Konzert in der Wallfahrtsbasilika Walldürn
Krönender Abschluss des Jubiläumszyklus zum Gedenken an den 800. Todestag des Heiligen Franziskus
- Der renommierte Kirchenmusiker und Organist, Professor Johannes Geffert aus Langscheid, zog im wahrsten Sinne des Wortes alle Register beim Konzert in der Basilika.
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Walldürn. Besser hätte der Gedenktag zum 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi nicht ausklingen können. Und: Der Sonnengesang mit dem Loblied an die Schöpfung, dem weltweit bekannten "Cantico delle Creature", stand dabei immer wieder im Mittelpunkt dieses musikalisch festlichen Orgelkonzertes in der Walldürner Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut.
Der renommierte Kirchenmusiker und Organist Professor Johannes Geffert aus Langscheid zog dabei im wahrsten Sinne des Wortes alle Register der Dauphin-Orgel, mit dem historischen Gehäuse aus dem Jahr 1730, und stellte dabei auf faszinierende Weise sein ganzes Talent und Können unter Beweis.
Wallfahrtsrektor Pater Josef Bregular OFMConv begrüßte zu Beginn die rund 150 Konzertbesucher und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass an diesem Festag, ganz im Geiste des Heiligen Franziskus, dieses Konzert stattfindet und „damit Herz und Seele“ berührt werden. „Der Sonnengesang ist ein zeitloser Lobpreis auf die Schöpfung und die Orgel in der Basilika mit ihren Klangfarben ist ebenso ein Teil dieser Schöpfung“, so der Franziskaner-Pater.
Mit Georg Friedrich Händels Ouvertüre zu einem Gelegenheits-Oratorium in einer Orgelbearbeitung des berühmten englischen Konzertorganisten William Thomas Best eröffnete Geffert das Konzert. Spätestens als dann, ebenfalls von Händel das Konzert Nr. 13 „Kuckuck und Nachtigall“ in einer sehr gelungenen Orgelbearbeitung des Organisten selbst, erklang, fühlten sich die Konzertbesucher hineingenommen in die Schöpfung Gottes. In virtuoser und absoluter Perfektion erklangen immer wieder unüberhörbar die Vogelstimmen aus den Pfeifen der Basilika-Orgel.
Mit sechs Szenen aus dem Leben des Bruders aus Assisi und seinen Gefährten, die der deutsche Komponist Andreas Willscher in seinem fünfzehnteiligen Zyklus „Momenti Francescani“ aus dem Jahr 2016 schrieb, spielte Professor Geffert einfühlsam, sanft und gefühlvoll die Abschnitte: „Demut“, „Bruder Wolf“, „Bruder Masseo“, „Bruder Bernardo“, „Bruder Giovanni“ und „Die Heilige Klara segnet das Brot“, die die Besucher auf einem Programmblatt inhaltlich mitverfolgen konnten.
Es folgten ausdrucksstarke Einspielungen des „Canticle to the sun“ aus der St. Francis Suite, komponiert vom US-amerikanischen Dirigent und Organisten Richard Purvis (1913-1994) sowie die „Ländliche Szene“ op. 132,3 vom bedeutendsten italienischen Komponisten seiner Zeit, Marco Enrico Bossi (1861-1925).
In seiner ganz fantastischen Orgelbearbeitung, nämlich der “Vogelpredigt des Heiligen Franz von Assisi', vom ungarischen Komponisten und einer der berühmtesten Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts, Franz Liszt (1811-1846), unterstrich der Konzertorganist Johannes Geffert noch einmal sein hohes musikalisches Talent sowie seine künstlerische Begabung und Feinfühligkeit, mit der er diese Geschichte der Vogelpredigt erklingen ließ und zu Gehör brachte.
Beim begeisternden Konzertfinale zog, der mit der Aachener Bach-Medaille ausgezeichnete Gründer der Aachener Bachtage und jahrelange Kirchenmusikdirektor an der Bonner Kreuzkirche, Johannes Geffert, die Konzertbesucher förmlich hinein in die “Sinfonia col tanto applaudito inno popolare”, welche der italienische Komponist und Ordensbruder der Augustiner, Padre Davide da Bergamo (1791-1863), schrieb.
Mit diesem herausragenden Orgelkonzert und Musikerlebnis der besonderen Art, fanden die Feierlichkeiten des Jubiläumszyklus um den Heiligen Franziskus, mit dem Gedenken an seinen 800. Todestag am vergangenen Wochenende ihren krönenden Abschluss mit Professor Johannes Geffert. Die Zuhörer, teilweise von weit angereist, dankten dem exzellenten Kirchenmusiker und Organisten mit stehenden Ovationen und einem langanhaltenden Applaus.
Autor:Achim Dörr aus Walldürn |
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