Gedenkvortrag zum 80. Todestag
Heimatverein Weilbach-Weckbach und Marktgemeinde Weilbach erinnern an Lorenz Breunig
- hochgeladen von Markt Weilbach
Am 15.02.2025 wurde im Weilbacher Rathaussaal an den Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Reichstagsabgeordneten Lorenz Breunig gedacht, der von den Nationalsozialisten im KZ Sachsenhausen umgebracht wurde. Zum 80. Todestag Breunigs luden der Heimatverein Weilbach-Weckbach und die Marktgemeinde zum Gedenkabend.
Umrahmt vom Streichensemble der Musikschule Walldürn konnten die zahlreichen Besucher zwei Vorträgen über Lorenz Breunig lauschen. Zuerst stellte der Vorsitzende des Heimatvereins Ekkehart Schäfer neue Erkenntnisse aus der Heimatforschung vor und zeichnete Breunigs Weg in seinen frühen Jahren bis zur Frankfurter Zeit nach. Neben neu entdeckten Wohnorten und Lebensstationen schilderte Schäfer auch die ersten Kontakte Breunigs zu Gewerkschaften und der SPD. Besonderes Interesse fanden natürlich auch die Wohnorte Breunig ins Weilbach.
Anschließend referierte Eberhard Podzuweit von der Freien Universität Berlin über Breunigs Zeit im Widerstand. Als Titel seines Vortrages wählte er den Leitspruch, der Breunigs Todesanzeige zierte. „Sein Leben war Dienst an der Arbeiterklasse“.
Im Rahmen seiner Doktorarbeit hatte Podzuweit herausgefunden, welches Netzwerk Breunig und ein Kollege aufgebaut hatten. Breunig war hierbei Schnittstelle zwischen sozialdemokratischen Widerstandskreisen und gewerkschaftlichen Kreisen. Dies brachte ihn auch ins Visier der Gestapo, die ihn schließlich ins KZ Sachsenhausen verbrachte. Dort wurde Lorenz Breunig am 15.02.1945 von den Nazis vergast.
Bürgermeister Haseler erinnerte in seinen Schlussworten an den Auftrag der Erinnerung, die Persönlichkeiten wie Breunig mit sich brächten. Er fasste dies mit den Schlussworten „Nie wieder, ist jetzt“ zusammen.
Ebenfalls am Gedenken beteiligt war der SPD Ortsverein Weilbach. Bereits am Nachmittag hatte der SPD Ortsverein Weilbach am Gedenkstein Breunigs eine Silberlinde gepflanzt, um den Gedenkort aufzuwerten.
Vielen Dank an den Heimatverein Weilbach-Weckbach für die große Mühe und das Engagement, um diesen Gedenkabend durchführen zu können, der SPD Weilbach für die Spende der Silberlinde und allen Interessierten, die den Vorträgen beiwohnten.
Autor:Markt Weilbach aus Weilbach |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.