MdL Zöller: Aiwanger zu Gast im Landkr. Miltenberg
Von der Michelsmess bis in den Südspessart: Ein Tag im Zeichen von Handwerk, Mittelstand und Arbeitsplätzen
- hochgeladen von Bürgerbüro Thomas Zöller, MdL
Liebe Leserinnen und Leser,
was für ein Tag bei uns im Landkreis Miltenberg!
Ich habe mich sehr gefreut, meinen Fraktionskollegen, Bayerns stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei uns in der Region begrüßen zu dürfen.
Auf meine Einladung hin war Hubert zunächst zu Gast auf der Miltenberger Michaelismesse. Und eines möchte ich dabei ganz besonders hervorheben: Es ist kein Wahlkampfjahr. Hubert kommt nicht nur dann, wenn Wahlen vor der Tür stehen, sondern nimmt sich auch darüber hinaus die Zeit, zu uns an den Bayerischen Untermain zu kommen, zuzuhören und sich selbst ein Bild von den Themen zu machen, die unsere Menschen und Betriebe vor Ort beschäftigen.
Ein Wirtschaftsminister mitten im Handwerk
Los ging es beim traditionellen Handwerker-Frühschoppen im Festzelt der Michelsmess.
Und dort wurde Hubert wirklich herzlich empfangen!
In seiner Rede machte er deutlich, welchen Stellenwert unser Handwerk und unser Mittelstand für Bayern haben. Gerade unsere Handwerksbetriebe, Familienunternehmen und mittelständischen Betriebe sind es, die Arbeitsplätze schaffen, junge Menschen ausbilden und dafür sorgen, dass unsere Region wirtschaftlich stark und lebenswert bleibt.
Für mich ist klar: Politik darf nicht nur über Wirtschaft und Handwerk sprechen. Wir müssen mit den Menschen sprechen, die jeden Morgen ihre Werkstatt öffnen, Mitarbeiter beschäftigen, ausbilden, investieren und Verantwortung übernehmen.
Dass Hubert als Wirtschaftsminister genau diesen direkten Austausch sucht, schätze ich sehr.
Natürlich durfte auf der Michelsmess auch die Tradition nicht zu kurz kommen. Gemeinsam ging es über das Messegelände, wo wir mit Ausstellern, Marktbeschickern, Handwerkern und vielen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kamen.
Und auch musikalisch musste Hubert ran: Bei der Stadtkapelle Miltenberg übernahm er kurzerhand den Taktstock und dirigierte den Bayerischen Defiliermarsch. Das kam im Festzelt bestens an!
Herzlichen Dank für diesen tollen Empfang und die vielen Begegnungen auf unserer Michelsmess!
Schwierige Gespräche bei Magna in Dorfprozelten
Nach dem Frühschoppen ging es weiter in den Südspessart – und dort wurde aus dem geselligen Messebesuch schnell ein Termin mit einem sehr ernsten Hintergrund.
Bei Magna Mirrors in Dorfprozelten ging es um die angekündigte Schließung des Standortes und damit vor allem um die Zukunft der Beschäftigten und ihrer Familien.
Die Situation beschäftigt mich bereits seit Wochen intensiv. Für 216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht es um ihre berufliche Zukunft. Hinter jeder einzelnen Zahl stehen Menschen, Familien und persönliche Schicksale.
Deshalb war es mir wichtig, dass sich unser Wirtschaftsminister selbst vor Ort ein Bild macht und das direkte Gespräch sucht.
Bereits 2023 hatte sich das Bayerische Wirtschaftsministerium intensiv für den Erhalt des Standorts eingesetzt. Für ein Technologieprojekt wurden Fördermittel von bis zu 2,3 Millionen Euro bewilligt, von denen bislang rund 1,2 Millionen Euro ausgezahlt wurden. Vor dem Hintergrund der angekündigten Schließung wird geprüft, ob Fördermittel zurückgefordert werden können.
Für mich bleibt dabei entscheidend: Wir brauchen Klarheit und vor allem Perspektiven für die Beschäftigten.
Wir werden die Menschen im Südspessart mit dieser Situation nicht alleine lassen. Jetzt müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, um Arbeitsplätze und industrielle Wertschöpfung in unserer Region zu erhalten beziehungsweise neue Perspektiven zu schaffen.
Zukunftsmut bei EDIS in Faulbach
Dass der Südspessart gleichzeitig auch für Innovation, Unternehmergeist und Zukunftsperspektiven steht, konnten wir anschließend bei EDIS Anlagenbau in Faulbach erleben.
Hier wurde einmal mehr deutlich, was unsere mittelständischen Unternehmen leisten und welches Potenzial in unserer Region steckt.
Genau diese Betriebe brauchen gute Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und eine Politik, die unternehmerisches Engagement ermöglicht, statt es durch immer neue Vorgaben und Bürokratie auszubremsen.
Der Besuch hat mir erneut gezeigt: Unser Südspessart kann Wirtschaft!
Wir haben hervorragend aufgestellte Unternehmen, qualifizierte Fachkräfte und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und in die Zukunft ihrer Betriebe zu investieren.
Politik muss vor Ort sein
Für mich war der gestrige Tag deshalb weit mehr als ein Besuch unseres Wirtschaftsministers.
Von den Handwerkerinnen und Handwerkern auf der Michelsmess über die schwierige Situation bei Magna bis hin zum zukunftsorientierten Mittelstand bei EDIS haben wir an einem einzigen Tag erlebt, wie unterschiedlich die Herausforderungen unserer heimischen Wirtschaft sein können.
Genau deshalb ist mir der direkte Draht nach München so wichtig.
Ich möchte, dass die Themen unserer Region dort gehört werden, wo Entscheidungen getroffen werden. Und ich möchte gleichzeitig, dass die Verantwortlichen aus München zu uns kommen, zuhören und die Situation vor Ort kennenlernen.
Lieber Hubert, herzlichen Dank, dass Du meiner Einladung gefolgt bist, für Dein offenes Ohr und vor allem dafür, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mit den Menschen bei uns direkt ins Gespräch zu kommen.
Und ein großes Dankeschön an alle, die uns am Montag auf der Michelsmess sowie bei Magna und EDIS empfangen und mit uns offen über ihre Anliegen gesprochen haben.
Unsere Region hat starke Unternehmen, ein starkes Handwerk und vor allem starke Menschen. Dafür lohnt es sich, gemeinsam anzupacken!
Euer
Thomas Zöller, MdL
Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung
Autor:Bürgerbüro Thomas Zöller, MdL aus Landkreis Miltenberg |
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