Weihnachtsbäckerei
Süss, köstlich - tot!
- hochgeladen von Stefanie Baronin von Sachsen
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Sie sind verführerisch und sehen normal aus und schmecken auch normal. Was gibt es ungewöhnliches oder anderes zu berichten oder nicht davon zu schwärmen: süsse Leckereien an Weihnachten, süße Weihnachtsplätzchen, Christstollen, Lebkuchen oder andere zuckersüsse Schlemmereien. Selbst gebacken zu Hause oder liebevoll selbst gekauft beim Bäcker um die Ecke. Sie duften nach Zimt, Vanille und Geborgenheit und sind eben zuckersüss!
Aber: Ist es Zucker ? - oder was ist es sonst?
Weil ja alles irgendwie „gesünder“ werden soll: weniger Zucker, bewusster Genuss, vielleicht sogar ganz ohne klassischen Haushaltszucker. Ja, das geht natürlich, dieser kann ausgetauscht werden. Ohne Kalorien, ohne Lakritzgeschmack wie bei manchen Zucker- Austauschstoffen.
Das klingt interessant!
Weniger Zucker ist erstrebenswert, fast kein Zucker, das wäre es! - aber schmecken soll es auch, sonst können wir es lieber ganz sein lassen. Dekorativen Aktionismus braucht niemand.
Zum Glück gibt es mannigfaltige Alternativen: Zuckeraustauschstoffe, die süß schmecken, beim Backen funktionieren und als modern und gesünder gelten.
Aber Vorsicht: Nicht für jeden.
Denn in vielen Familien leben kleine Lieblinge, die zwar etwas kleiner sind, nicht minder hungrig – und völlig verrückt nach süßen Leckereien: unsere Hunde.
Sobald es irgendwo knistert, Cellophanpapier raschelt oder eine Keksdose geöffnet wird, stehen sie stramm. Dicke Pfoten traben Richtung Küche oder Sofa, Augen glänzen und blicken genauso - wie immer - wenn es gleich ein Leckerchen geben soll. Und wer kann da schon widerstehen?
Ein kleines Stück Kuchen.
Ein kleines oder grosses Krümelchen Stollen.
Eine halbe Kokosmakrone.
Und flupps - ist es passiert.
Was harmlos, liebevoll und gut gemeint wirkt, kann in Wahrheit tödlich enden. Denn während Zucker für Hunde zwar ungesund, aber meist nicht akut lebensgefährlich ist, gilt für einen bestimmten Zuckerersatzstoff etwas ganz anderes:
Birkenzucker (Xylit) - süß für Menschen, tödlich für Hunde!
Birkenzucker, auch Xylit oder Xylitol genannt, ist ein Zuckeralkohol. Er sieht aus wie Zucker, schmeckt fast genauso süß, hat weniger Kalorien und beeinflusst den menschlichen Blutzucker kaum. Genau deshalb wird er als „gesunde“ Alternative beworben - und findet sich heute in unzähligen Produkten.
Wo Xylit überall enthalten ist
Viele Menschen sind sich gar nicht bewusst, wie verbreitet Xylit inzwischen ist: zuckerfreie Kaugummis, Bonbons und Lutschpastillen, „zuckerreduzierte“ Kekse und Kuchen, Weihnachts-gebäck aus Low-Carb- oder Diätküchen, Marmeladen, Desserts, Schokolade
Proteinriegel bis hin zu
Zahnpflegeprodukten,
Nasensprays und Medikamenten und Erdnussbutter.
Gerade Plätzchen usw. mit dem Etikett „gesund“ oder „zuckerfrei“ - MIT XYLIT - sind für Hunde extrem gefährlich.
Warum Xylit für Hunde so gefährlich ist
Der Stoffwechsel von Hunden reagiert völlig anders auf Xylit als der menschliche. Schon kleinste Mengen Xylit lösen beim Hund eine massive Insulinausschüttung aus. Das führt innerhalb kürzester Zeit zu rapidem Blutzuckerabfall (Hypoglykämie), Zittern, Schwäche, Orientierungslosigkeit, Krampf-anfällen und Bewusstlosigkeit.
In schwereren Fällen kommt es zusätzlich zu akutem Leberversagen, inneren Blutungen, Organversagen, Tod!
Das Heimtückische:
Bereits 0,1 Gramm Xylit pro Kilogramm Körpergewicht können lebensgefährlich sein.
Ein Plätzchen hat beispielsweise ca. 3g Xylit, das kann schon reichen.
Die Symptome treten oft innerhalb von 10 bis 60 Minuten auf, manchmal aber auch verzögert, was die Gefahr noch erhöht.
Kein Warninstinkt - keine zweite Chance.
Und genau deshalb ist Xylit so gefährlich: Es ist kein „bisschen ungesund“, kein schleichendes Risiko, kein langfristiges Problem.
Es ist eine akute Vergiftung.
Teilen ist Liebe – aber nicht alles!
Xylit gehört nicht in Hundehaushalte und ein Blick auf die eigenen Zutaten und Zutatenliste gibt Gewissheit - und die Leckerchendose oder die berühmte Schublade mit Kaustreifen oder sonstigen Köstlichkeiten für unsere vierbeinigen Lieblinge wird zu dem was sie soll:
Die einzige erfolgreiche Anlaufstelle für Bello und Co.
Autor:Stefanie Baronin von Sachsen aus Wertheim |
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