Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria
Patrona Bavariae Bayerns Hochfest Mariens

Der 1. Mai hat in Bayern eine besondere Doppelbedeutung: Er ist sowohl der „Tag der Arbeit“ als auch der christliche Marienfeiertag zu Ehren der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria als „Patrona Bavariae“, also Schutzfrau Bayerns. Dadurch verbinden sich an diesem Datum religiöse Traditionen, politische Geschichte und altes Brauchtum.
Die Verehrung Marias als „Patrona Bavariae“ reicht weit zurück. Bayern gilt seit Jahrhunderten als stark katholisch geprägt, und Maria wurde vielerorts als Beschützerin des Landes angerufen. Offiziell verlieh Papst Benedikt XV. 1916 den Titel „Patrona Bavariae“. Während des Ersten Weltkriegs baten die bayerischen Bischöfe darum, Maria besonders unter den Schutzgedanken für Bayern zu stellen. Papst Pius XII. bestimmte später den 1. Mai als eigenen Festtag der Patrona Bavariae. Deshalb finden in Bayern bis heute am 1. Mai Marienandachten, Prozessionen und Gottesdienste statt.
Gleichzeitig ist der 1. Mai international als „Tag der Arbeit“ bekannt. Seine Ursprünge liegen in der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Arbeiter litten damals oft unter sehr schlechten Bedingungen: lange Arbeitszeiten, niedrige Löhne und kaum soziale Absicherung. Besonders wichtig wurde der Kampf um den Achtstundentag. 1886 kam es in den USA, vor allem in Chicago, zu großen Arbeiterprotesten. Daran erinnerte die internationale Arbeiterbewegung später mit dem 1. Mai als Kampftag für soziale Rechte und bessere Arbeitsbedingungen.
In Deutschland wurde der 1. Mai erstmals 1890 von Arbeiterorganisationen begangen. Viele Unternehmer und staatliche Stellen standen dem Tag zunächst ablehnend gegenüber, weil sie politische Unruhen befürchteten. Erst 1933 erklärte das NS-Regime den 1. Mai offiziell zum gesetzlichen Feiertag unter dem Namen „Tag der nationalen Arbeit“. Die Nationalsozialisten wollten damit die Arbeiterschaft für ihre Ideologie gewinnen und den Eindruck einer „Volksgemeinschaft“ erzeugen, in der Klassenunterschiede angeblich überwunden seien. Bereits am 2. Mai 1933 wurden jedoch die freien Gewerkschaften zerschlagen, ihre Häuser besetzt und viele Funktionäre verhaftet. Der Feiertag diente also vor allem propagandistischen Zwecken und bedeutete keineswegs echte Arbeitnehmerrechte.
Eine weitere wichtige Tradition des 1. Mai ist der Maibaum. Der geschmückte Baumstamm wird meist auf Dorf- oder Marktplätzen aufgestellt und symbolisiert Fruchtbarkeit, Lebensfreude und den Beginn des Frühlings. Die Wurzeln dieses Brauchs reichen vermutlich bis in vorchristliche Zeiten zurück. In Bayern entwickelte sich daraus ein starkes Gemeinschaftsritual. Oft schmücken Zunftzeichen oder Tafeln den Baum und zeigen Berufe, Handwerk und regionale Identität. Das gemeinsame Aufstellen des Maibaums gilt bis heute als Ausdruck von Zusammenhalt und Dorfgemeinschaft. Auch der Brauch des „Maibaumstehlens“ zwischen Nachbardörfern gehört vielerorts zur Tradition.
So vereint der 1. Mai in Bayern religiöse Verehrung, soziale Geschichte und lebendiges Brauchtum auf besondere Weise. Die Bayernpartei steht in christlicher Tradition und feiert diesen Tag als Hochfest der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, Patrona Bavaria. Denn gerade die religiöse Bedeutung dieses Tages ist ihr Panier in Zeiten des um sich greifenden Unglaubens und Ungeistes, so dass die Bayernpartei sich als Speerspitze des echten Konservativismus versteht, siehe auch unseren Facebookbeitrag der Bayernpartei zum 1. Mai. (Text: Alexander Kropp, Foto: Nino Barbieri CC BY-SA 2.5)

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