Die Sängerin Traudel Stolz erzählt
SIMEON – Ein Konzertevent im Advent
- hochgeladen von Horst Berger
Am Samstag, 5. Dez 2026 um 18 Uhr wird in der Buchener Stadtkirche St. Oswald das Oratorium "Simeon" durch Projekt- Jugend- und Kirchenchor Buchen aufgeführt. Thomas Gabriel aus Seligenstadt ist der Komponist, der Text ist von Eugen Eckert. Solisten: Hanna Berger, Christian Jahraus und Mathias Berberich. Die instrumentale Besetzung umfasst eine klassische Bandbesetzung, ergänzt durch Streicher und Bläser.
Die Sängerin Traudel Stolz erzählt im Interview:
Sie waren im Jahr 2004, als in Buchen das Emmaus Oratorium von Thomas Gabriel aufgeführt wurde, erstmals als Projektsängerin dabei. Was war der Grund dafür?
Traudel Stolz: Nach dem Tod meines Mannes wollte ich eigentlich nie mehr singen und das, obwohl ich von Jugend auf gern gesungen habe. Bis zu meiner Hochzeit und dem Wegzug hatte ich bereits mehrere Jahre im Kirchenchor gesungen.
Als ich dann auf das Oratorium Emmaus aufmerksam wurde, sah ich darin eine Chance, in meiner Trauer mit diesem geistlichen Liedgut und dem Singen Trost und Hoffnung schöpfen zu können. Das Singen, die Melodien und die Texte forderten mich sehr. Auch mein Gottvertrauen wurde dadurch gestärkt.
Wie haben Sie damals die Aufführung in St. Oswald erlebt? Was ist Ihnen in Erinnerung geblieben?
Traudel Stolz: Es war ein äußerst beeindruckendes Erlebnis, mit Chor, Orchester und Solisten im Altarraum zu stehen, mit eigener Stimme und als eine der vielen Stimmen dabei zu sein. Natürlich war es eine sehr aufregende und für mich aufwühlende Situation. Aber Teil eines Ganzen zu sein, mitwirken zu können, Teil einer Gemeinschaft von Gläubigen zu sein, war ein erhebendes Gefühl.
Mittlerweile sind Sie über 20 Jahre fest im Kirchenchor St. Oswald.
Was macht für Sie das Besondere des Kirchenchores St. Oswald in Buchen aus?
Traudel Stolz: Das Projekt Emmaus und die damit gesammelten Erfahrungen haben mich ermuntert, weiter im Kirchenchor zu singen. Im Chor habe ich mich wunderbar aufgenommen gefühlt. In den Chorproben lernt man immer dazu und man ist immer bestrebt zum Gelingen eines Chorstücks beizutragen. Gerade anspruchsvolle Projekte sind immer eine Herausforderung. Umso größer ist die Freude, wenn sie gelingen, und das in doppelter Hinsicht, persönlich und als Teil einer Gemeinschaft. Und was mich besonders freut: Im Kirchenchor singen regulär schon mehr als zwei Generationen zusammen. Bei Projekten ist dann oft auch der Jugendchor dabei. Es begeistert mich einfach, mit jungen Menschen zum Lob Gottes zu singen.
Mit Simeon steht erneut ein Oratorium von Thomas Gabriel auf dem Programm. Die Proben sind mittlerweile sehr fortgeschritten. Wie würden Sie dieses Werk beschreiben und was erwarten sie von der Aufführung im Dezember?
Traudel Stolz: Die Musik von Thomas Gabriel, den wir in einer Probe kennenlernen konnten, ist sehr beeindruckend. Die Texte finden sich in den Melodien wieder, verschmelzen mit ihnen. Das geht unter die Haut. Die Interpretation des Wartens in der Figur des Simeon und die dynamische Hoffnungsträgerin Hanna sind ein spannender Gegensatz.
Von der Aufführung erwarte ich mir natürlich, dass es ein Erfolg wird, dass ein Funke überspringt und dass die Zuhörerinnen und Zuhörer sich ebenso inspirieren und begeistern lassen wie wir Chormitglieder.
Tickets gibt es im Verkehrsamt, Buchen und unter www.kirchenmusik-buchen.de
Autor:Horst Berger aus Buchen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.