Das Sams begeistert nicht nur an Samstagen
Witzig, spritzig und nicht nur für Kinder ein Riesenspaß auf der Clingenburg

Extrem witzig und mit moralischem Hintergrund: Das SAMS mit Alexandra Kurzeja in der Titelrolle, Wolfgang Erkwoh als Herr Taschenbier und István Vince als Erzähler (von rechts).
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  • Extrem witzig und mit moralischem Hintergrund: Das SAMS mit Alexandra Kurzeja in der Titelrolle, Wolfgang Erkwoh als Herr Taschenbier und István Vince als Erzähler (von rechts).
  • hochgeladen von Ruth Weitz

Mit zwei Premieren auf der Clingenburg, nämlich dem Jugendstück »Tschick« und dem Musical »Rocky Horror Show« hatte der Verein Clingenburgfestpiele mit dem neuen Intendanten Wolfgang Hofmann bereits ins Schwarze getroffen. Mit dem Kinderstück »Das Sams«, das am Sonntag, 16. Juni 2019 erstmals aufgeführt wurde, ist eine dritte Feuerprobe mit Bravour bestanden worden. 

Die ideenreiche Inszenierung von Wolfgang Hofmann auf der Naturbühne der Clingenburg mit dem von Esther Bätschmann geschaffenen Bühnenbild auf mehreren Ebenen bot den Schauspielern eine Steilvorlage für eine lebendige und mitreißende Vorstellung. Allen voran Alexandra Kurzeja in der Titelrolle des rotzfrechen, aber hochsympathischen Sams mit blauen Wunschpunkten auf Rüsselnase und Wangen, die verschwinden, sobald ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. 

Extrem witzige Show

Paul Maar, Autor der Sams-Geschichten, hat hier eine Kombination von humorvollem Märchen mit moralischem Hintergrund geschaffen. Das Theaterstück »Das Sams - eine Woche voller Samstage« ist nicht nur für Kinder ab 5 Jahren ein Riesenspaß, sondern auch für Erwachsene. Wolfgang Erkwoh als Herr Taschenbier ist zwar nicht zu hundert Prozent Paul Maars Figur nachempfunden - schon gar nicht, was das Alter betrifft - aber er überzeugt als zunächst genervter Wahl-Vater, der im Lauf der Geschichte seine Liebe zum Sams entdeckt, dem Wirbelwind in allen Gassen mit besonderen Begabungen. Wunderbar und extrem witzig geht Maika Troscheit in ihrer Rolle als Vermieterin Frau Rotkohl auf. Lautstark und mit enormer Bühnenpräsenz erfüllt sie die Figur des bissigen Weibs mit deutlichem Hang zum Kontrollieren. Auch die anderen Darsteller überzeugen: István Vincze als Erzähler, der sich im Hintergrund hält, aber sichtbar ist, herumlümmelt und isst, während die anderen sich Dialoge wie Bälle zuwerfen und über die Bühne wirbeln. Ebenfalls sind Werner Wulz als Herr Groll und Rüdiger Hellmann als Herr Oberstein überzeugend sowie Erika Simon, Pascal Thomas und Samira Stattrop, die in verschiedene Nebenrollen schlüpfen.

Tolles Theatererlebnis mit Lachgarantie

Ein drittes Glanzlicht der Eigenproduktionen, das auch Erwachsenen ein tolles Theatererlebnis bietet. Deshalb wurde auch eine Abendvorstellung an Fronleichnam eingeplant, das der ganzen Familie einen schönen Feiertagsabschluss beschert. 
Übrigens haben einige Mitglieder des Vereins Clingenburgfestspiele den Mitwirkenden nach der Premiere selbstgebackenen Kuchen und Kaffee als Dankeschön serviert.
Hier zur Kritik von »Tschick«
hier zur Kritik der »Rocky Horror Show«
Das diesjährige Programm der Clingenburg-Festspiele

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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