Schüler verschönern mit Kunstprojekt Fußgängerunterführung in Großheubach

Kunstprojektleiterin Christiane Leuner (links) mit einigen der Schüler/innen der Vorbereitungsklasse zur Berufsintegration der Berufsschule Miltenberg-Obernburg mit ihrer Lehrerin Oberstudienrätin Monika Oswald.
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  • Kunstprojektleiterin Christiane Leuner (links) mit einigen der Schüler/innen der Vorbereitungsklasse zur Berufsintegration der Berufsschule Miltenberg-Obernburg mit ihrer Lehrerin Oberstudienrätin Monika Oswald.
  • hochgeladen von Susanne Flicker

Großheubachs Bürgermeister Günther Oettinger begrüßte die Gäste am Mittwoch, 26. Juni 2019 in der Unterführung zwischen Großheubach und Miltenberg. Er freute sich, dass die vormals grauen Wände der Unterführung durch Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrationsklasse der Berufsschule Miltenberg-Obernburg mit einem so tollen Kunstwerk verschönert wurde. Schon im letzten Jahr sei die eine Seite künstlerisch gestaltet worden und dieses Jahr nun die andere. Auch im Ort würden nach und nach die Strom-Verteilerkasten bemalt, teilte er mit. Er stelle fest, dass wohl die Schmierer und Sprayer großen Respekt vor der Arbeit die dahintersteckt hätten, denn bis auf einen Farbklecks sei bisher alles unversehrt geblieben.

Landrat Jens Marco Scherf, bedankte sich bei den jungen Künstler/innen. Er bemerkte: „Unterführungen sind oft grau und schmutzig und jeder beeilt sich durch diese so schnell wie möglich hindurchzukommen.“ Die jungen Leute hätten mit ihrer Arbeit etwas Wertvolles in die Öffentlichkeit hineingebracht, von dem wir alle profitieren. Er ermunterte an diesem unscheinbaren Ort zu verweilen und das Kunstwerk auf sich wirken und die Fantasie spielen zu lassen. Man erkenne so zum Beispiel den Engelberg und zwei Personen mit einem Kind in der Mitte, das von ihnen beschützt wird. Er dankte allen Unterstützern und Sponsoren.

Elf Schüler/innen der Berufsintegrationsklasse der Berufsschule Miltenberg-Obernburg hätten zwei Wochen lang an diesem qualitativ hochwertigen Kunstwerk gemalt, so Kunsttherapeutin Christiane Leuner, die das Projekt geleitet hatte. Zuvor habe ein Vorbereitungskurs mit Theorie (Farblehre, Gestaltungslehre, Kunstgeschichte) und der Vermittlung verschiedenster Maltechniken sowie Werkstoffkunde usw. stattgefunden. Während dem Kunstobjekt wurde ein Kompetenztraining zum Entdecken der eigenen Schlüsselkompetenzen absolviert und durch Reflektionsgespräche vertieft, was für die berufliche Orientierung sehr wertvoll sei. War letztes Jahr das Thema „Flucht“, so wurde dieses Mal ein typisches hiesiges Landschaftsbild gewählt mit einem Fluss, Streuobstwiesen, Berge und einem kleinen Dorf sowie Weinberge und ein Gebäude, das an das Kloster Engelberg erinnert. Außerdem noch Silhouetten von Menschen, die hier leben. Die meisten der jungen Künstler seien inzwischen einige Jahre in Deutschland und hätten hier eine 2. Heimat gefunden. Sie haben hier Freunde, Wohnung, gehen zur Schule und fühlen sich wohl bei uns, so Frau Leuner. All das zeige das harmonische Landschaftsbild. Mit diesem Projekt hätten die Schüler/innen ein Praktikum durchlaufen, dass sie auch auf eine spätere Berufsausbildung vorbereitet habe, denn sie bewiesen Teamarbeit, Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen, Geduld, Genauigkeit und Zuverlässigkeit, freute sich Frau Leuner.
Einige der Künstler/innen stellten anschließend - in gutem Deutsch - den Bereich vor, den sie gemalt hatten.

Auch Schulleiter Bernd Kahlert gratulierte zu dieser gelungenen Aktion und bewunderte die tolle Zusammenarbeit. Er bedankte sich bei Oberstudienrätin Monika Oswald, die ein großes Engagement für die Klasse zeige.
Jeder der Schüler/innen erhielt ein individuelles Zertifikat, in dem Frau Leuner die jeweiligen Stärken des Einzelnen heraushebt.
Emily Leuner umrahmte die Vernissage mit einigen Stücken auf der Querflöte.

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