Im Namen der Rose ...

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Impressionen vom Klingenberger Rosengarten - Ende Mai 2016.

Gewitter, Regen und Kältesturz sind noch heute Abend angesagt.

Für eine gute Stunde plane ich einen Zwischenstopp an einem späten Mai-Samstag in der fränkischen Rotweinstadt Klingenberg am Main.

Der Rosengarten zu Füßen der Clingenburg gilt als ein Geheimtipp für Beschaulichkeit, Ruhe und Romantik.

Der Parkplatz neben der evangelischen Kirche scheint genau richtig zu sein. Ein Dutzend Stellplätze ist noch frei.

Nur wenige Meter daneben befindet sich der Rosengarten mit plätscherndem Brunnen, unzähligen Rosen nebst vielen verträumten Ecken und Winkeln.

Über die Buntsandsteinmauern schweift der Blick gen Himmel: gigantische Wolkenburgen ziehen vorüber, darunter die Clingenburg, wo zur Zeit Betriebsamkeit herrscht: bald beginnen da oben auf der Freilichtbühne vor historischer Kulisse die Burgfestspiele.

Ein älteres Ehepaar in Arbeitskleidung bringt Rechen, Besen und Gartenschere in einen Geräteschuppen des Rosengartens zurück. In der Tat: Ordentlich und aufgeräumt wirkt die Parkanlage zwischen Burg, Altstadt und Main.

Zwei Frauen, vermutlich Mutter und Tochter, zieht es vom Parkplatz über den Park in Richtung Altstadt, vielleicht zum nahen Café. Es scheint für sie ein vertrauter Weg zu sein: Dialoge sind den beiden wichtiger als das Registrieren der bereits blühenden und duftenden Rosen.

Eine Handvoll Sperlinge macht ihr Versteckspiel zwischen Hecken, Rosen und Gemäuer.

Eine scheue Amsel sucht Fressbares auf dem grünen Rasen zwischen heruntergefallenen Rosenbblättern.

Leer ist der Pavillion, der zu festlichen Tagen mit temperamentvollen Musikerinnen und Musikern sowie trinkfreudigen Gästen bevölkert ist.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Parks schläft ein Fachwerk-Häuschen mit zwei Außen-Treppenaufgängen vor sich hin. Hierin könnte man sich zurückziehen als Stadtschreiber oder Maler und schreiben, zeichnen oder malen.

Ein nicht mehr ganz junges Paar
kommt mit üppigen Eisportionen von der nicht weit entfernten Eisdiele. Zum Ausruhen und Genießen der Park-Idylle haben sie aber scheinbar auch keine Zeit. Hurtig geht es - Eis schlürfend - zum Main.

Die ersten Regentropfen fallen. Nun ist es Zeit, den Heimweg anzutreten.

Nach zwei Stunden ist das Gewitter überall am Untermain angekommen. Immer wieder zucken Blitze, Donner krachen, Nebel zieht auf und die kühle, verregnete Nacht ist schneller präsent als erwartet.

Für die Rosen - nicht nur in Klingenberg - kommt ihre eigentliche Zeit in wenigen Tagen: im Monat der Rose, im Juni.

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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