ein Blick auf die politischen Realitäten in den östlichen Bundesländern wie Thüringen zeigt dieses Muster überdeutlich. Im Wahlkampf inszenierte sich das BSW als die ultimative Antithese zum bestehenden „Altparteiensystem“. Es wurde suggeriert, dass die etablierten Kräfte korrupt, dysfunktional und unfähig seien und dringend überwunden werden müssten. Nach Auszählung der Stimmen saßen die Vertreter des BSW jedoch am Verhandlungstisch mit eben diesen Altparteien, um Koalitionen zu schmieden und Regierungsämter zu besetzen. Dieses exakt gleiche Verhaltensmuster wiederholt sich zyklisch. Ob in Sachsen oder im aktuellen politischen Diskurs anderer Bundesländer: Die Methode bleibt identisch. Man greift die brennenden Themen der Alternative für Deutschland (AfD) oder der Union auf, stellt einen tiefgreifenden Politikwechsel in Aussicht, um im Endeffekt politische Entscheidungen wie die ungefilterte Migration oder die Energiewende zu revidieren – nur um nach dem Wahltag das exakte Gegenteil zu tun. Das lässt am Ende nur einen einzigen logischen Schluss zu: Diese Partei und ihre Namensgeberin sind in hohem Maße unglaubwürdig.
Sahra Wagenknecht: Vom linken Ideologismus zum reinen Populismus
Diese mangelnde Stringenz ist eng mit der Person Sahra Wagenknecht verbunden. Ihre politische Biografie liest sich wie eine Chronik der ideologischen Häutungen. Sahra Wagenknecht hat sich vom Mauerblümchen des menschenverachtenden und gotteslästerlichen kommunistischen SED-Regimes zur Grand Dame des pseudo-demokratischen Nachwende-politischen Kuschel-Kommunismus , á la PDS und der Linkspartei gewandelt und agiert heute scheinbar nur noch als eine Art politischer Rattenfänger. Der Kommunismus und der Nationalsozialismus, sind wie alle anderen verabscheuungswürdigen Ideologien, die einzig darauf abzielen, die Bevölkerung zu unterjochen, damit jene Politbosse an der Spitze sich in ihren finanziellen extremst weich gefütterten Bett suhlen können, wie das unappetitlichste Mastschwein auf dem Land.
Es entsteht der Eindruck, dass es nicht mehr um vom BSW formulierte Überzeugungen geht, sondern darum, opportunistisch Stimmen aus jeder erdenklichen Richtung zusammenzukratzen, um der eigenen Entourage Mandate und Sitze in den Parlamenten zu sichern.
Der Partei fehlt eine klare, verlässliche Kompassnadel. Diese fundamentale Inkonsistenz führt folgerichtig zu massiven inneren Zerwürfnissen. Die Gründungsphase und die darauffolgenden Monate waren geprägt von heftigen Streits und Grabenkämpfen innerhalb der Landesverbände. Warum? Weil die „sehr schmale“ Parteibasis den extremen Schlingerkurs, den die Parteispitze verordnet, inhaltlich oft nicht mehr mitgehen kann oder will. Zudem wirkt es auf viele Beobachter widersprüchlich, wenn ein Parteivorstand, der zu großen Teilen aus dem tief linken Lager stammt oder selbst biografische Bezüge zu Migrationsgeschichten aufweist, im Wahlkampf scharf rechte Töne anschlägt, um rechts-konservative Milieus zu melken. Diese Diskrepanz zwischen persönlicher Identität, ideologischer Herkunft und populistischer Rhetorik nährt den Verdacht, dass die Bürger hier gezielt an der Nase herumgeführt werden sollen.
Die bayerische Perspektive: Warnung vor der „Zwitterpartei“
Besonders im süddeutschen Raum, namentlich in Bayern, sollten die Bürger genau hinsehen und vor diesem Konstrukt gewarnt werden. Wer in Bayern unzufrieden mit der Berliner Politik ist, wer konservative, wertorientierte oder gar regionalpatriotische Positionen vertreten sehen will, braucht keine ideologische Zwitterpartei wie das BSW. Es ist eine strikt zentralistisch organisierte Bundespartei, die Deutschland als Ganzes im Blick hat und für die spezifischen Belange Bayerns keinerlei maßgeschneiderte Konzepte vorweisen kann.
Für den Freistaat stellt ein Erstarken dieser Gruppierung sogar ein handfestes Risiko dar. Bayern ist seit jeher der größte Nettozahler im Länderfinanzausgleich. Die teuren sozialpolitischen Geschenke und die staatlichen Subventionsprogramme, die das linke Grundsatzprogramm des BSW bundesweit verspricht, müssten am Ende zu einem erheblichen Teil von den bayerischen Steuerzahlern finanziert werden. Hinzu kommt, dass das BSW keinen gesunden demokratischen Pluralismus pflegt, sondern einen ausgeprägten, fast schon sozialistisch anmutenden Personenkult um Sahra Wagenknecht betreibt. Eine moderne, freiheitliche Demokratie sollte jedoch auf Inhalten und breiten Debatten fußen, nicht auf der totalen Fixierung auf eine einzige Leitfigur.
Eine konzertierte Aktion des Altparteiensystems?
Wenn man das Verhalten von Sahra Wagenknecht historisch vergleicht, sieht man eine scharfe Zäsur. Früher galt sie als intelligente, redegewandte und durchaus prinzipientreue Frau, die sich leidenschaftlich für soziale und sozialistische (kommunistische) Belange einsetzte. Heute hingegen dominiert das Bild einer Taktikerin, die mit aller Gewalt Stimmen aus dem gesamten politischen Spektrum einfangen will. Man könnte ihr zugutehalten, dass dies gut gemeint ist, um die gesellschaftliche Spaltung zu überwinden. Doch wer diesen Anspruch erhebt, müsste nach den Wahlen auch die Konsequenz besitzen, mit den Kräften zu koalieren, deren Wähler man im Wahlkampf umworben hat und deren Positionen man besetzte – namentlich mit der AfD oder anderen konservativen bis rechten Kräften außerhalb des klassischen Establishments.
Indem das BSW stattdessen sofort den Weg zurück in den Schoß des Altparteiensystems sucht, entlarvt es sich selbst. Es drängt sich die weitreichende Hypothese auf, ob es sich bei dem Projekt BSW nicht um eine gezielte, womöglich informell abgestimmte Aktion im Sinne des bestehenden Parteienmonopols handelt. Die Funktion der Partei bestünde demnach primär darin, als politischer Blitzableiter zu fungieren: Sie fängt das vagabundierende Protestpotenzial unzufriedener Bürger auf, neutralisiert es durch linke Programmatik und führt es über Koalitionen schlussendlich wieder genau jenen Kräften zu, die der Wähler eigentlich abstrafen wollte. Das BSW verhindert somit echte politische Erneuerung, anstatt sie voranzutreiben.
Friedensrhetorik ohne Rückgrat
Besonders deutlich wird diese Doppelbödigkeit beim zentralen Thema Frieden und Außenpolitik. Das BSW inszeniert sich lautstark als Friedenspartei, positioniert sich gegen Rüstungsexporte und fordert ein schnelles, diplomatisches Ende des Ukrainekriegs am Verhandlungstisch. Diese Forderungen klingen für viele friedensbewegte Menschen vernünftig und werden im Übrigen in ähnlicher Form auch von regionalen Kräften, wie der Bayernpartei, geteilt.
Doch wie sieht die parlamentarische Realität aus? Das BSW geht ohne Zögern Koalitionen mit Parteien ein, die den exakten Gegenpol verkörpern. Sie paktieren mit Vertretern des Establishments, die vehement für Aufrüstung, Waffenlieferungen und eine Ausweitung des Konflikts plädieren. Wenn Spitzenpolitiker der Altparteien im Bund Szenarien entwerfen, die tiefe Schläge mit westlichen Waffen auf russischem Territorium beinhalten, riskieren sie eine brandgefährliche Eskalation mit einer nuklearen Großmacht. Ein BSW, das es mit seinen friedenspolitischen Prinzipien ernst meinte, dürfte mit solchen Kräften niemals gemeinsame Sache machen. Konsequenterweise müsste Sahra Wagenknecht Landesverbände, die sich für den bloßen Machtgewalt-Erhalt an solche „Kriegstreiber“ verkaufen, zurückpfeifen oder auflösen (wenn das rechtlich möglich wäre). Doch das geschieht nicht. Man stützt stattdessen das System, das man im Wahlkampf noch als korrupt und gescheitert gebrandmarkt hat. Selbst moralische Verfehlungen von Koalitionspartnern – wie Plagiatsaffären im Altparteiensystem, bei denen Politiker trotz des Verlusts ihrer akademischen Würden im Amt gehalten werden – werden vom BSW achselzuckend hingenommen. Dass selbst im Bundesvorstand sitzende Juristen und Intellektuelle, die eigentlich für das Recht und verfassungsrechtliche Integrität stehen müssten, diesen Opportunismus mittragen, enttäuscht jegliche Hoffnung auf einen echten Wandel. Wer im alten System groß geworden ist und nun beim BSW anheuert, bringt selten den Geist einer echten Erneuerung mit.
Fazit: Das BSW als Teil des Problems, nicht der Lösung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Bündnis Sahra Wagenknecht die Hoffnungen auf einen echten Politikwechsel systematisch enttäuscht. Die Partei operiert als populistischer Sammler von Frust und Sehnsüchten, entpuppt sich nach den Wahlen jedoch als verlässlicher Steigbügelhalter für den parlamentarischen Status quo. Zwischen linken Dogmen, rechter Wahlkampfrhetorik, einem starren Personenkult und der Unterwerfung unter die Logik des Altparteiensystems bleibt am Ende vor allem eines auf der Strecke: die Glaubwürdigkeit.
Sahra Wagenknecht und ihre Anhängsel sind in Wahrheit doch nichts anderes als Überbleibsel dieses altkommunistischen Regimes, die versuchen an alte glorreiche Zeiten anzuknüpfen, um in jene Schweinesuhle zurückkehren zu können, in der die Altkommunisten schon gelegen hatten, umgeben von ihren getreuen, wie z.B.; IM Notar alias Gregor Gysi, dem mutmaßlich engagiertesten und beherztesten Mitretter der seit der Wende angeblich verschollenen SED-Milliarden. Hier kann man nur dem mündigen Bürger raten, „Drum prüfe genau, was Du wählst, denn unter dem Brombeerrot ist genau noch das Kommunistenrot
sowie unter den Grünen, den Schwarzen, den Gelben und den Blauen die in kontrastreichen Brauntöne noch zu erahnen sind.“
Wer eine ehrliche, transparente und konsequente Politik für die Bürger und die Regionen sucht, wird beim BSW nur ein strategisches Täuschungsmanöver finden. Allerdings finden die Bayerischen Bürger bei der Bayernpartei all die vernünftigen Ansätze des BSW, nur werden sie hier ohne ideologische Scheuklappen und rückgratslosen Opportunismus verfolgt. Zur fortgesetzten Lektüre empfehlen wir die Website der fränkischen Bayernpartei. Auch der private Blog unseres Pressesprechers ist zu empfehlen.
Text: Marco Scholz, Foto: Wikipedia: Dieter Hallervorden, Sahra Wagenknecht, Wasim Taha (September 2025), McNamara - Eigenes Werk, CC BY 4.0
Autor:Bayernpartei Untermain aus Mömbris |
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