Vortrag der Hanns-Seidel-Stiftung in Mömlingen
Umweltfreundliche Energieversorgung und Mobilität
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Umweltfreundliche Energieversorgung und Mobilität:
Vortrag der Hanns-Seidel-Stiftung in Mömlingen
Wie gelingt eine günstige, zuverlässige und umweltfreundliche Energieversorgung von Gebäuden? Und sind E-Autos günstiger oder teurer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Informationsabends der Hanns-Seidel-Stiftung auf Einladung des CSU-Ortsverbandes Mömlingen im Adam-Otto-Vogel-Haus.
Dr.-Ing. Simon Herzog von der Fachabteilung Energiesystemforschung der Technischen Universität München erinnerte in seinem knapp zweistündigen Vortrag vor 35 interessierten Zuhörer daran, dass das umstrittene „Heizungsgesetz“ der Ampelregierung ab Juli 2026 durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt wird, das den Eigentümern wieder mehr Entscheidungsfreiheit über das Heizsystem einräumt. Vor diesem Hintergrund sei es für die Hauseigentümer wichtig, sich umfassend über die einzelnen Brennstoffe und ihre Vor- und Nachteile zu informieren. Die Einschätzung des Experten hierzu ist eindeutig: Wärmepumpen und Pelletsheizungen, so Dr. Herzog, mögen zwar verglichen mit fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl höhere Investitionskosten verursachen – unter der Berücksichtigung der Betriebskosten und der staatlichen Fördergelder seien sie aber deutlich kostengünstiger. Ideal sei die Stromversorgung von Wärmepumpen über Photovoltaikanlagen; aber auch darüber hinaus stünden für den Betrieb von Wärmepumpen vergünstigte Stromtarife zur Verfügung.
Interessant waren auch die Einschätzungen des Referenten beim Vergleich der Kosten für Elektro-Autos gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. So sei aktuell bei der Anschaffung eines Neuwagens ein E-Auto in der Regel teurer als ein vergleichbares Benzin- oder Dieselfahrzeug. E-Autos würden aber aufgrund sinkender Batteriepreise und Produktionssteigerungen bereits günstiger, so dass sich die Preise in absehbarer Zeit angleichen werden. Die Tankkosten für Verbrenner lägen hingegen erheblich höher als die Stromkosten für E-Autos, die sich zudem beim Laden zu Hause über eine Photovoltaikanlage weiter deutlich senken ließen. Bemerkenswert war auch die Feststellung, dass die Haftpflichtversicherung von E-Autos wegen der nachweislich geringeren Unfallzahlen günstiger, die Kaskoversicherung hingegen wegen der ggf. kostspieligen Reparatur der Batterie, die ca. 30 - 50 % des Fahrzeugwertes ausmache, spürbar teurer sei.
Gemeinderat Martin Hohm dankte Herrn Dr. Herzog im Namen des CSU-Ortsverbands Mömlingen abschließend für die umfassenden Informationen und überreichte ihm ein Präsent aus dem Eine-Welt-Laden; die Präsentationsfolien können auf der Homepage www.csu-moemlingen.de im pdf-Format abgerufen werden.
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