HSG-Projekttage
Kompetent durch den Alltag
- hochgeladen von Dirk Simon (Presse HSG)
Die Projekttage „Alltagskompetenz“ am Hermann-Staudinger-Gymnasium zeigten eindrucksvoll, wie praxisnah und vielseitig Lernen heute gestaltet werden kann. Über drei Tage hinweg arbeiteten die achten Klassen in unterschiedlichen Projekten und setzten sich mit Themen auseinander, die weit über den klassischen Unterricht hinausgehen.
Im Projekt „Mini-Urwald Reloaded“ erhielten die Schülerinnen und Schüler Besuch von Steffen Scharrer, dem Vorsitzenden des Bund Naturschutz. In einer Kleingruppe erklärte er anschaulich die Zusammenhänge zwischen Artenvielfalt und Biodiversität und verdeutlichte, welche Bedeutung naturnahe Lebensräume für das ökologische Gleichgewicht haben. Die Jugendlichen konnten dabei nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch konkrete Ideen für nachhaltiges Handeln entwickeln.
Ein weiteres Projekt widmete sich der gesunden Ernährung. Hier wurde nicht nur über ausgewogene Kost gesprochen, sondern auch praktisch gearbeitet: Die Schülerinnen und Schüler bereiteten gemeinsam Mahlzeiten zu und setzten sich mit nachhaltigen und gesunden Zutaten auseinander.
Kreativ und zukunftsorientiert zeigte sich auch die Gruppe, die ein nachhaltiges Konzept für das „Aquaphobie-Festival“, einen neuen Kooperationspartner der Schule, entwickelte. Dabei standen Fragen der Umweltverträglichkeit, Ressourcenschonung und Organisation im Mittelpunkt.
Das Projekt „(Ver)Brauchst du das?“ beschäftigte sich mich Re- und Upcyling der unterschiedlichsten Art. Zum einen kam ein Mitarbeiter des Repair-Café in Obernburg und informierte sowohl über das Café Fifty, den gemeinnützigen Verein für soziale Arbeit und Kultur, als auch über die Arbeit des Repair Café. Im Anschluss an den Vortrag durfte ein Teil der Jugendlichen unter Anleitung auch mal selbst an kaputten Handys und anderen Kleingeräten basteln und tüfteln, ein anderer Teil setzte sich an Nähmaschinen und kreierte Mäppchen und andere Accessoires aus alten Kleidungsstücken. Als weiterer Referent trat die Foodsharing-Gruppe des Landkreises Miltenberg auf, hielt einen Vortrag über Lebensmittelverschwendung und machte auch gleich eine FairTeilung – eine Verteilung von geretteten Lebensmitteln – zum Erstaunen der Schüler ganz kostenfrei. Aus einem Teil der geretteten Lebensmittel wurde dann gekocht.
Mit Lebensmittelverschwendung setzte sich auch eine weitere Gruppe auseinander und verwandelte die aus dem Vortrag gewonnenen Erkenntnisse und zusätzlich recherchierte Fakten in ein kritisches Theaterstück unter dem Titel „Bis(s) zum letzten Krümel“ und führte dieses als krönenden Abschluss der Kompetenztage vor der Schulfamilie auf.
Ergänzt wurde das Programm durch Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge, etwa im Bereich der Geldpolitik. So erhielten die Jugendlichen ein grundlegendes Verständnis dafür, wie wirtschaftliche Entscheidungen ihren Alltag beeinflussen.
Die Projekttage machten deutlich, wie wichtig Alltagskompetenzen für die persönliche Entwicklung sind. Mit großem Engagement und sichtbarer Motivation arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an den verschiedenen Themen und konnten zahlreiche neue Erfahrungen sammeln.
Kurz vor den Pfingstferien kann das Hermann-Staudinger-Gymnasium daher ein durchweg positives Fazit ziehen: Die Projekttage waren ein voller Erfolg und haben gezeigt, wie lebendig und relevant schulisches Lernen sein kann.
Autor:Dirk Simon (Presse HSG) aus Erlenbach a.Main |
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