Mandelblüte am Hochberg
Endlich ist es wieder soweit!

Foto: Willi Stritzinger
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Bericht von
Willi Stritzinger
Umweltbeauftragter der Stadt Klingenberg

Es ist wieder soweit, die Mandelallee am Hochberg kündigt endlich den Frühling an!

Die Mandel- Allee am Fränkischen Rotwein-Wanderweg von Erlenbach bis Klingenberg steht wieder in voller Blüte. Eigentlich recht spät haben in diesem Jahr die Mandelbäume ihre zartrosa Blüten geöffnet. Am 27. Februar streckten zwar die ersten duftenden Blüten ihr zartes rosa Blütenkleid der Sonne entgegen. Durch die fol-genden kalten Wochen verzögerte sich aber die Vollblüte bis heute und kündet pünktlich den kalendarischen Frühlingsbeginn an.

Die kalten Temperaturen mit acht Frostnächten, Sturm mit Hagel und Schnee verzögerten lange Zeit das attraktive Bild mit dem die zahlreichen Mandelbäume alljährlich den Frühling verkünden. Die Klimaerwärmung holt scheinbar etwas Luft, denn das Frühlingserwachen verzögerte sich in 2021 um gut drei Wochen gegenüber dem Trend der letzten 30 Jahre. Die Mandelblüte hat bisher meist Ende Februar bis Anfang März, ja teilweise schon Ende Januar stattgefunden.
Letztendlich hat die Sonne, die trotzdem an jedem Tag etwas scheinen konnte mit ihrer jetzt schon großen Kraft dafür gesorgt, dass die Mandelblüten für die Nektarversorgung der Bienen am Bienen-Lehrpfad einen beachtlichen Teil beitragen können! Leider sind je-doch wegen der im Moment ungewöhnlich tiefen Temperaturen nur wenige Insekten aktiv und die Blüten können damit leider nur wenig befruchtet werden.

Zahlreiche Wanderer, die den Zwängen der Corona-Pandemie ent-fliehen wollten, ließen sich trotz widrigem, nasskaltem Wetter und wenig Sonne nicht davon abhalten die blühenden Mandelbäume in den Weinbergen am Hohberg zu bewundern.

Angesichts der letzten Trockenjahre haben nicht nur der Wald, sondern auch die Mandelbäume am Hohbergweg Schäden erlitten. Einzelne Bäume sind völlig abgestorben. Die Stadt Klingenberg und der Weinbauverein haben sich deshalb vorgenommen eine Sanierung der Allee, auch mit nötigen Neupflanzungen durchzuführen. Hier ist auch die Mitarbeit der betroffenen Winzer vonnöten, denn die Bäu-me stehen bis auf wenige Ausnahmen auf Privatgrundstücken. Die Eigentümer haben sich bei der Pflanzung durch die Flurbereinigung vor 17 Jahren verpflichtet die Pflege der Mandelbäume zu über-nehmen. Dieser Verpflichtung sind viele Baumbesitzer leider wenig bis gar nicht nachgekommen.

Im Interesse des Tourismus ist es besonders wichtig, dass die Mandelbäume als Zeugnis und Aushängeschild für die klimatisch bevorzugten, warmen Weinbau-Terrassen in unserer Heimat auf Dauer erhalten bleiben!

Foto: Willi Stritzinger
Autor:

Simone Sikora aus Klingenberg a.Main

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